Fortsetzung zu „Conjuring – Die Heimsuchung“ um eine Geisteraustreibung bei einer sechsköpfigen Familie.

Kinostart: 16.06.2016

Vera Farmiga

Vera Farmiga
als Lorraine Warren

Patrick Wilson

Patrick Wilson
als Ed Warren

Frances O'Connor

Frances O'Connor
als Peggy Hodgson

Franka Potente
als Anita Gregory

Simon McBurney
als Maurice Grosse

Madison Wolfe
als Janet Hodgson

Benjamin Haigh
als Billy Hodgson

Lauren Esposito
als Margaret Hodgson

Patrick McAuley
als Johnny Hodgson

Handlung

Sie dachten, sie hätten den Spuk hinter sich – von wegen: Die legendären Dämonologen übernehmen einen ihrer gruseligsten Fälle.

Was Lorraine und Ed Warren (Vera Farmiga, Patrick Wilson) in einem abgelegenen Haus in Neuengland in „Conjuring – Die Heimsuchung“ erlebten, reicht Normalsterblichen als Heimsuchung fürs Leben. Doch in Teil zwei werden sie mit einer neuen Form von paranormalem Grauen konfrontiert. Die bösen Geister sind zurück, und sie greifen nicht nur die Psyche an.

In der Verfilmung eines weiteren authentischen Falls aus den Akten der berühmten Dämonologen kommt das Paar einer alleinerziehenden Mutter zur Hilfe, die mit ihren vier Kindern in ihrem Haus im Norden Londons von heimtückischen Geistern geplagt wird. Die Geisteraustreibung, eigentlich fast Routine, gerät zum lebensgefährlichen Unterfangen ...

Das Original wurde 2013 unter der Regie von James Wan zum Horror-Hit, mit dem besten Start eines originären Horrorstoffs aller Zeiten. Dass der Nervenkitzel ebenbürtig weitergeht, garantiert Genrekönner Wan, der mit „Saw“ und „Insidious“ zeigte, wie Haunted House Horror geht, und mit „Fast & Furious 7“, wie man den Action-Turbo zündet. Mit von der Zitterpartie sind neben Farmiga und Wilson auch Frances O’Connor und Franka Potente.

Kritik

Horrormaestro James Wan ("Saw" und "Insidious") legt ein gebührend grauenerregendes Sequel zu seinem Geisterhausschocker von 2013 nach.

Thematisierte das Original den authentischen Amityville-(Horror)-Fall anno 1970, greift Wan (in Zusammenarbeit mit drei weiteren Drehbuchautoren) nun das 1977 im englischen Enfield zugetragene paranormale Ereignis um die Hodgson-Familie auf. Tatsächlich begaben sich die bereits bei Amityville im Auftrag der Kirche tätigen Geisterjäger Ed und Lorraine Warren auch nach Enfield, so dass es ein Wiedersehen mit Patrick Wilson und Vera Farmiga gibt. Erneut finden sich Versatzstücke aus den Horrorklassikern "Poltergeist" und vor allem "Der Exorzist", die von Wan Oldschool-mäßig mit bedächtig aufgebauter Spannung für eine neue Generation von Gruselfans aufbereitet werden. Wan nimmt sich Zeit die atmosphärische Spukstory um dämonische Heimsuchung auszurollen, aber vernachlässigt nie das Publikum mit unerwarteten Schockmomenten sowie hervorragend bedrohlichen Soundeffekten auf Terror-Trab zu halten. Bei einer Lauflänge von 133 Minuten schleichen sich allerdings gewisse Längen und Wiederholungen ein, denen gerne mit mehr rabiatem Schnitt der Garaus gemacht werden hätte können. Doch dies fällt letztlich nicht weiter ins Gänsehaut-Gewicht, da die verhängnistriefende Schauermär das Genrepublikum insgesamt bestens in seinen beklemmenden Bann zieht.

Der Prolog lässt Medium Lorraine die Morde des Vorgangsfilms aus der Sicht des besessenen Killers nacherleben, womit sich eine elegante Gedächtnisstütze und -brücke ergeben. Anschließend wird die angsteinflößende Astralwelt-Action von den USA in den Norden Londons verlegt, wo die alleinerziehende Mutter Peggy Hodgson (Frances O'Connor) sich mit ihren vier Kindern durchschlägt. Alsbald tragen sich unerklärliche Begebenheiten wie katapultierte Möbel und eigenwilliges Spielzeug in ihrem ärmlich heruntergekommenen Reihenhaus zu. Insbesondere die zwölfjährige Janet (exzellent: Madison Wolfe) wird heimgesucht und sie beginnt Visionen von einem garstigen alten Mann zu haben, der sie brutal verängstigt und schließlich von ihrem Körper Besitz ergreift. Dies leistet Schweben, an der Decke kleben, verzerrten Gesichtsfratzen und tiefstimmigen Dämonenpalaver aus dem Mund des engelsgleichen kleinen Mädchens Vorschub. Alldieweil haben die Warrens unabhängig davon ihre eigenen Begegnungen mit einer blutstockend furchterregend anzusehenden Nonne, die eine unübersehbare Ähnlichkeit mit Schockrocker Marilyn Manson hat. Als Subplot wird die Frage eingewoben, ob es sich lediglich um einen Schwindel handelt und Janet sich nur verstellt. Dadurch wird die Spannungsschraube fürs Finale zusätzlich angezogen, bei dem Wan nochmals gekonnt alle Genreregister zieht.

Die klassische Spukstory mit obligatorischen religiösen Elementen profitiert sowohl von der hervorragenden Schauspielerriege als auch Wans handwerklicher Finesse, wie beispielsweise huschende Kamerafahrten und ungewöhnliche Aufnahmewinkel. Darüberhinaus stechen das superbe Setdesign des desolaten Höllenhauses und das Fratzen-Makeup positiv ins Auge, womit die Heraufbeschwörung eines weiteren Horrorhits so sicher ist wie das Amen im Exorzismus-Gebet. ara.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 16.06.2016

USA 2016

Länge: 2 h 14 min

Genre: Horror

Originaltitel: The Conjuring 2

Regie: James Wan

Drehbuch: Chad Hayes, Carey W. Hayes, David Leslie Johnson, James Wan

Musik: Joey Bishara

Produktion: Peter Safran, Rob Cowan, James Wan

Kostüme: Kristin M. Burke

Kamera: Don Burgess

Schnitt: Kirk Morri

Ausstattung: Julie Berghoff