Mit surrealen Effekten aufgeladener Serienkiller-Thriller mit dem Musikclip-Regisseur Tarsem sein Kinodebüt gibt.

Kinostart: 23.11.2000

Jennifer Lopez

Jennifer Lopez
als Catherine Deane

Vince Vaughn

Vince Vaughn
als Peter Novak

Vincent D'Onofrio

Vincent D'Onofrio
als Carl Stargher

Jake Weber
als Gordon Ramsey

Dylan Baker
als Henry West

Marianne Jean-Baptiste
als Dr. Miriam Kent

James Gammon
als Teddy Lee

Patrick Bauchau
als Lucien Baines

Tara Subkoff
als Julia Hickson

Gerry Becker

Jake Thomas

Colton James
als Edward Baines

Pruitt Taylor Vince

Gareth Williams
als Starghers Vater

Catherine Sutherland

Die Handlung von The Cell

Mit Hilfe einer neuartigen experimentellen Therapie kann die Psychologin Catherine in das Unterbewusstsein von Komapatienten reisen. FBI-Agent Peter bittet sie, in den Verstand des komatösen Serienkillers Stargher einzutauchen, um dort den Ort des Verstecks des letzten Opfers von Stargher in Erfahrung zu bringen. Ein bizarrer Trip für Catherine beginnt - und ein Kampf gegen die Zeit.

Dank modernster Technik und nicht zuletzt auch einer besonderen Gabe ist es der Psychologin Catherine möglich, regelrecht in die Gedankenwelt ihrer Patienten einzusteigen, um dortselbst nach versteckten Ursachen für Psychosen aller Art zu fahnden. Als das FBI einen komatösen Serienmörder bringt, der als einziger über den Verbleib seines letzen, mutmaßlich noch lebenden Opfers Auskunft geben kann, ist Catherines ganzes Können gefragt. Trotz hohen Gefahrenpotentials und ungewissen Ausgangs entschließt sie sich zur Reise ins Ich des Killers.

Psychologin Catherine kann dank modernster Technik und einer besonderen Gabe in die Gedankenwelt ihrer Patienten einsteigen. Nun soll sie eine Reise in das Ich eines komatösen Serienmörders unternehmen, um den Aufenhaltsort seines letzen, mutmaßlich noch lebenden Opfers herauszufinden. Visuell einfallsreicher Thriller, der Latina-Queen Jennifer Lopez in die Phantasiewelt eines durchgeknallten Sadomaso-Sexfreaks führt.

Kritik zu The Cell

Nach dem vielgelobten "Out of Sight" (1998) mit George Clooney hängte Latina-Diva Jennifer Lopez ("Selena") die Schauspielerei vorübergehend an den Nagel, um sich ihren Traum von einer Gesangskarriere zu erfüllen. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Kollegen, die vom Musikbiz-Virus befallen werden, konnte sie auch tatsächlich eine Hit-CD landen. Nun meldet sich La Lopez als waschechter Star mit dem von surrealen Effekten durchtränkten Serienkiller-Thriller "The Cell" auf Platz eins der US-Charts zurück. Das Regiedebüt von Singh Tarsem weist mit seiner drastischen Gewaltdarstellung und seinem düster-melancholischen Ambiente deutliche Parallelen zu David Finchers Deprischocker "Sieben" auf.

Wie bei Fincher handelt es sich bei Newcomer Tarsem um einen anerkannten Musikclip- und Werbefilmer, der es versteht faszinierende Bildkompositionen zu kreieren. Die Eröffnungsszene zeigt Lopez im spektakulären weißen Federkostüm beim Ritt durch eine weitläufige Wüstenlandschaft, die einem zum Leben erweckten Dali-Gemälde gleicht. Inmitten dieser Einöde trifft sie auf einen Jungen, der auf sie gewartet hat. Nach einem abrupten Schockmoment sieht man beide in einem Labor, in muskelfleischroten Ganzkörperanzügen hängend, und erfährt, dass es sich um Psychologin Catherine und ihren Komapatienten Edward handelt. Eine neue experimentelle Therapie erlaubt es ihr, mit dem Unterbewusstsein ihres Patienten zu interagieren. Als FBI-Agent Peter Novak ("Vergessene Welt"-Dinojäger Vince Vaughn) Catherines Hilfe erbittet, sich in das extrem verrückte Bewusstsein des komatösen Serienmörders Carl Stargher (Vincent D'Onofrio spitze als Psychopath) zu begeben, ist sie zunächst zögerlich. Doch es gilt den Standort von Starghers gläserner Folterzelle, die wie ein voll automatisiertes Mordaquarium funktioniert, in Erfahrung zu bringen, da seinem letzten Opfer nur noch ein paar Stunden vor dessen sicheren Tod durch Ertrinken verbleiben. Catherine taucht in Carls extrem verzerrte Gedankenwelt ein, in der sie ihn als misshandelten Jungen kennenlernt und in Folge auf seine zunehmend dämonischeren Inkarnationen trifft. Seine Opfer sind in seinem persönlichen Schreckenskabinett als mechanisierte Sexpuppen aufgereiht, und Carl macht Anstalten, Catherine ebenfalls an den (Fetisch-)Kragen zu gehen.

Die reelle Gefahr besteht in erster Linie für die sporadisch eingeblendete Zelleninsassin, doch auch Catherine könnte verletzt werden, sobald sie beginnt, die Grenzen zwischen Realität und Bewusstsein verschwimmen zu lassen. Lopez besticht vor allem mit optischen Reizen, während der Rest der formidablen Besetzung Farbtupfer und Charakter beisteuert. Das innovative Produktionsdesign und die exaltierten Kostüme tragen zur Illusion einer hypnotisch-halluzinatorischen Vision bei, die einem kranken Fiebertraum entsprungen zu sein scheint und in ihrer surrealen Schönheit gleichzeitig fasziniert und abstößt. Obszöne Gewalttätigkeiten, Sextabus wie Nekrophilie und Hardcore-S&M, Folterrituale mit sadistischen Apparaturen, Fetischismus und ausgeklügelter Mord bilden den bizarren Inhalt von Carls Gedankenwelt, die fragmentweise bereits in den Videos von Schockrocker Marilyn Manson und NIN angedeutet wird und augenfällig auf die bizarren Bildwelten des Fotografen Joel Peter Witkin zurückzuführen ist. Ein ausgefallener Augentrip, der nicht nur einem weniger abgebrühten Publikum unweigerlich eine Gänsehaut machen wird. ara.

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Info

Plakat des Films: The Cell
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 23.11.2000

USA 2000

Länge: 1 h 47 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Cell

Regie: Tarsem Singh

Drehbuch: Mark Protosevich

Musik: Howard Shore

Produktion: Julio Caro, Eric McLeod, Mark Protosevich

Kostüme: Eiko Ishioka, April Napier

Kamera: Paul Laufer

Effekte: Clay Pinney, Kevin Tod Haug

Schnitt: Paul Rubell, Robert Duffy

Ausstattung: Tom Foden, Michael Manson