Wenn ein Drogenfahnder nach einer Routineoperation stirbt, wird daraus ein Kriminalfall...

Kinostart: nicht bekannt

Robert Atzorn

Robert Atzorn
als Jan Casstorff

Tilo Prückner

Tilo Prückner
als Eduard Holicek

Fjodor Olev
als Daniel Casstorff

Ingrid Bothmer
als Charlotte Casstorff

Julia Schmidt
als Jenny Graf

Jürgen Schornagel
als Bruno Kern

Nina Petri
als Judith Vorbeck

Dana Vávrová
als Monika Kissler

Michael Schenk
als Alexander Brandt

Pjotr Olev
als Michael Szevrinov

Stephanie Schadeweg
als Helena Burgauer

Jens Atzorn
als Mohammed Karsis

Herbert Tennigkeit
als Dr. Gerhard Martens

Harald Weiler

Kritik

Eigentlich war es ein Routine-Eingriff an der Prostata, doch der Patient stirbt. Traurig, gewiss; aber so was kommt nun mal vor. Einer gibt trotzdem keine Ruhe: Der Tote arbeitete beim Hamburger Rauschgiftdezernat, und sein Partner ist überzeugt: Das war Mord. Die beiden standen kurz vor der Entlarvung der berüchtigten "H-Connection", die Heroin aus Afghanistan über Russland nach Hamburg schmuggelt. Tatsächlich ergibt die Autopsie die tödliche Menge eines Beruhigungsmittels. Der Russe, den der besessene Beamte (Michael Schenk) hasserfüllt verhaften lässt, entpuppt sich allerdings als V-Mann des Bundesnachrichtendienstes. Dafür stolpert Kommissar Casstorff über etwas ganz anderes: Der tote Kollege lebte offenbar auf großem Fuße; seine hübsche Frau (Dana Vávrová) erklärt den Reichtum zwar mit der Großzügigkeit einer Erbtante in der Schweiz, doch bei den Recherchen findet sich keine Tante.

Nach durchaus respektablen Auftaktfällen ist Jan Castorff in der "Tatort"-Realität angekommen: Da die Geschichten viel stärker als etwa die Bücher für die Teams aus Köln oder München auf Robert Atzorn zugeschnitten sind, muss er die Handlung weitgehend alleine tragen. Wo also die Kölner Behrendt und Bär etwaige Durchhänger mit gegenseitigen Frotzeleien auffangen können, ist Atzorn auf sich selbst gestellt. Die Entscheidung des NDR, den "Tatort" voll und ganz in die Obhut von Thomas Bohn (Buch und Regie) zu geben, könnte sich als Nachteil erweisen; schon Bohns "Tatort"-Beiträge aus Ludwigshafen blieben irgendwann die Spannung schuldig und verstiegen sich sogar in schräge Science-Fiction-Märchen.

Bei "Undercover" macht es zwar Spaß, den Schauspielern bei der Arbeit zuzuschauen, doch rechte Krimi-Spannung will nicht aufkommen. Reichlich konstruiert wirkt zudem Bohns Einfall, Casstorffs Sohn Daniel (Fjodor Olev) an Jans Vaterschaft zweifeln und einen Gentest in Auftrag geben zu lassen. Immerhin führt dies dazu, dass der Krimi zum Schluss gleich zwei verblüffende Auflösungen zu präsentieren hat. tpg.

Wertung Questions?

FilmRanking: 15005 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Tatort: Undercover

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2002

Genre: Thriller

Originaltitel: Tatort: Undercover

Regie: Thomas Bohn

Drehbuch: Thomas Bohn

Produktion: Kerstin Ramcke, Richard Schöps

Kostüme: Rautgundis Beutel

Kamera: Simon Schmejkal

Schnitt: Inge Bohmann

Ausstattung: Hans Zillmann