Mord in einer Münchner Disco: die letzte Ecstasy-Tablette war wohl schlecht...deshalb müssen Batic und Leitmayr die Club-Szene ein bisschen aufmischen und die Türsteher ärgern.

Kinostart: nicht bekannt

Miroslav Nemec

Miroslav Nemec
als KHK Ivo Batic

Udo Wachtveitl

Udo Wachtveitl
als KHK Franz Leitmayr

Michael Fitz

Michael Fitz
als Carlo Menzinger

Denise Zich
als Tina Lehmann

Wanja Mues
als Frank Fischer

BelaB.
als DJ Lupo alias Olaf Leber

Daniela Ziegler
als Frau Dr. Lehmann

Jockel Tschiersch
als Felix Schelski

Mona Juric
als Jenny Hellwig

Thomas Munkas Meinhardt
als Bernd Weinhold

Wolfgang Fierek
als "Cowboy" Joe

Rudolf Waldemar Brem
als Herr Ziegler

Hubert Mulzer
als Prof. Weber

David Scheller
als Axel

Elyas M'Barek

Kathrin Freundner
als Karin Leber

Felicitas Freundner
als Lotte Leber

Max Haupt
als Jim

Bettina Koziol
als Carmen

Markus H. Eberhard
als Polizeiarzt

Kritik zu Tatort: Totentanz

Gerade noch tanzte sie für den DJ ("Ärzte"-Sänger Bela B. Felsenheimer) verzückt zu den hämmernden Techno-Beats, kurz darauf windet sie sich unter schrecklichen Schmerzen: Tod auf der Tanzfläche. Die Obduktion ergibt eine Zyankali-Vergiftung. Selbstmord dürfte damit ausscheiden, denn solch ein qualvolles Ende wird sich niemand freiwillig selbst zufügen. Außerdem galt Jenny (Mona Juric) als lebensfrohe junge Frau. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Münchener Kommissare Batic (Miro Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) auf einen Kulturkampf der etwas anderen Art: Die Chefs der beiden angesagtesten Clubs der Stadt konkurrieren um ein neues Kulturzentrum. Sollte der eine dem anderen mit Zyankali versetzte Ecstasy-Pillen untergejubelt haben, um den Club in Misskredit zu bringen? Andererseits: Gift, lehren die Kriminalstatistiken, ist die bevorzugte Mordwaffe einer Frau. Und als angehende Ärztin hat Jennys beste Freundin (Denise Zich) Zugang zu Zyankali. Aber hat sie auch ein Motiv?

Mit 280 "beats per minute" legt der neue "Tatort" aus München ein ziemliches Tempo vor; zumindest akustisch. Getreu der Maxime, die Kommissare immer wieder in neue Milieus zu schicken, geht es in "Totentanz" in die Glitzerwelt der Technoszene. Zum entspannenden Ausgleich lassen es die Ermittler, wie stets unterstützt durch Assistent Carlo (Michael Fitz mit radikal neuer Frisur), etwas ruhiger angehen. Müssen sie auch, denn ihre Recherche in der Kunstszene konfrontiert sie nicht nur mit diversen skurrilen Gestalten, sondern auch mit einem Abgrund aus Habgier, Neid und Eifersucht.

Obschon wie gewohnt auch ein Krimi in bewährter Qualität, ist diese "Tatort"-Folge immer dann am schönsten, wenn Batic und Leitmayr miteinander granteln und sich etwa darüber auslassen, in welcher Reihenfolge sie zum Einsatz gerufen werden. Das liegt sicherlich auch am mutwillig komplizierten Drehbuch von Klaus Bädekerl, der es mitunter mit den Ablenkungsmanövern etwas übertreibt; im Grunde genommen erzählt "Totentanz" die Geschichte gescheiterter Jugendträume. Hübsche Gastrollen haben Jockel Tschiersch (als schräger Clubbesitzer) und Wolfgang Fierek (als schräger Trödelhändler), die Inszenierung besorgte Thomas Freundner. Der Hintergrund des "Tatorts" ist übrigens authentisch: Der Film wurde zu großen Teilen im Kunstpark Ost gedreht, Münchens größter Partyzone, die in absehbarer Zeit einem modernen Gewerbegebiet weichen wird. tpg.

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Info

Plakat des Films: Tatort: Totentanz

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2002

Genre: Thriller

Originaltitel: Tatort: Totentanz

Regie: Thomas Freundner

Drehbuch: Klaus Bädekerl

Musik: Joachim J. Gerndt

Produktion: Veith Fürstenberg

Kostüme: Greta Zeppel

Kamera: Benjamin Dernbecher

Schnitt: Ulla Möllinger

Ausstattung: Dieter Bächle