Kinostart: nicht bekannt

Simone Thomalla

Simone Thomalla
als Hauptkommissarin Eva Saalfeld

Martin Wuttke

Martin Wuttke
als Hauptkommissar Andreas Keppler

Jule Böwe

Jule Böwe
als Moni Fischer

Martin Brambach
als Uwe Fischer

Corinna Harfouch
als Sabine Korsack

Christian Maria Goebel
als J

Carla Sewczyk
als Nele Fischer

Susanne Bormann
als Mandy Wachowiak

Philipp Gerstner
als Tobias Fischer

Peter Kurth
als Siggi Mertens

Ramona Kunze-Libnow
als Heidi Kiefer

Oliver Bootz
als Dr. Pierre Holsten

Maxim Mehmet
als Kriminaltechniker Wolfgang Menzel

Kai Schumann
als Rechtsmediziner Dr. Reichau

Swetlana Schönfeld
als Inge Saalfeld

Dieter Jaßlauk
als Schmitz

Mariangela Scelsi
als Alessia

Peter Rauch

Kritik

Dieser Krimi aus Leipzig bietet ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie man die obligate Mördersuche mit jenem ebenfalls unvermeidlichen Anliegen geschickt kombinieren kann, für das die Sonntagsfilme seit Jahren stehen.

Vordergründig suchen Eva Saalfeld und Andreas Keppler (Simone Thomalla und Martin Wuttke) nach einem Mörder: Der Personalchef der städtischen Verkehrsbetriebe ist tot im Kofferraum eines Autos gefunden worden. Das Auto gehört einem Handwerker. Der hat es als gestohlen gemeldet und weiß ansonsten glaubwürdig zu versichern, dass er mit dem Fall nichts zu tun hat. Da dieser Uwe Fischer von Martin Brambach gespielt wird, ahnt man natürlich, dass er sehr wohl in der Sache drinsteckt; aber nicht, wie tief, und daraus bezieht der Film einen großen Teil seiner Spannung. Außerdem gibt es eine weitere prominente Mitwirkende. Corinna Harfouch spielt die überzeugend erschütterte Witwe, die allerdings ebenfalls ein erstklassiges Motiv hätte: Der Gatte hatte ein Verhältnis mit seiner Mitarbeiterin Mandy (Susanne Bormann) und wollte seine Frau angeblich verlassen. Die wiederum weist das zwar weit von sich, weil ihr Mann schon immer Affären gehabt habe, aber diesmal lagen die Dinge anders: Mandy ist schwanger.

Der Krimi steht also eindeutig im Vordergrund. Trotzdem ist die zweite Ebene von Anfang an präsent. Allerdings wird erst nach und nach klar, welche Rolle sie für den Fall spielt: Uwe Fischers Frau Moni (Jule Böwe), auch sie arbeitet für die Stadt Leipzig, ist alkoholkrank. Sie ist deshalb bereits mehrfach abgemahnt worden. Der Sohn, obschon nicht mal volljährig, ist offenbar ebenfalls Alkoholiker. Seine Rolle in der Geschichte bleibt lange unklar: Er ringt mit starker Alkoholvergiftung auf der Intensivstation um sein Leben. Geschickt zieht die Schweizer Regisseurin Judith Kennel, die bislang alle Folgen der ZDF-Krimireihe "Unter anderen Umständen" inszeniert hat, die zweite Ebene nach und nach in den Vordergrund. Beiläufig findet der Film so sein hintergründiges Thema, die Ko-Abhängigkeit. Das sparsame und deshalb um so berührendere Spiel von Martin Brambach als hilflosem und längst zerbrochenem Ehemann und natürlich Jule Böwes Verkörperung der Alkoholikerin sorgen für Szenen von bedrückender Glaubwürdigkeit. Den intensivsten Moment hebt sich der Film für das Ende auf, als die Eltern, beide betrunken, der kleinen Tochter versichern, ab morgen werde alles gut. Und während es allzu oft konstruiert wirkt, wenn die Kommissare als Reflektionsebene für das Thema des Falls herhalten müssen, gelingt auch dies hier vorbildlich: weil Keppler als trockener Alkoholiker sofort erkennt, wie ausweglos Uwe Fischers Lage ist. tpg.

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Info

Plakat des Films: Tatort: Schön ist anders

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2010

Genre: Thriller

Originaltitel: Tatort: Schön ist anders

Regie: Judith Kennel

Drehbuch: Katrin Bühlig

Musik: Florian Tessloff

Produktion: Jan Kruse

Kostüme: Aenne Plaumann

Kamera: Nathalie Wiedemann

Schnitt: Oliver Gieth

Ausstattung: Matthias Baumgärtel