In diesem Fall aus Münster bewegen die Ermittler sich im Milieu der Studentenverbindungen, für Thiel böhmische Dörfer, Boerne aber ist ganz in seinem Element...

Kinostart: nicht bekannt

Axel Prahl

Axel Prahl
als Frank Thiel

Jan Josef Liefers

Jan Josef Liefers
als Prof. Karl-Friedrich Boerne

Friederike Kempter

Friederike Kempter
als Nadeshda Krusenstern

ChrisTine Urspruch
als Silke "Alberich" Haller

Mechthild Großmann
als Wilhelmine Klemm

Claus-Dieter Clausnitzer
als Herbert Thiel

Michael Degen
als Prof. Walter Stielicke

Godehard Giese
als Karsten Stielicke

Victoria Mayer
als Clara Stielicke

Aljoscha Stadelmann
als Gregor Baltus

Tatja Seibt
als Friede Timme

Thomas Clemens
als Dr. Leon Strobel

Kritik

Der Schmiss ist etwas aus der Mode gekommen. Anders als die Generationen der Vorväter legt der akademische Nachwuchs Wert auf eine makellose Erscheinung. Aber es gibt sie noch, die schlagenden Verbindungen: studentische Gruppierungen, die nicht nur dem Suff, sondern auch dem Duell frönen.

Für Außenstehende ist diese Welt ebenso fremdartig wie eine skurrile Sekte. Deshalb sind die Vorurteile, mit denen sich Thiel (Axel Prahl), der brummelige "Tatort"-Kommissar aus Münster, unter die Mitglieder der "Pomerania-Guestphalia" mischt, durchaus angebracht: Gemeinsam mit dem etwas engstirnigen Ermittler entdeckt man staunend eine neue Welt. Dass es überhaupt dazu kommt, verdankt Thiel einem Skelett im Wald und dem blasierten Boerne (Jan Josef Liefers): Während der Kommissar als Figur stets etwas berechenbar ist, darf der Pathologe immer wieder neue Facetten aus dem Hut zaubern. Diesmal enttarnt Autor Johannes W. Betz den Professor als zweikampferprobten Haudegen: Boerne gehörte nicht nur zur Pomerania-Guestphalia, sondern auch dem Hanauer Kreis an, einer Gruppierung, die es besonders wild trieb. Weil der Tote offenbar mit einer Duellpistole erschossen wurde, mischt sich Boerne unter die alten Kameraden und versucht, die Mauer des Schweigens gewissermaßen von innen zu knacken. Gerade sein alter Mentor Stielicke (Michael Degen), der Vater des Toten, erweist sich als besonders harte Nuss.

Naturgemäß macht die Faszination der Verbindung einen Großteil des Reizes dieses Münster-Krimis aus. Fürs Comedy-Element ist hingegen wieder mal Thiel senior (Claus D. Clausnitzer) zuständig: Immer wieder muss der Kommissar seine Ermittlungen abbrechen, weil sein Vater mit Herzproblemen ins Krankenhaus eingeliefert worden ist, aber dort die Joints nicht lassen kann. Geschickt verknüpft Betz auch diese Ebene mit dem Fall: Stielicke, dessen Beziehungen selbst bis in die Staatsanwaltschaft reichen, leitet die Kardiologie und macht aus der Herzens- eine Chefsache. tpg.

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Info

Plakat des Films: Tatort: Satisfaktion

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2007

Genre: Thriller

Originaltitel: Tatort: Satisfaktion

Regie: Manuel Flurin Hendry

Drehbuch: Johannes W. Betz

Musik: Fabian Römer

Produktion: Iris Kiefer, Katrin Kuhn

Kamera: Egon Werdin