Um den Mord an einem ehemaligen Bankangestellten zu klären, muss Lena Odenthal herausfinden, welche Rolle er bei einem lange zurückliegenden Bankraub gespielt hat.

Kinostart: nicht bekannt

Ulrike Folkerts

Ulrike Folkerts
als Lena Odenthal

Andreas Hoppe

Andreas Hoppe
als Mario Kopper

Tim Wilde
als Thomas Reuter

Marie-Lou Sellem
als Petra Reuter

Alexander Held
als Jochen Galowski

Christoph Bach
als Udo Brenner

Nina Siewert
als Sonja Reuter

Hans-Uwe Bauer
als Olaf Kl

Peter Espeloer
als Peter Becker

Annalena Schmidt
als Frau Keller

Achim Buch

Daniel Stock
als Chris Wolf

Wolfgang Hepp
als Kriminaldirektor Wolf

Die Handlung von Tatort: Revanche

Ein Rentner wird tot in seiner Wohnung gefunden. Der Verdacht fällt auf den rauschgiftsüchtigen Sohn Udo. Aber dann stoßen Lena Odenthal und Mario Kopper auf ein Ereignis, das mehrere Jahre zurückliegt: Brenner, damals noch Bankangestellter, wurde verdächtigt, in einen Bankraub verwickelt zu sein. Die zwei Täter konnten gefasst werden, gaben ihren anonymen Auftraggeber aber nie preis, das Geld blieb verschwunden; just am Morgen des Mordes ist einer der beiden entlassen worden.

Kritik zu Tatort: Revanche

Eigentlich überraschend, wie selten die Autoren und Regisseure der "Tatort"-Krimis aus Ludwigshafen die physische Präsenz von Ulrike Folkerts nutzen.

Eine Verfolgungsjagd mit Klara Blum (Eva Mattes), eine Schießerei gar? Kaum vorstellbar. Lena Odenthal aber strotzt nur so von Energie, und diesmal kann sie das endlich ausleben: Stefan Rogall, gerade erst für sein Drehbuch zu dem "Polizeiruf 110: Kleine Frau" mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet, hat für "Tatort"-Verhältnisse fast schon einen Action-Film geschrieben. Höhepunkt in dieser Hinsicht ist eine Ballerei, bei der die Rohre glühen; die Szene wirkt, als habe sich Regisseur Johannes Grieser einen Kindheitstraum erfüllt.

Dabei sieht die Handlung zunächst gar nicht nach Action aus: Ein Rentner wird samt Hund tot in seiner Wohnung gefunden. Der Verdacht fällt sofort auf seinen Sohn Udo (Christoph Bach), der mit seinem Vater dauernd Krach hatte und den Hund sowieso nicht leiden konnte. Udo ist rauschgiftsüchtig und hat erheblichen Ärger mit Geldeintreibern. Aber dann stoßen Odenthal und Mario Kopper (Andreas Hoppe) auf ein Ereignis, das mehrere Jahre zurückliegt: Brenner, damals noch Bankangestellter, wurde verdächtigt, in einen Bankraub verwickelt zu sein. Die zwei Täter konnten gefasst werden, gaben ihren anonymen Auftraggeber aber nie preis, das Geld blieb verschwunden; und just am Morgen des Mordes ist einer der beiden (Tim Wilde) entlassen worden. Klarer Fall? Nicht ganz: Der Mann hat ein unumstößliches Alibi. Im weiteren Verlauf rückt der Ex-Sträfling immer mehr in den Vordergrund: Gemeinsam mit seiner Frau (Marie-Lou Sellem) und der gemeinsamen Tochter will er ein neues Leben anfangen. Ausgerechnet sein Stiefbruder (Alexander Held) aber funkt ihm dazwischen.

Die Besetzung des sanftmütigen Ex-Sträflings mit dem kantigen Tim Wilde ist nicht minder reizvoll als die Action-Einlagen. Und auch Kollege Kopper bekommt seine Momente: Rogall hatte die Idee, dem Duo einen Praktikanten (Daniel Stock) zur Seite zu stellen. Er ist der Neffe vom Chef und ungemein eifrig, aber natürlich auch dauernd im Weg, was immer wieder Koppers knurrige Kommentare provoziert; dass der junge Mann Lena geradezu anhimmelt, macht ihn in Koppers Augen kein bisschen sympathischer.

Comedy, Action und Melodram, vom Krimi ganz zu schweigen: ganz schön viel, was der Film mit Erfolg unter einen Hut bekommt. Und dann gelingt es Rogall und Grieser auch noch, die Identität des Mörders tatsächlich lange offen zu halten, ohne den Täter am Schluss aus dem Hut ziehen zu müssen. tpg.

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Info

Plakat des Films: Tatort: Revanche

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2005

Genre: Thriller

Originaltitel: Tatort: Revanche

Regie: Johannes Grieser

Drehbuch: Stefan Rogall

Produktion: André Zoch

Kostüme: Stephanie Kühne

Kamera: Jürgen Carle

Schnitt: Susanne Heller

Ausstattung: Peter Bausch