Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) ermitteln in einem Mordfall, der mit einem Bauskandal vor dem Hintergrund von Stuttgart 21 zusammenhängt.

Kinostart: nicht bekannt

Richy Müller

Richy Müller
als Thorsten Lannert

Felix Klare

Felix Klare
als Sebastian Bootz

Thomas Thieme

Thomas Thieme
als Busso von Mayer

Robert Schupp
als Dr. J

Katja Bürkle
als Petra Keller

Gabriela Lindlova
als Mira

Stephane Lalloz
als Franc Lefevre

Carolina Vera
als Emilia

Mimi Fiedler
als Nika Banovic

Jürgen Hartmann
als Dr. Vogt

Ulrich Gebauer
als Robert Heinerle

Thomas Balou Martin
als G

Christian Heller
als Innenminister

Thomas Sinclair Spencer
als Ian Henderson

Ralf Dittrich
als Anwalt Klopp

Markus Ertelt
als Personensch

Kritik zu Tatort: Der Inder

Niki Stein stellt die schwäbische Metropole in seinem faszinierend konstruierten Film über Stuttgart 21 als Sumpf aus Filz und Korruption dar.

Mit diesem Film beweist der SWR großen Mut; so unverblümt setzen sich sonst nur die ZDF-Reihe "Unter Verdacht" und gelegentlich der "Tatort" des Bayerischen Rundfunks mit unheiligen Allianzen aus Politik und Wirtschaft auseinander. Dennoch ist der Film in erster Linie ein Krimi: Nach der Ermordung eines früheren Staatssekretärs durch einen Profikiller gerät sogar der ehemalige Ministerpräsident ins Visier der Ermittler. Mindestens so reizvoll wie der Stoff ist Niki Steins komplexe Erzählstruktur. Als wäre die Geschichte nicht ohnehin schon kompliziert genug, hüpft der Film fortwährend zwischen verschiedenen zeitlichen Ebenen hin und her, um auf diese Weise Stückchen für Stückchen das gesamte Bild entstehen zu lassen. Vordergründig geht es für die beiden Kommissare Lannert und Bootz (Richy Müller, Felix Klare) natürlich darum herauszufinden, wer den Tod des Politikers in Auftrag gegeben hat; aber von nicht minder großer Bedeutung ist die Arbeit eines Untersuchungsausschusses, der versucht, den Sumpf aus Filz und Korruption, den die abgewählte Landesregierung hinterlassen hat, trockenzulegen. Kein Wunder, dass die Geschichte fast zu groß für die vergleichsweise bescheidenen Mittel eines Sonntagskrimis ist. Deshalb wartet der Film auch nicht mit wuchtigen Bildern auf, selbst wenn die narrative Struktur zur Folge hat, dass die Schauplätze ständig wechseln. Es gibt zwar durchaus Szenen, für die vermutlich ein gewisser logistischer Aufwand nötig war, aber neben dem Sujet liegt der Reiz des Krimis vor allem in der Dramaturgie. Ähnlich durchdacht ist die Bildgestaltung. Die Musik von Steins Stammkomponist Jacki Engelken ist stilistisch ebenso vielfältig und trägt ihren Teil dazu bei, die Ebenen kunstvoll miteinander zu verknüpfen. tpg.

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Info

Plakat des Films: Tatort: Der Inder

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2015

Genre: Thriller

Originaltitel: Tatort: Der Inder

Regie: Niki Stein

Drehbuch: Niki Stein

Musik: Jacki Engelken

Produktion: Nils Reinhardt, Sabine Tettenborn

Kostüme: Bettina Helmi

Kamera: Stefan Sommer

Schnitt: Barbara Brückner

Ausstattung: Joachim Schäfer