Zwei befreundete Männer, die gleichzeitig an verschiedenen Orten eines unnatürlichen Todes sterben, lenken Kommissar Palus Verdacht auf die Ehefrau eines der Opfer.

Kinostart: nicht bekannt

Jochen Senf
als Max Palu

Gregor Weber

Gregor Weber
als Stephan

Ulrike Kriener

Ulrike Kriener
als Amelie Kurz

Rufus Beck
als Udo Retzlaff

Arnd Klawitter
als Christian Keitel

Udo Schenk
als Eduard Dichgans

Eva Kryll
als Eliane Faber

Alexandra Wilcke
als Kathrin Lehmann

Hannes Hellmann
als Cornelius Faber

Kritik zu Tatort: Alibi für Amelie

Saarbrücken ist eine friedliche Stadt; dort wird höchstens zweimal im Jahr gemordet. Öfter jedenfalls schwingt sich der mittlerweile doch recht beleibte Max Palu nicht auf sein Rad. Und weil er so selten ermitteln darf, sterben sie im neuen "Tatort" wie die Fliegen. Als erstes erwischt es einen Künstler beim Urlaub auf Korsika, was allerdings allem Anschein nach bloß ein Unfall ist. Dann wird der Erfinder eines hitzebeständigen Materials erschossen und schließlich sein Mitarbeiter überfahren. Palu ist ratlos: Es gibt zwar eine Menge Verdächtige, doch entweder werden sie anschließend selbst ermordet, oder sie haben ein hieb- und stichfestes Alibi. Pikanterweise halten alle erst mal mit ihrem Zeugen für die Tatzeit hinterm Berg, weil in dieser Geschichte von Felix Huby jeder seine gefährliche Liebschaft hat; und manche sogar zwei.

Die hochkarätigen Verdächtigen werden ebenso wie die Mordopfer von viel Prominenz verkörpert. Dieter Laser spielt den zwar genialen, aber äußerst unsympathischen High-Tech-Tüftler Kurz, der sich mit seiner Erfindung in die USA absetzen und seinen Kompagnon Dichgans (Udo Schenk) im Stich lassen will. Kein Wunder, dass der Partner davon nicht besonders begeistert ist. Doch auch Mitarbeiter Retzlaff (Rufus Beck) hat Grund zum Zorn: Er ging fest davon aus, dass Kurz ihn mitnehmen würde, aber der Chef lässt ihn kalt lächelnd abblitzen. Kurz' Witwe Amelie (Ulrike Kriener) erbt nun ein hübsches Sümmchen und hat außerdem ein Verhältnis mit einem weiteren Assistenten (Arnd Klawitter) ihres Mannes. Darüberhinaus pflegt sie eine überaus enge Beziehung zur Witwe von Künstler Faber (Eva Kryll), die wiederum eine stolze Lebensversicherung kassiert.

Wie stets hüpft Huby, der ja auch die "Tatorte" aus Stuttgart schreibt, fröhlich zwischen den verschiedenen Erzählebenen hin und her: Eigentlich will sich Palu (Jochen Senf) in Ruhe auf einen Kochwettbewerb vorbereiten. Kein Wunder, dass ihm bei so viel kochender Leidenschaft die Ermittlungen eher lästig sind. Immerhin findet der Kommissar in Hans-Christoph Blumenberg, Stammregisseur der Krimis aus Saarbrücken, einen Bruder in Geiste: Blumenberg inszeniert etwa im gleichen Tempo, in dem das kommissarische Schwergewicht radelnd durch Saarbrücken keucht. tpg.

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Info

Plakat des Films: Tatort: Alibi für Amelie

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2002

Genre: Thriller

Originaltitel: Tatort: Alibi für Amelie

Regie: Hans-Christoph Blumenberg

Drehbuch: Felix Huby