"Curtis" wird von Alpträumen über einen nahenden Tornado geplagt. Er baut einen Bunker während seine Frau anfängt, an seiner geistigen Gesundheit zu zweifeln. Hochemotionales Meisterwerk von Jeff Nichols.

Kinostart: 22.03.2012

Michael Shannon

Michael Shannon
als Curtis LaForche

Jessica Chastain

Jessica Chastain
als Samantha LaForche

Shea Whigham
als Dewart

Tova Stewart
als Hannah LaForche

Katy Mixon
als Nat

Kathy Baker
als Sarah

Ray McKinnon
als Kyle

Lisa Gay Hamilton
als Kendra

Robert Longstreet
als Jim

Natasha Randall
als Cammie

Ron Kennard
als Russel

Scott Knisley
als Lewis

Handlung

Curtis LaForche lebt mit seiner Frau und ihrer sechsjährigen, tauben Tochter ein bescheidenes Leben in einer Kleinstadt in Ohio. Das Geld der jungen Familie ist ewig knapp, dennoch kommt man stets irgendwie über die Runden. Doch dann wird Curtis immer häufiger von schrecklichen Albträumen über einen apokalyptischen Sturm heimgesucht. Er entschließt sich, in seinem Garten einen Bunker zu bauen - ein Umstand, der nicht nur Samantha beunruhigt und verwirrt. Vielleicht ist Curtis ja auch krank - denn in seiner Familie gibt es eine Geschichte von Schizophrenie.

Curtis LaForche lebt mit seiner Frau und ihrer tauben Tochter ein bescheidenes Leben in einer Kleinstadt in Ohio. Das Geld der jungen Familie ist ewig knapp, dennoch kommt man stets irgendwie über die Runden. Doch dann wird Curtis von Albträumen über einen apokalyptischen Sturm heimgesucht. Er entschließt sich, in seinem Garten einen Bunker zu bauen - ein Umstand, der nicht nur Samantha beunruhigt und verwirrt. Vielleicht ist Curtis ja auch krank - denn in seiner Familie gibt es eine Geschichte von Schizophrenie.

Ein Mann befürchtet, von apokalyptischen Träumen in den Wahnsinn getrieben zu werden, und baut im Garten einen Bunker für seine Familie. Exzellentes psychologisches Drama über einen gewöhnlichen Ehemann und Vater, der von Alpträumen über einen apokalyptischen Sturm verfolgt wird.

Kritik

Packendes, differenziert gespieltes Psychodrama um einen Mann, der von Apokalypse-Albträumen heimgesucht wird und daraufhin beginnt, einen Bunker zu bauen.

Verrückter oder Prophet? Michael Shannon, der in "Superman: Man of Steel" den Bösewicht geben wird, kooperiert bei "Take Shelter" wieder mit "Shotgun Stories"-Regisseur Jeff Nichols und spielt einen Familienvater, der plötzlich von schrecklichen Visionen einer drohende Apokalypse heimgesucht wird. Von Angst getrieben, beginnt er im Garten einen Bunker zu bauen. In Sundance wurde der Film gefeiert, in Cannes mit dem Großen Preis und auch fürs beste Drehbuch in der Sektion "Semaine de la Critique" ausgezeichnet.

Curtis LaForche (Shannon) ist ein Malocher, der alle Hände voll zu tun hat, seine kleine Familie über die Runden zu bringen. Im ruralen Ohio schuftet er in einem Kieswerk, Ehefrau Samantha (Jessica Chastain) verkauft gelegentlich selbst genähte Kleider. Das Geld ist knapp, zumal die medizinische Versorgung und schulische Ausbildung der tauben Tochter (Tova Stewart) teuer sind. Zu allem Überfluss beginnt Curtis auch noch von einem alles vernichtenden Sturm zu träumen. Ein verheerendes Desaster droht - aber vielleicht bildet er sich das alles ja nur ein, gibt es in seiner Familie doch einen Geschichte von Schizophrenie.

Was auf den ersten Blick wie ein typisches Horrorfilmszenario aussieht, nutzt Nichols, der auch das Drehbuch verfasste, als Allusion auf die Zustände in den heutigen USA: Finanzkrise, Klimakatastrophe, Konkurrenz durch illegal eingewanderte Billigarbeitskräfte, Versicherungsdebatte (Curtis' Tochter soll sich einer teuren Operation unterziehen)... der drohende Tornado hat Stellvertretercharakter, kommt er, ist es vorbei mit "God's Own Country". Aber ohne Kampf gibt ein aufrechter Amerikaner nicht auf - hilf dir selbst, so hilft dir Gott: Also packt Curtis zu - auch wenn alle anderen ihn für verrückt erklären.

Thriller, Mystery, Psychodrama, Elemente all dieser Genres finden sich hier, einer klaren Zuordnung entzieht sich das Werk. Das (schockierende) Ende vorauszusehen ist für den Zuschauer ebenso unmöglich, wie LaForche seinem Schicksal zu entrinnen. Immer wieder blickt er gebannt gen Himmel, dramatisch ziehen sich die (CG-)Wolken zusammen, während David Wingos düsterer Score an den Nerven zerrt. Mittendrin brilliert ein überaus zurückhaltend agierender Michael Shannon ("Boardwalk Empire"), Spezialist für getriebene Charaktere, als zweite Naturgewalt, während Chastain wie schon in "Tree of Life" als fürsorgliche Mutter besticht. Bleibt Adam Stones funktionale Kameraarbeit zu loben, die Shannon hautnah begleitet und den Film mit einem dokumentarischen Look versieht.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 22.03.2012

USA 2011

Länge: 2 h 5 min

Genre: Drama

Originaltitel: Take Shelter

Regie: Jeff Nichols

Drehbuch: Jeff Nichols

Musik: David Wingo

Produktion: Tylor Davidson, Sophia Lin

Kostüme: Karen Malecki

Kamera: Adam Stone

Schnitt: Parke Gregg

Ausstattung: Chad Keith

Website: http://www.takeshelter-film.de/

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