Erste Regiearbeit von "Vergiss mein nicht"-Autor Charlie Kaufman über einen Theaterregisseur, der sein Meisterwerk schaffen will und dafür in einer Lagerhalle eine eigene Stadt erbauen lässt, die das wahre Leben unmittelbar reflektiert.

Kinostart: nicht bekannt

Die Handlung von Synecdoche, New York

Theaterregisseur Caden Cotard wagt sich nach Erfolgen in der Provinz an den Broadway, wo er sein Meisterwerk erschaffen will - einen Spiegel seines Lebens, seiner persönlichen Innenwelt. Dafür lässt er in einer Lagerhalle eine eigene Stadt errichten, die im Verlauf der endlosen Proben immer weiter wächst und ein Eigenleben entwickelt, das wiederum unmittelbaren Einfluss auf Cotards Existenz hat. Als hätte der nicht schon genug zu tun mit seiner nach Deutschland ausgewanderten Ex-Frau, einer Tochter, die ihn verachtet, einer zweiten Ehe, die gescheitert ist, und einer Geliebten, die sich trennen will. Ein Silberstreifen am Horizont ist Schauspielerin Millicent Weems, die für das Stück und Cotard die Rettung sein könnte.

Der New Yorker Theaterregisseur Caden Cotard hat gerade erfolgreich den "Tod eines Handlungsreisenden" inszeniert und bekämpft nun eine handfesten Daseins- und Ehekrise (Frau mit Tochter nach Berlin entschwunden), in dem er sein bisher größtes Budget und alle Ambition in sein neustes und bisher ehrgeizigstes Projekt steckt. In einem gewaltigen Lagerhaus baut Cotard eine Art zweites New York nach, lässt darin zahllose Schauspieler normale Bürger verkörpern und dichtet sich selbst die Hauptrolle nach Art seines Lebens auf den Leib.

Regisseur in der Sinnkrise inszeniert unter erheblichem Aufwand das Theaterstück seines Lebens. Stargespicktes und nach Art des Hauses doppelbödiges Regiedebüt von Andy Kaufman, dem Autor von "Being John Malkovich" und "Adaptation".

Kritik zu Synecdoche, New York

Die komplexen, hinreißend komplizierten und wunderbar absurden Drehbücher zu "Being John Malkovich", "Adaptation" und "Vergiss mein nicht!" waren nur das Vorspiel. Mit seinem Regiedebüt liefert Charlie Kaufman ein kunstvoll in sich verdrehtes und stets witziges Drama über Lebensängste in allen Ausprägungen, das all seine bisherigen Arbeiten in den Schatten stellt. Dass es Kaufman trotz der überaus verwinkelten Struktur gelingt, perfekt ausgeformte Figuren zu präsentieren, deren Bedürfnisse und Nöte stets nachvollziehbar sind, ist seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten als Autor zu verdanken - und natürlich einer Darstellerriege, die mit Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Samantha Morton und und und nur die Creme de la Creme aufzuweisen hat.

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Info

Plakat des Films: Synecdoche, New York

Kinostart: nicht bekannt

USA 2008

Genre: Drama

Originaltitel: Synecdoche, New York

Regie: Charlie Kaufman

Drehbuch: Charlie Kaufman

Produktion: Anthony Bregman, Sidney Kimmel, Charlie Kaufman, Spike Jonze

Kostüme: Melissa Toth

Kamera: Frederick Elmes

Schnitt: Robert Frazen

Ausstattung: Mark Friedberg