Auf Tatsachen basierende, warmherzige Komödie über einen leidenschaftlichen Koch, der in der DDR seinen Traum vom Japan-Restaurant verwirklicht.

Kinostart: 18.10.2012

Uwe Steimle

Uwe Steimle
als Rolf Ansch

Julia Richter

Julia Richter
als Ingrid Ansch

Hilmar Eichhorn
als Erwin Ansch

Leander Wilhelm
als Robert Ansch

Deborah Kaufmann
als Elke Malaschke

Thorsten Merten
als Hans Leutner

Ina Paule Klink
als Gisela

Angelika Böttiger
als Helga

Michael Kind
als Lothar J

Ernst-Georg Schwill
als Otto G

Marleen Lohse
als Evi

Gen Seto
als Dr. Hayashi

Christian Tramitz
als Ernst Kaltenhauser

Mark Pohl
als Assistent Schmitt

Alexander Hörbe
als Hans Kremser

Axel Wandtke
als Jochen B

Christoph Zrenner
als Minister

Hans Joachim Heist
als Winfried Wolf

Yuki Iwamoto
als Matsumoto

Nils Nelleßen
als August Schwing

Barbara Ferun
als S

Thomas Koch
als Armin Palitzsch

Die Handlung von Sushi in Suhl

Anfang der 1970er Jahre hat der thüringische Koch Rolf Anschütz keine Lust mehr auf Klöße und Gulasch, und bringt nach einem Buch die tollsten japanischen Kreationen auf den Tisch. Den Einheimischen schmeckt's und bald auch japanischen Gästen, nur die spießigen DDR-Funktionäre betrachten das Treiben skeptisch, bis die Geldquelle für den Staat sprudelt und das Lokal international das Ansehen des Landes mehrt. Erst bei einer Reise ins ferne Japan merkt der Mann, wie verwurzelt er zu Hause ist.

Anfang der Siebzigerjahre hat der thüringische Koch Rolf Anschütz keine Lust mehr auf Klöße und Gulasch und bringt nach Buchvorlage die tollsten japanischen Kreationen auf den Tisch. Den Einheimischen schmeckt's und bald auch japanischen Gästen, nur die spießigen DDR-Funktionäre betrachten das Treiben skeptisch, bis die Geldquelle für den Staat sprudelt und das Lokal international das Ansehen des Landes mehrt. Erst bei einer Reise ins ferne Japan merkt Rolf, wie verwurzelt er mit zu Hause ist.

Ein leidenschaftlicher Koch verwirklicht sich in der DDR seinen Traum vom Japan-Restaurant und landet damit einen Volltreffer. Gefühlvolle Ostheimatkomödie, die eine fast unglaubliche, aber wahre Geschichte erzählt.

Kritik zu Sushi in Suhl

Warmherzige Komödie über einen leidenschaftlichen Koch, der in der DDR seinen Traum vom Japan-Restaurant verwirklicht.

So richtig klappt das beim ersten Mal nicht mit den Essstäbchen. Freunde von Rolf Anschütz können auch wenig mit Reis in Schälchen anfangen. Aber das ändert sich. Anfang der 1970er Jahre hat der Koch der HO-Gaststätte "Waffenschmied" im thüringischen Suhl keine Lust mehr, nur Klöße und Gulasch köcheln zu lassen. Inspiriert vom Buch "Die Küchen der Welt" bringt er nach und nach die tollsten japanischen Kreationen auf den Tisch, und ein Genosse aus der Pressestelle des Außenministeriums das erste Fläschchen obligatorischer Sojasauce aus dem dekadenten West-Berlin mit. Irgendwann steht sogar ein Japaner vor der Tür zum Testen. Dem "Schlitzauge", wie die Kellnerin ihn nennt, schmeckt's und bald speisen japanische Delegationen in der Provinz, machen auf niedrigen Stühlchen Kapitalismus und Sozialismus Geschäfte. Sushi statt Sättigungsbeilage, das kommt auch bei den Einheimischen an. Die Partei nutzt das Lokal zähneknirschend als Geldquelle und Aushängeschild der Völkerverständigung und akzeptiert sogar das rituelle Bad vor dem Mahl, die Plantscherei von nackten Gästen im Pool. Der japanische "Waffenschmied" steigt in Europa zum Nummer Eins-Restaurant auf, zwei Jahre muss man im Voraus buchen, mit Westmark ging's etwas schneller.

Wer glaubt, das sei ein Märchen irrt. Der Film erzählt die fast unglaubliche Geschichte des Rolf Anschütz, der sich seinen Traum verwirklichte und sogar von Kaiser Hirohito persönlich empfangen wird. Uwe Steimle spielt diesen Mann, der erst im fremden Land merkt, wie verwurzelt er zu Hause ist, angenehm unprätentiös. Und Carsten Fiebeler gelingt ohne Übertreibung eine gefühlvolle aber nie kitschige Heimat-Komödie ganz ohne Ostalgie, die sich angenehm von anderen lauten Regional-Komödien abhebt. Kein bisschen Klamauk, sondern Warmherzigkeit und Sympathie für die Protagonisten prägen diese persönliche Geschichte, gleichzeitig ein Stück unbekannter DDR-Wirklichkeit. Die Funktionäre kriegen ihr Fett ab, liebevoll dagegen ist der Blick auf die sangesfreudigen Japaner, die ihren "Koch für den Weltfrieden" mit dem Lied vom "Heideröslein" in Tokio empfangen. Komisch, kurios und einfach köstlich ist dieses thüringisch-japanische Filmmenu, angerichtet mit einer wohl dosierten Prise Witz und Humor. Die Mischung sollte dem Zuschauer munden. mk.

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Info

Kinostart: 18.10.2012

Deutschland 2012

Länge: 1 h 47 min

Genre: Drama

Originaltitel: Sushi in Suhl

Regie: Carsten Fiebeler

Drehbuch: Jens-Frederik Otto, Carsten Fiebeler

Musik: Günther Fischer, Rainer Oleak

Produktion: Margot Bolender, Carl Schmitt

Kostüme: Sonja Hesse

Kamera: Gero Steffen

Schnitt: Monika Schindler

Ausstattung: Angelica Boehm

Website: http://www.sushi-in-suhl.de