"Superman" kehrt nach 20-jähriger Absenz auf die Leinwand zurück - im größten Abenteuer seiner Karriere als Superheld.

Kinostart: 17.08.2006

Szenenbild aus Superman Returns mit Brandon RouthBrandon Routh

Brandon Routh
als Superman/ Clark Kent

Szenenbild aus Superman Returns mit Kate BosworthKate Bosworth

Kate Bosworth
als Lois Lane

Szenenbild aus Superman Returns mit James MarsdenJames Marsden

James Marsden
als Richard White

Frank Langella
als Perry White

Eva Marie Saint
als Martha Kent

Parker Posey
als Kitty Kowalski

Sam Huntington
als Jimmy Olsen

Kevin Spacey
als Lex Luthor

Kal Penn
als Stanford

Handlung

Fünf Jahre war Supermann alias Clark Kent (Newcomer Brandon Routh) auf Identitätsfindung im All unterwegs. Nun ist er wieder da und zurück im Redakteurssessel beim Daily Planet. Einiges hat sich geändert. So ist Lois Lane (Kate Bosworth) inzwischen mit einem anderen zusammen und hat mit diesem auch einen kleinen Sohn. Als Supermann ihr das Leben rettet, erwacht zwar alte Zuneigung, damit verbunden aber auch Schuldgefühle. Zum Glück sorgen alte Feinde wie Lex Luthor (Kevin Spacey) und Kitty Kowalski (Parker Posey) für Abwechslung.

Bryan Singer

Nach einigen Jahren der Abwesenheit kehrt der Mann aus Stahl zurück auf die Erde. Das erregt das Missfallen seines Erzfeindes Lex Luthor, der sofort Pläne entwirft, die zum Untergang des Mannes aus Stahl führen sollen. Der hat einstweilen als sein menschliches Alter ego Clark Kent ganz andere Probleme: Seine Liebe Lois Lane hat ihm den Rücken zugekehrt. Gibt es überhaupt noch einen Platz für Superman in einer Gesellschaft, die bereits seit langem ohne ihn auskommt?

Nach mehreren Jahren im All, wo er die Zerstörung seines Heimatplaneten Krypton verarbeiten musste, kehrt Superman auf die Erde und in seine alte Rolle des Clark Kent zurück. In der Zwischenzeit hat sich allerdings einiges geändert: Seine alte Flamme, die Über-Journalistin Lois Lane, hat nunmehr einen Verlobten, einen Sohn und einen Pulitzer-Preis gewonnen - für einen Artikel mit der Überschrift: "Warum die Welt Superman nicht braucht". Der Bösewicht Lex Luthor allerdings strebt immer noch nach der Weltherrschaft.

Kritik

Das aufwändige Fantasy-Epos unter der versierten Regie von "X-Men"-Regisseur Bryan Singer lässt den legendären Mann aus Stahl 20 Jahre nach dem letzten Eintrag in die Franchise wieder hoch im seither revolutionierten Universum der Comicadaptionen (mit)fliegen.

Dabei darf die Leinwandrückkehr eines der beliebtesten Superhelden getrost als schwierige Geburt bezeichnet werden. Nach mehrjähriger Entwicklungsphase (die Kosten dafür allein sollen sich auf 40 Mio. Dollar belaufen) mit diversen vorgesehenen Regisseuren (darunter ironischerweise Brett Rattner, der später bei der "X-Men"-Franchise für Singer einsprang), Drehbuchentwürfen und Besetzungen wurde das Monumentalprojekt mit einem Budget von 220 Mio. Dollar schließlich in Australien gedreht. Um die blaurote Uniform des verstorbenen Originaldarstellers Christopher Reeve (dem der Film gewidmet ist) adäquat auszufüllen, wurde mit Brandon Routh ein unbekanntes Gesicht verpflichtet. Er weist nicht nur den entsprechend muskulösen Körperbau und markanten Gesichtsschnitt vor, sondern verfügt auch über das schauspielerische Gewicht, die Figur mit sympathischer Schüchternheit, schwelendem Selbstzweifel sowie selbstsicherer Supermenschlichkeit auszustatten. Die Openingsequenz mit den Neontiteln und der Originaltitelmelodie (beide schon damals an "Krieg der Sterne" angelehnt) evozieren Richard Donners Original-"Superman" von 1978, an dem sich der Film im Verlauf der rund zweieinhalbstündigen Neuinterpretation immer wieder respektvoll orientiert. Das Drehbuch der "X-Men 2"-Skripter Michael Dougherty und Dan Harris knüpft mit Supermans Rückkehr aus dem All an, wo er fünf Jahre verbracht hat, um Antworten auf Fragen über seinen zerstörten Heimatplaneten Krypton zu finden. Als sein menschliches Alter Ego, der brav-naiv wirkende Reporter Clark Kent, bekommt er seinen alten Job beim Daily Planet wieder. Mit tiefer Enttäuschung muss er feststellen, dass seine große Liebe Lois Lane ("Blue Crush"-Surfergirl Kate Bosworth fehlt es ein wenig an glaubwürdiger Reife) Superman in mehrfacher Hinsicht völlig abgeschrieben hat und nun einen Verlobten und einen kleinen Sohn hat. Doch als Superman sie bei einem missglückten Shuttlelaunch (mit ähnlich realistischem Chaos wie bei "Flug 93") spektakulär vor dem Absturz rettet, regen sich ihre alten Gefühle wieder. Die anhaltenden emotionalen Komplikationen ihrer unerfüllten Liebe bilden einen der Schwerpunkte, was der Story, neben dem von Superman schwermütig empfundenen Außenseiterstatus unter den Menschen, einen leise tragischen Anstrich verleiht. Im Kontrast dazu liefern Kevin Spacey (war einst einer von Singers "üblichen Verdächtigen") als Erzfeind Lex Luthor und Parker Posey als dessen schrille Komplizin Kitty Kowalski die schmunzelnd humorvolle Komponente. Insgesamt verzichtet Singer jedoch auf die üblichen publikumsgefälligen ironischen Oneliner und albernen Slapstickeinlagen. Sein Ton ist in klassischer Manier aufrichtig-mitfühlend und mit einer Menge unverkennbarer religiöser Messias-Symbolik (inklusive Kreuzigungspose) versehen. Dazu passend klingt der verhalten atmosphärische Score von John Ottman an, der wie Kameramann Newton Thomas Sigel zu Singers angestammtem Team gehört. Sigels glasklare Bilder in Kombination mit rund 1400 VFX-Aufnahmen erzeugen einen oftmals berauschend schönen Look. Seien es Supermanns Flüge im All und durch sonnenüberflutete Himmel, eine von Luthor "gesäte" Kristallinsel oder eine Erinnerung Supermans an seine unbändig freudvollen ersten Flugversuche, die Schauwerte dieses ambitionierten Superhelden-Spektakels mit dezent nostalgischem Retroflair begeistern. Ein leise angeschnittener Plottwist garantiert zudem ausreichend Stoff für das Sequel, das so sicher kommen wird wie Kryptonit dafür sorgt, dass Superman geschwächt wird. ara.

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Info

Plakat des Films: Superman Returns
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 17.08.2006

USA 2006

Länge: 2 h 34 min

Genre: Action

Originaltitel: Superman Returns

Regie: Bryan Singer

Drehbuch: Bryan Singer, Michael Dougherty, Dan Harris

Musik: John Ottman

Produktion: Jon Peters, Bryan Singer, Gilbert Adler

Kostüme: Louise Mingenbach

Kamera: Newton Thomas Sigel

Schnitt: John Ottman, Elliot Graham

Ausstattung: Guy Dyas

Website: http://www.supermanreturns.de/