Bewegende Verfilmung von Irène Némirovskys Bestseller über eine unmögliche Liebe im besetzten Frankreich.

Kinostart: 14.01.2016

Michelle Williams

Michelle Williams
als Lucile Angellier

Kristin Scott Thomas

Kristin Scott Thomas
als Madame Angellier

Matthias Schoenaerts

Matthias Schoenaerts
als Bruno von Falk

Lambert Wilson
als Viscount de Montmort

Ruth Wilson
als Madeleine Labarie

Margot Robbie
als Celine Joseph

Clare Holman
als Marthe

Sam Riley
als Benoit Labarie

Harriet Walter
als Vicomtesse de Montmort

Alexandra Maria Lara
als Leah

Tom Schilling
als Kurt Bonnet

Heino Ferch
als Major

Handlung

Eine Geschichte von Sehnsucht und unausgelebter Leidenschaft: Im Sommer 1940 verliebt sich die junge musikbegeisterte Französin Lucile, deren Mann an der Front ist, in den kultivierten deutschen Offizier Bruno, der ihre Leidenschaft fürs Klavierspielen teilt und in ihrem Haus einquartiert ist.

Doch Lucile versteckt dort auch den Dorfbewohner Benoit, der einen anderen deutschen Besatzer in Notwehr getötet hat ...

Das Romanfragment von Irène Némirovsky wurde als literarische Sensation gefeiert. Die Verfilmung überzeugt mit grandiosen Darstellern, unter anderen Michelle Williams, Matthias Schoenaerts, Kristin Scott Thomas und Tom Schilling.

Kritik

Bewegende Verfilmung von Irène Némirovskys Bestseller über eine unmögliche Liebe in Kriegszeiten.

Erst 62 Jahre nach dem Tod von Irène Némirovsky in Auschwitz tauchte das Romanfragment "Suite Française" auf, verfasst von der staatenlosen Jüdin während des Zweiten Weltkrieges. Von den fünf geplanten Kapiteln konnte sie nur zwei fertigstellen, "Sturm im Juni" und "Dolce". Das 2005 als literarische Sensation gefeierte Werk verfilmt Saul Dibb als anrührendes Drama einer verbotenen Liebe.

Im Sommer 1940 überrennen Flüchtlingsströme aus Paris das beschauliche Bussy, es folgt ein deutsches Regiment, dessen Soldaten bei den Bürgern einquartiert werden. Auch bei den Angelliers, wo die junge Lucile, deren Ehemann irgendwo kämpft, unter der Dominanz ihrer Schwiegermutter leidet. Zwischen dem ungebetenem Gast, dem attraktiven und kultivierten deutsche Offizier Bruno von Falk, und der jungen Frau knistert es, nicht nur wegen der gemeinsamen Leidenschaft für Musik.

In bewegenden Bildern erzählt Dibb von Sehnsucht und zarten Gefühlen zwischen "Feinden", zeigt keine Angst vor sanfter Sentimentalität, die aber nicht in Kitsch umkippt, weil die Wirklichkeit jegliche romantische Illusion zerstört. Der in englischer Sprache gedrehte (die Besatzer reden deutsch untereinander) bittersüße Film zeichnet die Hierarchien im Dorf, die saturierte Bourgeoisie und die ausgebeuteten Bauern, die schon lange vor dem Einmarsch der Wehrmacht bestehende Ungerechtigkeit. Aber der Film zeigt auch feige Denunziation, willige Kollaboration und unbeugsamen Widerstand.

An Eduard Graus 35mm-Kamera und Michael Marlins Produktionsdesign gibt es nichts zu meckern, etwas problematisch ist das Voice Over von Michelle Williams als Lucile, das das Geschehen unnötig zukleistert. Dafür entschädigen Williams mit ihrer Darstellung der fragilen Hauptfigur und Matthias Schoenaerts mit seinen unschlagbaren Starqualitäten. Auch die Besetzung der Nebenfiguren von Tom Schilling als fiesem Nazi bis hin zu Kristin Scott Thomas als Madame Angellier, die sich in Unnahbarkeit und Härte flüchtet, ist perfekt. Für das Herz-Schmerz-Feeling sorgt Alexandre Desplats Titel gebende Piano-Komposition. mk.

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Info

Plakat des Films: Suite Française - Melodie der Liebe
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 14.01.2016

Großbritannien/Frankreich 2014

Länge: 1 h 48 min

Genre: Drama

Originaltitel: Suite française

Regie: Saul Dibb

Drehbuch: Matt Charman, Saul Dibb

Musik: Rael Jones

Produktion: Michael Kuhn, Romain Bremond, Andrea Cornwell, Xavier Marchand

Kostüme: Michael O'Connor

Kamera: Eduard Grau

Schnitt: Chris Dickens

Ausstattung: Michael Carlin

Website: http://www.suitefrancaise-film.de

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