Fünf sexy Mädchen gegen feuerspeiende Drachen, Riesen-Samurais und Killerroboter: "300"-Regisseur Zack Snyder lässt in seinem furiosen Fantasy-Action-Epos das Adrenalin sprudeln.

Kinostart: 31.03.2011

Emily Browning

Emily Browning
als Babydoll

Abbie Cornish

Abbie Cornish
als Sweet Pea

Jena Malone

Jena Malone
als Rocket

Vanessa Hudgens
als Blondie

Jamie Chung
als Amber

Oscar Isaac
als Blue

Carla Gugino
als Madam Gorski

Jon Hamm
als High Roller

Scott Glenn
als Der Weise

Handlung

Missbraucht vom monströsen Stiefvater, mitschuldig am tragischen Tod ihrer Schwester, landet Baby Doll in einer psychiatrischen Anstalt, soll in fünf Tagen lobotomisiert und damit für immer ruhiggestellt werden. Um ihrer grausamen Realität zu entkommen, taucht das junge apathische Mädchen in die Welt ihrer Fantasie ab. Hier ist sie eine Fighterin, kämpft sie mit vier neuen Freundinnen gegen Zombies, Drachen und Cyborgs, müssen fünf Prüfungen bestanden werden, um aus der Anstalt in die Freiheit fliehen zu können.

Missbraucht vom monströsen Stiefvater, mitschuldig am tragischen Tod ihrer Schwester, landet Baby Doll in einer psychiatrischen Anstalt, soll in fünf Tagen lobotomisiert und damit für immer ruhiggestellt werden. Um ihrer grausamen Realität zu entkommen, taucht das junge apathische Mädchen in die Welt ihrer Fantasie ab. Hier ist sie eine Fighterin, kämpft mit vier neuen Freundinnen gegen Zombies, Drachen und Cyborgs, und müssen fünf Prüfungen bestanden werden, um aus der Anstalt in die Freiheit fliehen zu können.

Kritik

Mit einem fiebrigen Actiontraum über horrende Realität und befreiende Imagination balanciert "300"-Regisseur Zack Snyder zwischen Girl Power und Männerfantasie.

Wer sich schon immer einen Film wünschte, über den man im Comicladen so leidenschaftlich diskutieren kann wie im Psychologie-Seminar an der Uni, wird dank Zack Snyder ("300", "Watchmen - Die Wächter") fündig werden. "Sucker Punch" ist erstmals keine Adaption einer fremdgeträumten Fantasie, sondern ein von Snyder mitverfasster Speedtrip in den eigenen Frontallappen - eine Collage der Einflüsse eines erklärten Fanboys, ob sie nun aus Film, Fernsehen, Comics, Songs oder Games kommen.

Der Faustschlag ohne Vorwarnung (engl. Sucker Punch) beginnt mit einem opernhaften wortlosen Prolog, der, getaktet zu einer verfremdeten Version des Eurythmics-Klassikers "Sweet Dreams", in das Trauma der Hauptfigur einführt. Irgendwo zwischen Grimms Märchen und familiärer Missbrauchsrealität sehen wir Baby Doll (Emily Browning), die erst ihre Mutter, dann durch eine verirrte Kugel aus eigener Hand ihre jüngere Schwester und schließlich ihre Freiheit verliert, als ihr monströser Stiefvater sie in eine psychiatrische Klinik wegsperren lässt. Hier, in einem Milieu-Mix aus DiCaprios "Shutter Island" und Batmans Arkham Asylum, soll Baby Doll in fünf Tagen lobotomisiert werden - ein persönlicher Gefallen für den Stiefvater, den sich ein Wärter gut bezahlen lässt.

Hier endet auch die übergreifende "Realität", macht den Weg frei für Baby Dolls Flucht in die Welt ihrer Vorstellung - verdeutlicht durch das Bühnensetting der Anstalt und die Theatertherapie der leitenden Psychiaterin. Babys Sekundärrealität ist ein burleskes Bordell, in dem Anstaltsoutfits zu Dessous und Patientinnen zu Lustobjekten für feiste, schmierige und ältere Herren werden. Von hier aus entfliehen Baby und ihre vier neuen Freundinnen, die vielleicht nur Projektionen und mögliche Facetten ihrer eigenen Persönlichkeit sind, in eine fantastische virtuelle Tertiärrealität. Der Kampf der fünf Fightgirls gegen Samurairiesen, deutsche Soldatenzombies, Drachen und Cyborgs spiegelt die Eroberung von vier Gegenständen wider, die den Mädchen aus der Bordellrealität die Flucht ermöglichen soll.

Ob und wie sie letztlich gelingt (im blütenweißen Kleid!), ob Fetisch hier Fantasie dominiert, ob Chaos am Ende Ordnung generiert, ob Bilderflut hier Gefühle erstickt, um die sich Jungstars wie Abbie Cornish oder Jena Malone redlich bemühen - über all das wird sich leidenschaftlich diskutieren lassen. Unstrittig aber ist die Unterhaltungsqualität dieses von Zeitlupe, Freeze Frames, Bildbeschleunigung, bewusster Überzeichnung und Akrobatikposing leicht bekleideter Jungamazonen gestützten Bilderrausches, dessen kinetische Action in einer überwältigenden Steampunk-Sequenz mit Gasmaskenzombies, Luftschiffen, Kampfrobotern und Pin-ups, die Schützengräben in Blut tauchen, einen frühen Höhepunkt erreicht. Grandios, grotesk, gelegentlich gescheitert - "Sucker Punch" ist irgendwie alles, aber vor allem eines: ein Film für Wiederholungstäter, für eine zweite Sichtung. kob.

Wertung Questions?

FilmRanking: 2726 -171

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 31.03.2011

USA 2011

Länge: 1 h 50 min

Genre: Action

Originaltitel: Sucker Punch

Regie: Zack Snyder

Drehbuch: Zack Snyder, Steve Shibuya

Buchvorlage: Zack Snyder

Musik: Tyler Bates, Marius DeVries

Produktion: Deborah Snyder, Zack Snyder

Kostüme: Michael Wilkinson

Kamera: Larry Fong

Schnitt: William Hoy

Ausstattung: Rick Carter

Website: www.SuckerPunch-derFilm.de

Ticker

Kino&Co Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.