Stubbes einzige Zeugin in einem Mordfall leidet an der Alzheimer-Krankheit...

Kinostart: nicht bekannt

Wolfgang Stumph

Wolfgang Stumph
als Wilfried Stubbe

Stephanie Stumph

Stephanie Stumph
als Christiane Stubbe

Margret Homeyer
als Charlotte Hoyn

Lutz Mackensy
als Bernd Zimmermann

Ingeborg Westphal
als Annegret Trautmann

Victoria Trauttmansdorff
als Ina Trautmann

Marlon Kittel
als Hannes Trautmann

Thomas Huber
als Martin Trautmann

Helene Grass
als Rosinsky

Wanja Mues
als Helge

Friedhelm Ptok
als Justus Trautmann

Hannes Hellmann
als Herr Weber

Carolin Spieß
als Frau Wiesenweiss

Kasia Naumow
als Olga Klimcyk

Ralph Misske
als Manfred Freidel

Armin Dillenberger
als Karl Hummer

Knud Riepen
als Max

Heike Falkenberg
als Heimleiterin

Hannes Stelzer
als Herr Blum

Ingrid Stein
als Utta R

Laurin Lüdke
als Finn

Kritik zu Stubbe - Von Fall zu Fall: In den Nebel

Das berührendste Bild dieses Films gibt es ganz am Schluss: Eine Frau sitzt im Wartehäuschen einer Bushaltestelle. Doch sie wartet vergeblich, denn an dieser Haltestelle wird nie ein Bus ankommen: Sie steht auf dem Gelände eines Heims für Menschen mit Alzheimer. Den Kranken ist das Häuschen Sinnbild für eine Perspektive, die sie in Wirklichkeit natürlich gar nicht haben; aber sie gibt ihnen Hoffnung.

Sieht man mal davon ab, dass Ingeborg Westphal (Jahrgang 1951) eine absurd junge Besetzung für diese 74 Jahre alte Frau ist, spielt sie die Rolle großartig. Sorgfältig hat Autorin Astrid Ströher zusammengetragen, was diese Krankheit ausmacht: die wenigen lichten Momente, die Verwirrung im Alltag, die unerschütterlichen Gewissheiten, die in aggressive Wutanfälle münden können; und die erschütternden Augenblicke, wenn Annegret Trautmann vergisst, aufs Klo zu gehen. In den Sechzigern war sie ein zumindest in Hamburg gefeierter Popstar. Heute kann sie sich mitunter noch an die schöne Zeit erinnern; aber den Mann an ihrer Seite erkennt sie nicht. Gut möglich, dass sie ihn für einen Einbrecher gehalten hat: Eines Tages liegt er tot in einer riesigen Blutlache, Annegret ist verschwunden. Als sie später aufgegriffen wird, findet man die Tatwaffe, ein Küchenmesser, in ihrer Handtasche. Ihr Sohn (Thomas Huber) hat allerdings auch ein Motiv, denn er konnte dem Vater nie was Recht machen; die Beziehung war völlig zerrüttet. Der Alte hat ihm stets seine Schwester vorgezogen und war zuletzt überzeugt, der Sohn würde das vorzeitig geerbte Autohaus zugrunde richten.

Natürlich ist die "Stubbe"-Episode "In den Nebel" auch ein Krimi, aber wie schon zuletzt in dem Film "Sonnenwende" geht es um mehr als bloßen Zeitvertreib. Die komödiantischen Elemente, früher ein Markenzeichen der Reihe, sind angesichts des ernsten Themas völlig verschwunden; Wolfgang Stumph agiert ganz zurückgenommen, sein Stubbe ist viel eher Beobachter und Chronist als Ermittler. Zwar gibt es immer noch den Familienstrang - Tochter Christiane (Stephanie Stumph) bekommt einen Job als Pauschalistin bei einer Hamburger Lokalzeitung -, doch selbst diese Ebene dient der Vorbereitung der Auflösung, als sie mitten hinein in einen Fall brutaler häuslicher Gewalt gerät.

In den Redaktionsszenen revanchiert sich das Fernsehen (Regie: Peter Kahane) übrigens für die ständige Kritik der Tageszeitungen: In der Konferenz verbittet sich der Ressortleiter kritische Artikel über wichtige Anzeigenkunden. Also bloß keine Negativberichte über ausbeuterische Discounter, kommentiert ein alter Hase. Im Zentrum der Handlung aber steht die bittere Erkenntnis von Annegrets Angehörigen, dass ein Mensch bei lebendigem Leib Stück für Stück verschwinden kann. tpg.

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Info

Plakat des Films: Stubbe - Von Fall zu Fall: In den Nebel

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2009

Genre: Thriller

Originaltitel: Stubbe - Von Fall zu Fall: In den Nebel

Regie: Peter Kahane

Drehbuch: Astrid Ströher

Musik: Tamás Kahane

Produktion: Johannes Pollmann

Kostüme: Bettina Catharina Proske

Kamera: Andreas Köfer

Schnitt: Birgit Bahr

Ausstattung: Susanne Müller