Thriller um ein intellektuelles Paar, das im US-Hinterland regelrecht terrorisiert wird.

Kinostart: 24.11.2011

James Marsden

James Marsden
als David Sumner

Kate Bosworth

Kate Bosworth
als Amy Sumner

Alexander Skarsgård

Alexander Skarsgård
als Charlie Venner

Dominic Purcell
als Jeremy Niles

Laz Alonso
als John Burke

Willa Holland
als Janice Heddon

James Woods
als Tom Heddon

Rhys Coiro
als Norman

Billy Lush
als Chris

Handlung

Der erfolgreiche TV-Autor David Sumner zieht mit seiner bildhübschen Frau Amy von Los Angeles ins Haus deren verstorbener Eltern im tiefsten Mississippi. Hier will er das Skript zu einem Stalingrad-Film schreiben, das ihm künstlerische Anerkennung bringen soll. Das Auftauchen der beiden ruft unter den Einheimischen Aggressionen hervor. Besonders Charlie, einst örtlicher Football-Heroe und Beau Amys, stößt sich am Auftreten des Intellektuellen David. Aus kleinen Sticheleien werden handfeste Übergriffe und schließlich wird Amy vergewaltigt.

Der erfolgreiche TV-Autor David Sumner zieht mit seiner bildhübschen Frau Amy von Los Angeles ins Haus deren verstorbener Eltern im tiefsten Mississippi. Hier will er das Skript zu einem Stalingrad-Film schreiben, das ihm künstlerische Anerkennung bringen soll. Das Auftauchen der beiden ruft unter den Einheimischen Aggressionen hervor. Besonders Charlie, einst örtlicher Football-Heroe und Beau Amys, stößt sich am Auftreten des Intellektuellen David. Aus kleinen Sticheleien werden handfeste Übergriffe, und schließlich wird Amy vergewaltigt.

Ein Hollywood-Autor wird beim Besuch des Heimatdorfs seiner Frau von deren Ex-Geliebten zum Äußersten getrieben. Remake von Sam Peckinpahs Klassiker "Wer Gewalt sät", das den Handlungsort verlegt, aber die Spannung aufrecht hält.

Kritik

Furios umgesetzter, nahe am Original Sam Peckinpahs angesiedelter Rachethriller, in dem ein friedfertiger Drehbuchautor die Vergewaltigung seiner Frau blutig rächt.

1971 sorgte Sam Peckinpah mit "Straw Dogs", seiner expliziten Studie über die Mechanismen der Gewalt für Aufregung. Als (wenig kaschierte) Grundlage der modernen Gesellschaft stellte er diese dar, ließ den liebenswerten "Graduate", den "Little Big Man" Dustin Hoffman als harmlosen US-Mathematiker nach der Vergewaltigung seiner Frau zum Amokläufer werden. In Rod Luries ("Rufmord - Jenseits der Moral") nahe am Original angesiedelten Remake schlüpft nun James Marsden, der Mutant Cyclops der "X-Men"-Trilogie, in Hoffmans Part. Drehbuchautor ist Hauptfigur David Sumner diesmal, von Los Angeles zieht er mit Gattin Amy (Kate Bosworth) ins Haus deren verstorbener Eltern im tiefsten Süden der USA. Als Serienautor ist er zum Millionär geworden, nun schreibt er an einem Skript zu einem Stalingrad-Film, das ihm künstlerische Anerkennung bringen soll.

Im Provinznest eckt der bebrillte Intellektuelle überall an. Wegen seines Sechzigerjahre-Jaguar-Cabrios, weil er im Diner mit Kreditkarte seinen Burger begleichen will - "arme Leute zahlen bar!" - und vor allem weil er Amy "gestohlen" hat, die umschwärmte Highschool-Queen, die es zur Schauspielerin gebracht hat und deren Foto über dem Tresen hängt. Im Arm der örtlichen Football-Legende Charlie ("True Blood"-Vampir Alexander Skarsgård) ist sie da zu sehen - und ausgerechnet ihn heuert der naive David an: Er soll mit seinen Kumpels das marode Dach ihrer Scheune neu decken. Langsam baut Lurie die Spannung auf, zeichnet das stimmige Bild einer Hinterwäldergesellschaft, die der restlichen Welt uninteressiert und feindlich gegenüber steht. God's Own Country: Rotwildjagd, Kirche und Football zählen hier, das Wort führt der Ex-Coach (erschreckend: John Woods) und sein Wille ist Gesetz.

Die idyllischen Bilder von "Sopranos"-Kameramann Alik Sakharov täuschen, Mississippi brennt wieder, nichts ist zu spüren vom noblen, glorreichen "Old South". Man ist aggressiv gegen Fremde und Fremdes - Larry Groupés peitschender Score scheint das Blut der tumben Rednecks in Wallung zu bringen. Das Tempo zieht stetig an, aus kleinen Sticheleien werden handfeste Übergriffe. Die Hauskatze hängt im Kleiderschrank, David wird auf der Jagd zurückgelassen, seine Frau ist allein zu Hause. Das Heim der Sumners gleicht plötzlich Stalingrad - ist eingekesselt, belagert. Jetzt werden Hände an Wände genagelt, Glasscherben und die altbekannte Bärenfalle kommen zum Einsatz. Gut füllen die Darsteller ihre Rollen, Bosworth gefällt als sexy Southern Belle, überzeugend mutiert Marsden vom Feingeist zum Racheengel, während Skarsgård viril und optisch ansehnlich die Muskeln spielen lässt. Sam "The Man" Peckinpah wäre mit der Arbeit seines Epigonen wohl höchst zufrieden. geh.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 24.11.2011

USA 2011

Länge: 1 h 50 min

Genre: Horror

Originaltitel: Straw Dogs

Regie: Rod Lurie

Drehbuch: Sam Peckinpah, David Zelag Goodman, Rod Lurie

Musik: Larry Groupé

Produktion: Marc Frydman

Kostüme: Lynn Falconer

Kamera: Alik Sakharov

Schnitt: Sarah Boyd

Ausstattung: Tony Fanning

Website: http://www.straw-dogs.de