Packendes biografisches Drama über die Anfänge des Hip-Hop-Kollektivs N.W.A. und seine Gründer, die zu Rap-Legenden wurden.

Kinostart: 27.08.2015

O'Shea Jackson jr.
als Ice Cube

Corey Hawkins
als Dr. Dre

Paul Giamatti

Paul Giamatti
als Jerry Heller

Keith Stanfield
als Snoop Dogg

Jason Mitchell
als Eazy-E

Neil Brown Jr.
als DJ Yella

Aldis Hodge
als MC Ren

Marlon Yates jr.
als D.O.C.

R. Marcos Taylor
als Suge Knight

Carra Patterson
als Tomica

Alexandra Shipp
als Kim

Elena Goode
als Nicole

Sheldon A. Smith
als Warren G

Handlung

Als Dr. Dre, Ice Cube und Eazy-E, die in der von Gewalt geprägten kalifornischen Kleinstadt Compton aufwuchsen, 1986 das Hip-Hop-Kollektiv N.W.A. gründen, ahnt keiner, dass ihre kritisch-aggressiven Songs die Fan-Massen, aber auch aufgebrachte Cops mobilisieren werden. Schon bald führen Eazys Egotrip und die zweifelhaften Geschäftspraktiken von Manager Jerry Heller zum Ausstieg von Cube und Dre. Doch als Eazy seinen Weg kritisch zu hinterfragen beginnt, reicht er seinen Freunden die Hand zur Versöhnung.

Kritik

Mit einem animierenden biografischen Musikdrama setzt Regisseur F. Gary Gray dem Hip-Hop-Kollektiv N.W.A. und seinen Gründern ein Denkmal.

Von 1986 bis 1995 beobachtet "Straight Outta Compton", benannt nach dem Erfolgsalbum der Rapper aus dem südlichen Großraum Los Angeles, den Aufstieg der Nobodys Eazy-E, Ice Cube und Dr. Dre zu Superstars und Identikationsfiguren. Familiäre Details treten dabei in den Hintergrund gegenüber einem Szenario, das sich auf die Entwicklung der Gruppe und deren graduelle Zersplitterung fokussiert.

Geradlinig folgt das Biopic der Chronologie, stellt seine Helden mit Namenszug vor - ein Hauch von Ordnung im Chaos von Compton, in dem Schusswechsel der Gangs wie auch Einsätze und Übergriffe der Cops zum Alltag gehören. Die zeitlos brisante Polizeiwillkür zieht sich wie ein roter Faden durch die erste Hälfte des Films, während die Vergiftung einer Freundschaft durch finanzielles Ungleichgewicht und Ausbeutung skrupelloser Geschäftemacher die zweite dominiert. Dass der Film sich das Recht auf selektives Erinnern und Legendenpflege nimmt, womit Eskapaden wie Dres gewalttätige Auseinandersetzung mit einer Hip-Hop-Moderatorin ausgeklammert bleiben, ist Hollywoodtradition und nachvollziehbar, wenn Cube und Dre zu den Produzenten zählen. Trotzdem ist Authentizität eine der großen Stärken dieses Dramas - musikalisch, mit mitreißenden, vitalen Auftrittszenen, aber auch dramaturgisch, mit zwischenmenschlichen Kollisionen und der Konfrontation mit dem Alltag im Gangland.

In diesen führt zu Beginn eine kinetische Razziasequenz ein. Hier hat man Erstkontakt mit dem furchtlosen Kleindealer Eazy-E (Jason Mitchell), der mit Drogeneinnahmen und Manager Jerry Heller (Paul Giamatti) das Label Ruthless Records lanciert - die Keimzelle des Gangsta-Rap. Nach der Gründung von N.W.A. durch Eazy-E, Dre und Cube (dargestellt von seinem Sohn O'Shea) führen Hellers Geschäftspraktiken und exklusive Bindung zu Eazy-E zu Konflikten und Austritten von Cube und Dre, bis die zerstrittenen Freunde sich wieder versöhnen. "Straight Outta Compton" hat viel zu erzählen und tut das zweieinhalb Stunden lang mit Intensität, Witz und visueller Kraft. Die Gefahr durch unberechenbare Gewaltherde wie Labelgründer Suge Knight vermittelt sich dabei so überzeugend wie die Euphorisierung durch eine Musik, die den Menschen aus den Straßen von Compton ein wichtiges Ventil und Sprachrohr gab. kob.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 27.08.2015

USA 2015

Länge: 2 h 27 min

Genre: Musikfilm

Originaltitel: Straight Outta Compton

Regie: F. Gary Gray

Drehbuch: Andrea Berloff, Jonathan Herman

Musik: Joseph Trapanese

Produktion: IceCube, F. Gary Gray, Matt Alvarez, , Tomica Woods-Wright, Scott Bernstein

Kostüme: Kelli Jones

Kamera: Matthew Libatique

Schnitt: Michael Tronick, Billy Fox

Ausstattung: Shane Valentino