Kinostart: 08.12.2005

Mike Müller
als Ruedi Lautenschlager

Nderim Hajrullahu
als Beko Mussafr

Max Rüdlinger
als Max Brunner

Martin Hug
als Dani

Dominique Jann
als Fritz

Raphael Clamer
als Beat Schuppisser

Elfat Nuhiji
als Hoxha

Andrew Mitchell
als Marco

Jonas Rüegg
als Anz

Lirie Lushi
als Bekos Mutter

Adem Kicai
als Berisha

Alice Flotron
als Vera

Ingold Wildenauer
als K

André Seidenberg
als Dr. Arbenz

Kritik

Rasanter Schweizer Drogenkrimi um einen Ermittler in der Klemme. Toll gespielt, spannend erzählt, krass realistisch inszeniert.

Aus der Schweiz kamen in den letzten Jahren größtenteils Dokumentarfilme in deutsche Kinos. Umso begrüßenswerter, dass "Strähl" nach einer nächtlichen arte-Ausstrahlung doch im Kino landet. Denn die Story um den in der Klemme steckenden Drogenfahnder Strähl (Roeland Wiesnekker) ist rasant, spannend, mitreißend gespielt und von einem ansteckenden krassen Realismus, der Freunde intelligenter Sozialkrimis mit einem Schuss Hoffnung reizen sollte. Besser kann das auch kein "Dogma"-Werk erzählen.

Der selbst auf Entzug stehende und von der Ehefrau verlassene Drogenfahnder Strähl wirft Pillen ein wie die Fixer, die er jagt. Zu Beginn vermasselt er einen Einsatz gegen die die Zürcher Drogenmeile beherrschende Albaner-Mafia und gerät an das Junkie-Pärchen Carol (Johanna Bantzer) und René (Manuel Löwensberg). Als René auf der Flucht aus dem Fenster stürzt, wird Strähl suspendiert und abhängig von dem Paar, das ihn ausnimmt. Strähl, der sich in Carol verliebt hat, handelt auf eigene Faust, um seinen Ruf wiederherzustellen, bringt den jungen Post-Jugo Beko in Lebensgefahr, um an den Großdealer Berisha zu kommen und gerät zwischen alle Fronten, als sich René auf der Toilette der Polizeiwache den Goldenen Schuss setzt. Verhaftet, verhilft Strähl Carol zur Flucht und landet in einem aberwitzigen Showdown mit Handgranate und Heroin.

Nach Dokus und Shorts der erste Spielfilm von Manuel Flurin Hendry, der sich als Erzähltalent erweist und zügig inszeniert, mit der Handkamera Unmittelbarkeit schafft und unaufdringlich Symbole einstreut, so den Piranha, den Strähl in seiner Wohnung hält, oder Carols Smarties-Pillen-Philosophie. Roeland Wiesnekker vermittelt mit Augensäcken wie Teebeutel die Schwere seines Hundelebens, Johanna Bantzer (Max-Ophüls-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin) ist hinreißend unberechenbare Ausreißerin, ob sie Träumen nachhängt oder Spontan-Sex unter der Dusche genießt. Sollte Programmkinos, Nachtschwärmer und Krimifreunde gleichermaßen locken. ger.

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Info

Plakat des Films: Strähl

Kinostart: 08.12.2005

Deutschland/Schweiz 2004

Länge: 1 h 22 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Strähl

Regie: Manuel Flurin Hendry

Drehbuch: Michael Sauter, David Keller

Musik: Michael Sauter

Produktion: Susann Rüdlinger, Samir

Kostüme: Carol Luchetta

Kamera: Filip Zumbrunn

Schnitt: Markus Welter

Ausstattung: Georg Bringolf