Britisches Psychodrama über die Übermächtigkeit und desaströsen Nebenwirkungen sexueller Leidenschaften.

Kinostart: nicht bekannt

Natasha Richardson

Natasha Richardson
als Stella Raphael

Ian  McKellen

Ian McKellen
als Peter Cleave

Marton Csokas

Marton Csokas
als Edgar Stark

Hugh Bonneville
als Max Raphael

Judy Parfitt
als Brenda Raphael

Sean Harris
als Nick

Gus Lewis
als Charlie Raphael

Joss Ackland
als Mr. Straffen

Wanda Ventham
als Mrs. Straffen

Anne Keaveney
als Mrs. Bain

Die Handlung von Stellas Versuchung

England in den späten 50er Jahren: Stella (Natasha Richardson) ist mit dem ehrgeizigen Nachwuchspsychiater Max Raphael (Hugh Bonneville) verheiratet. Sie leben auf dem Gelände einer Hochsicherheitsanstalt in den Außenbezirken Londons, wo Max als stellvertretender Leiter fungiert. Als sie den Patienten Edgar Stark trifft, der für den Mord und die Verstümmelung seiner Frau verurteilt wurde, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Sie beginnt eine heimliche Affäre mit ihm. Bis Professor Cleave (Ian McKellen) davon erfährt.

Abgründige Stoffe sind der Turf von David Mackenzie ("Young Adam"), der eine erotisch-obsessive amour fou schildert, die gegen gesellschaftliche Konventionen verstößt. Dem Psychodrama verleiht er eine geradezu expressionistische, animalische Note.

Stella lebt mit Psychiater Max in einer erstarrten Ehe und mit den Zwängen, die sie als Mutter eines Sohns und Status-Dekor ihres Mannes erfüllen muss. Als sie in der Klinik, dem neuen Arbeitsplatz von Max, den Patienten Stark kennenlernt, verfällt sie dem Künstler mit der gewalttätigen Ader. Eine verhängnisvolle Affäre beginnt, der sich Stella ohne Rücksicht auf sich und ihre Familie ausliefert.

Im England der Fünfzigerjahre lebt Stella mit Psychiater Max in einer erstarrten Ehe und mit den Zwängen, die sie als Mutter eines Sohns und Status-Dekor ihres Mannes erfüllen muss. Als sie in der Klinik, dem neuen Arbeitsplatz von Max, den Patienten Stark kennenlernt, verfällt sie dem Künstler, der seine Frau im Eifersuchtswahn erschlagen hatte. Eine verhängnisvolle Affäre beginnt, der sich Stella ohne Rücksicht auf sich und ihre Familie ausliefert.

Kritik zu Stellas Versuchung

Obsessionsdrama über eine Ehefrau, die ihre unterdrückte Leidenschaft in einer Affäre radikal auslebt.

Eine Frau ohne Gewissen ist Stella nicht, aber eine Frau, die Normen sprengt: Mutter eines Sohns, egoistisch, intelligent, irrational. Diese ohne Rücksicht auf Sympathien entwickelte Figur lebt in Patrick McGraths Roman "Stella". McGrath, Sohn eines Gerichtspsychiaters, ist fasziniert von destruktiver Sexualität und derangierten Charakteren, die auch seinen ebenfalls verfilmten Roman "Groteske" bevölkern. Als Kenner dieser Materie zeigte sich auch Regisseur David Mackenzie in seiner verhängnisvollen Schleppkahn-Affäre "Young Adam". Kreativ haben sich in "Stellas Versuchung" somit die richtigen Partner gefunden, aber nicht im Plot. Im England der Fünfziger lebt Stella (Natasha Richardson) im Ehegefängnis mit Psychiater Max, der in einer Nervenklinik gerade eine leitende Position angetreten hat. Eine Demütigung für den älteren Kollegen Cleave (Ian McKellen), Spezialist für sexuell motivierte Psychosen und besessen vom Patienten Stark (Marton Csokas), der seine Frau im Eifersuchtswahn erschlagen hat. Weil Stella und Stark mehr als die Alliteration gemeinsam haben, leben sie ihre Leidenschaft in kürzester Zeit aus. Als die Affäre entdeckt wird und Stark flüchtet, lässt Stella eine skandalisierte Ehe und das Kind zurück und sich in die Illusion von Glück fallen, bis Starks paranoide gewalttätige Seite übermächtig und er von der Polizei aufgegriffen wird. Ihr Mann nimmt sie wieder auf, doch Stellas Versuchung bleibt stark und endet schließlich tragisch.

Die gesellschaftlichen Zwänge, die sexuelle Repression, die Bestrafung der Befreiung - vertraut wirken die Themen und der nicht klischeefreie Plot, bei dem der Wildhüter aus "Lady Chatterley" nach erzählerischer Metamorphose jetzt mit Stark ein Gewächshaus renoviert. Spannender aber ist, wie kompromisslos die Hauptfiguren angelegt sind, wie undurchschaubar ihre Motive bleiben. Mutiger Höhepunkt ist dabei die Szene, als Stellas Unachtsamkeit, vielleicht aber auch ihr Unbewusstes beim Schulausflug ihres Sohns eine Katastrophe auslösen. Komplex gezeichnet ist McKellens Psychiater, der Stella und Stark vielleicht als Studienobjekt manipuliert, vielleicht zur Entledigung eines beruflichen Rivalen benutzt, vielleicht aber auch Stella liebt oder Stark aus Enttäuschung bestraft. Kein perfekter, aber ein interessanter Film, dessen größte Qualität die Regie in einem brillanten Bild illustriert, wenn Stella in der Klinik die lichtdurchfluteten Korridore meidet und von den düsteren Gängen magisch angezogen wird. kob.

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Info

Plakat des Films: Stellas Versuchung
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

Großbritannien/Irland 2005

Länge: 1 h 40 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Asylum

Regie: David Mackenzie

Drehbuch: Patrick Marber, Chrys Balis

Musik: Mark Mancina

Produktion: Mace Neufeld, Laurie Borg, David E. Allen

Kostüme: Consolata Boyle

Kamera: Giles Nuttgens

Schnitt: Steven Weisberg, Colin Monie

Ausstattung: Laurence Dorman