Beginn der dritten "Star Wars"-Trilogie, in der der abtrünnige Stormtrooper Finn und die rebellische Waise Rey erstmals mit der Macht in Berührung kommen.

Kinostart: 17.12.2015

Szenenbild aus Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht mit Adam DriverAdam Driver

Adam Driver
als Kylo Ren

Oscar Isaac

Oscar Isaac
als Poe Dameron

Harrison Ford

Harrison Ford
als Han Solo

Daisy Ridley
als Rey

Carrie Fisher
als Leia Organa

John Boyega
als Finn

Mark Hamill
als Luke Skywalker

Lupita Nyong'o
als Maz Kanata

Andy Serkis
als Snoke

Domhnall Gleeson
als General Hux

Anthony Daniels
als C-3PO

Peter Mayhew
als Chewbacca

Max Sydow
als Lor San Tekka

Kenny Baker
als R2-D2

Gwendoline Christie
als Captain Phasma

Handlung

Drei Jahrzehnte nach dem Sieg der Rebellen hat das galaktische Imperium wieder die Macht übernommen. Auf dem Wüstenplaneten lernt die rebellische Waise Rey den abtrünnigen Stormtrooper Finn kennen. Gemeinsam mit dem kleinen Informationsdroiden BB-8, der den Aufenthaltsort des letzten Jedi-Ritters Luke Skywalker kennt, schlagen sie sich auf die Seite der Rebellen, zusammen mit dem alten Haudegen Han Solo, der mit einer bitteren Wahrheit konfrontiert wird: Sein Sohn Kylo Ren eifert seinem Onkel Darth Vader nach.

Kritik

Beginn der dritten "Star Wars"-Trilogie, in der sich Gut und Böse auf die Suche nach dem verschollenen Luke Skywalker machen.

"Das Erwachen der Macht" markiert nicht nur eine neue Hoffnung für "Star Wars". Der Film ist noch einmal "Eine neue Hoffnung". Buchstäblich. Offenkundig angetrieben von dem unbedingten Bemühen, die weltweite Fangemeinde auf keinen Fall zu enttäuschen, entspricht der Beginn der dritten "Star Wars"-Trilogie so genau der legendären "Episode IV: Eine neue Hoffnung", mit der George Lucas 1977 die Reihe begründet hatte, als hätte man eine Schablone angelegt. Ein Remake will man es nur deshalb nicht nennen, weil J.J. Abrams in seinem dritten Franchise-Reboot nach "Mission: Impossible" und "Star Trek" zwar auch die vertrauten Figuren Schaulaufen lässt, in den Mittelpunkt seiner Saga aber völlig neue Figuren rückt, was für leicht variierte Konstellationen im Heldengedicht sorgt das sonst aber ach so vertraut bleibt. Die Handlung folgt penibel dem übermächtigen Original. Das hatte damals die Spielregeln in Hollywood neu definiert und die Ära des Blockbusterkinos begründet. Um Erneuerung oder Veränderung geht es jetzt diesmal nicht, sondern um das Bewahren, Hegen und Konsolidieren einer Marke. Was nicht zerbrochen ist, sollte man auch nicht richten, heißt es. Seht her, wir wollen euch nicht verunsichern, sondern unbedingt genau das geben, was ihr wollt, sagt "Episode VII" vom ersten Moment an, wenn John Williams' zeitlose Hymne erschallt und das erhaben über den Sternenhimmel wandernde Spruchband die Bühne bereitet für die kommenden zwei Stunden Weltraumabenteuer. Daran ist nichts Ehrenrühriges. Aber im Ergebnis sieht man einem so perfekt getakteten, bis ins allerletzte Detail durchgeplanten Film zu, dass er auch von einem Computerprogramm hätte inszeniert sein können. Eine Handschrift des Regisseurs lässt sich eher im cleveren Marketing im Vorfeld erkennen, als auf dem Treiben auf der Leinwand: Es hat schon etwas Geniales, wie nach dem Langtrailer der Eindruck erweckt wurde, als sei es die Fangemeinde, die die bald schon allgegenwärtige Frage stellte: Wo ist Luke? Tatsächlich war es eine clever gestreute Fährte, denn das mysteriöse Verschwinden des letzten Jedi-Ritters ist die Triebfeder der Handlung, die zwar 30 Jahre nach dem Ende von "Rückkehr der Jedi-Ritter" einsetzt, aber im Grunde die Ereignisse einfach wieder auf Null stellt. Wieder bedroht eine düstere Macht den Frieden der Galaxie, wieder stellt sich eine Handvoll von Rebellen den Unterdrückern. Der finstere Kylo Ren ist der neue Darth Vader, die Müllsammlerin Rey auf einem einsamen Wüstenplaneten der neue Luke Skywalker, der abtrünnige Sturmtruppensoldat Finn hat das Zeug zum Nachwuchs-Han-Solo, und selbst R2D2 findet in dem ulkigen Kugelroboter BB-8 einen ebenbürtigen Ersatz: Wie R2D2 in "Eine neue Hoffnung" trägt er die Lösung des Rätsels in sich, weshalb die Bösen Jagd auf ihn machen und sich die Guten um ihn scharen. Als Sahnehäubchen werden die Fans beschenkt mit einem Wiedersehen mit Han Solo, Leia, Chewbacca, C3PO, dem Millennium-Falken, dem Laserschwert und - vielleicht - auch Luke Skywalker. Der Film zelebriert seine Ahnenpflege ausgiebig, weil es sein Ziel ist, seinem Publikum zu gefallen. So hat er nach dem etwas pflichtbewussten Start seine beste Phase, wenn er die disparaten Teile zusammenzufügen beginnt, souverän seine größten Lacher setzt und zwischendurch einfach Spaß macht, wie man es sich von einem "Star Wars" erwartet: Eine ganze Weile glaubt man, "Episode VII" würde richtig abheben. Es ist eine Freude, Harrison Ford dabei zuzusehen, wie er scheinbar mühelos wieder in seine zweitberühmteste Rolle schlüpft. Und Daisy Ridley, auch das steht schon fest, ist als Rey die große Entdeckung des Films: Ihre unverhohlene Lust am Abenteuer ist Sinnbild für die Begeisterung der gesamten Fangemeinde. Bis man von der Erkenntnis eingeholt wird, dass mit den vielen Déjà-Vu-Effekten nicht einfach nur gespielt wird, sondern sie tatsächlich der gesamte Film sind. So ist "Das Erwachen der Macht" der Film, den J.J. Abrams machen musste, aber nicht ganz der Klassiker, der er auch hätte sein können.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 17.12.2015

USA 2015

Länge: 2 h 15 min

Genre: Sci-Fi

Originaltitel: Star Wars: Episode VII - The Force Awakens

Regie: J.J. Abrams

Drehbuch: Lawrence Kasdan, Michael Arndt, J.J. Abrams

Musik: John Williams

Produktion: Kathleen Kennedy, Bryan Burk, J.J. Abrams

Kostüme: Michael Kaplan

Kamera: Dan Mindel

Effekte: Neal Scanlan, Chris Corbould, Roger Guyett, Paul Kavanagh

Schnitt: Maryann Brandon, Mary Jo Markey

Ausstattung: Rick Carter, Darren Gilford

Website: http://de.starwars.com

Zitat

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