Atemberaubend spannender Thriller über Journalisten des "Boston Globe", die einen Kindermissbrauchsskandal der Kirche aufdecken.

Kinostart: 25.02.2016

Mark Ruffalo

Mark Ruffalo
als Mike Rezendes

Michael Keaton

Michael Keaton
als Walter 'Robby' Robinson

Rachel McAdams
als Sacha Pfeiffer

Liev Schreiber
als Marty Baron

John Slattery
als Ben Bradlee Jr.

Stanley Tucci
als Mitchell Garabedian

Brian D'Arcy James
als Matt Carroll

Billy Crudup
als Eric MacLeish

Jamey Sheridan
als Jim Sullivan

Die Handlung von Spotlight

Journalisten des Spotlight-Magazins des Boston Globe, spezialisiert auf investigative Recherchefälle, gehen einem Hinweis nach, die in ihrer Stadt übermächtige katholische Kirche habe Missbrauchsfälle vertuscht. Schnell stoßen die Reporter in ein Wespennest. Ihrem neuen Chefredakteur, dem unerschrockenen Marty Baron, haben sie es zu verdanken, dass ihnen der Rücken gestärkt wird. Und schnell stellen die Journalisten unter dem erfahrenen Walter "Robby" Robinson fest, dass es sich bei dem Fall um ein Fass ohne Boden handelt.

Kritik zu Spotlight

Atemberaubend spannender Thriller über Journalisten des "Boston Globe", die einen Kindermissbrauchsskandal der Kirche aufdecken.

Auf immer und ewig wird "Die Unbestechlichen" der Maßstab bleiben für das Subgenre des Journalismusthrillers. Knapp 40 Jahre später ist "Spotlight" nun der Film, der ebenbürtig ist mit Alan J. Pakulas Meisterwerk von 1976, der minuziös die Recherchen einer investigativ arbeitenden Redaktion des "Boston Globe" nachstellt, dies mit einem souveränen Umgang mit filmischen Mitteln verbindet zu einem regelrecht atemberaubenden und atemberaubend vielschichtigen Drama über den Preis, den die Suche nach Wahrheit haben kann. Was doppelt erstaunlich ist, weil man derart komplexe, auf die Intelligenz eines erwachsenen Publikums vertrauende Produktionen im Jahr 2015 sicherlich weniger erwartet hätte als in den 70ern. Und weil der Regisseur Tom McCarthy heißt, der gerade einmal vor einem Jahr mit der Schnurre "The Cobbler" eine eher leicht-gewichtige und nur bedingt gelungene Arbeit vorgelegt hatte. Aber McCarthy wächst hier mit dem Material, das die Kreativsäfte des bislang ausschließlich mit kleineren Independentstoffen aktiv gewordenen Filmemachers fließen lässt wie nie zuvor. Kein Gramm zu viel auf den Rippen hat dieses Procedural, das die Bemühungen des "Boston Globe" im Jahr 2011 nachzeichnet, der katholischen Kirche ausgerechnet im katholischen Boston nachzuweisen, dass sie seit Jahrzehnten versucht, Fälle von Kindesmissbrauch durch ihre Priester unter den Teppich zu kehren. Um einen Fall geht es, der mit jeder neuen Enthüllung immer weitere Kreise zieht, um zahllose zu überwindende Hürden, um Rückgrat, Haltung und Beharrlichkeit. Und damit natürlich auch um eine Art von Journalismus, der in dieser Form eigentlich schon ausgestorben ist. Jede Einstellung des Films verdeutlicht es, der so klug und umsichtig und souverän erzählt und sein Ensemble glänzen lässt. Allen voran Michael Keaton, der nach "Birdman" in einer völlig anderen Rolle beeindruckt als Redaktionsleiter der "Globe"-Beilage "Spotlight". Er ist ein Journalist von altem Schrot und Korn, dem sehr schnell bewusst wird, dass mit jedem neuen Schritt in Richtung Aufdeckung er selbst zur tragischen Gestalt wird, weil er vor Jahren bereits Hinweise auf Missbräuche leichtfertig abgetan hatte. Aber gerade diese kleinen Momente sind es, die den Film so groß machen - zu einem der wunderbaren Kinoerlebnisse des Jahres 2015. ts.

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Info

Kinostart: 25.02.2016

USA 2015

Länge: 2 h 9 min

Genre: Drama

Originaltitel: Spotlight

Regie: Thomas McCarthy

Drehbuch: Josh Singer, Thomas McCarthy

Musik: Howard Shore

Produktion: Steve Golin, Josh Singer, Michael Sugar, Nicole Rocklin, Blye Pagon Faust

Kostüme: Wendy Chuck

Kamera: Masanobu Takayanagi

Schnitt: Tom McArdle

Ausstattung: Stephen H. Carter

Auszeichnungen

1 Oscar: