Von den "Matrix"-Machern realisiertes visuelles Spektakel um eine berühmte Rennfahrerfamilie und ihre mächtigen Gegner.

Kinostart: 08.05.2008

Emile Hirsch

Emile Hirsch
als Speed Racer

John Goodman

John Goodman
als Pops Racer

Susan Sarandon

Susan Sarandon
als Mom Racer

Christina Ricci
als Trixie

Matthew Fox
als Racer X

Roger Allam
als Royalton

Benno Fürmann
als Inspector Detector

Paulie Litt
als Spritle

Hiroyuki Sanada
als Mr. Musha


als Taejo Togokhan

Richard Roundtree
als Ben Burns

Kick Gurry
als Sparky

Handlung

Angst ist ein Fremdwort für den jugendlichen Speed Racer (Emile Hirsch). Der geborene Rennfahrer prescht mit dem eigens von seinem Vater Pops Racer (John Goodman) entwickelten Boliden Mach 5 über den Asphalt und bewahrt damit das Vermächtnis seines verstorbenen Bruders Rex (Scott Porter). Als er illegalen Siegabsprachen großer Industrieller wie Firmenchef Royalton (Roger Allam) auf die Spur kommt, verbündet er sich mit seinem Rivalen Racer X (Matthew Fox).

Innovation ist ein Trademark der Wachowski-Brüder, die mit der "Matrix"-Trilogie neue Maßstäbe setzten und das auch bei der Realverfilmung einer japanischen Kult-Zeichentrickserie von 1967 zu tun gedenken: "The Fast and the Furious" als Comic mit revolutionären visuellen Effekten.

Nach dem Unfalltod seines Bruders Rex tritt Speed dessen Erbe als vielleicht bester Rennfahrer an. Als das Supertalent aber ablehnt, für einen Großkonzern zu fahren, erklärt dieser ihm den Krieg. Mit Hilfe seiner Familie versucht Speed zu beweisen, dass er auch manipulierte Rennen gewinnen kann. Doch die Gegner zeigen dem Meisterfahrer, wie rücksichtslos sie ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen.

Nach dem Unfalltod seines Bruders Rex tritt Speed dessen Erbe als vielleicht bester Rennfahrer an. Als das Supertalent aber ablehnt, für einen Großkonzern zu fahren, erklärt dieser ihm den Krieg. Mit Hilfe seiner Familie versucht Speed zu beweisen, dass er auch manipulierte Rennen gewinnen kann. Doch die Gegner zeigen dem Meisterfahrer, wie rücksichtslos sie ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen. Jetzt ist es an Familie Racer, Geschlossenheit zu demonstrieren. Hilfe erhalten sie von dem geheimnisvollen Racer X.

Kritik

Mit einem poppig-bunten Bilderrausch und der Story einer Macht und Manipulation trotzenden Rennfahrerfamilie haben die "Matrix"-Macher erstmals junge Zuschauer für ihre visionären Actionwelten im Visier.

Gab es in "Matrix" noch Pillen zur Bewusstseinstäuschung und Wirklichkeitserfahrung, kennt "Speed Racer" nur eine Droge, die auch im Triumph konsumiert wird: Milch. Ein Symbol für die veränderte Zielgruppenperspektive der Wachowski-Brüder für ihre Adaption der japanischen Kult-Zeichentrickserie der Sixties. So sind auch die Helden wirklich Milchgesichter - ob sie nun mit Traumauto und Kulleraugenfreundin oder einem Schimpansen das Böse bekämpfen.

Der eine ist Speed (Emile Hirsch), nach dem Unfalltod seines Bruders Rex die Frontfigur im Racer-Rennfahrerclan. Der andere ist Speeds kleiner Bruder, die Identifikationsfigur für rebellische Racker. Der Antagonist ist ein Konzernchef, der Rennen manipuliert, um Profite maximieren und den Geruch von Macht inhalieren zu können. Als Speed nicht für ihn fahren will, bedroht das Großkapital den Kleinbetrieb, der von der resoluten Mutter und dem Konstrukteursvater geführt wird.

Diese idealisierte Familie ist die Realisierung des elementarsten Kinderwunschs, der Sehnsucht nach einem emotionalen Hafen, in dem sich alle Wellen glätten. Einen anderen, das Rasen mit coolen Boliden und giftigen Gegnern, erfüllen die Wachowskis mit Rennkursen, die mit extremen Gefällen, Kurven und Schanzen an Achterbahnen und Skateboard-Parks erinnern. Speed wird hier mehr geboten als Dramatik, weil der Schnitt einen Spannungssog selten zulässt, weil trotz übelster Crashs niemand zu Schaden kommt, weil Überblick in der Orchestrierung von springenden, fliegenden, Pirouetten schlagenden Autos nur die Figuren auf der Leinwand haben. Mehrere Rennen bis hin zum finalen Grand Prix flankieren den Plot, in den auch das Geheimnis um Speeds verstorbenen Bruder eingebunden ist.

Den Charme und Witz, den die Rückblenden in Speeds Kindheit zeigen, können die Wachowskis nicht zweistündig konservieren. Figuren und Gefühle treten hinter der optischen Wucht von Schwenks und Zooms, Lichtspielen und Farbrausch, Backgroundcollagen und surrealen Kompositionen zurück. Handgreifliche Action ist auf eine Ninja-Attacke und kleinere Prügeleien reduziert. Sonst dominieren Motoren in diesem in Babelsberg, wie "Sin City" mit Greenscreens und Digitaltechnik entstandenem Big-Budget-Abenteuer. Künstlichkeit ist Stilprinzip in diesem Mix aus "Spy Kids", "Tron", "Rollerball", "The Fast and the Furious" und "Starlight Express", in dem deutsche Filmprominenz Gastauftritte hat und Koreas Popidol Rain die Brücke zum asiatischen Markt schlägt. Nicht jeder Zuschauer wird die visuellen Wunder und den Aufwand dahinter erkennen oder honorieren können. Dennoch haben die Wachowski-Brüder hier eine eigene Welt, unabhängig von bekannten Realitäten, geschaffen. Eine Welt für die kleinen Fantasten, frei nach dem Motto der Coen-Brüder aus "Hudsucker - Der große Sprung": "You know, for kids!". kob.

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Info

Plakat des Films: Speed Racer
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 08.05.2008

USA 2008

Länge: 2 h 15 min

Genre: Action

Originaltitel: Speed Racer

Regie: Andy Wachowski, Lana Wachowski

Drehbuch: Andy Wachowski, Lana Wachowski

Musik: Michael Giacchino

Produktion: Joel Silver, Grant Hill, Andy Wachowski, Lana Wachowski

Kostüme: Kym Barrett

Kamera: David Tattersall

Schnitt: Roger Barton, Zach Staenberg

Ausstattung: Owen Paterson

Website: http://www.SpeedRacer-DerFilm.de

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