Aufwendige High-Speed-Action, in der ein Luxusliner entführt wird und Busfahrerin Bullock auf Wasserski umwechseln muß.

Kinostart: 10.07.1997

Sandra Bullock

Sandra Bullock
als Annie Porter

Jason Patric

Jason Patric
als Alex Shaw

Willem Dafoe

Willem Dafoe
als John Geiger

Temuera Morrison
als Juliano

Brian McCardie
als Merced

Colleen Camp
als Debbie

Christine Firkins
als Drew

Enrique Murciano Jr.
als Alejandro

Bo Svenson
als Capt. Pollard

Michael G. Hagerty
als Harvey

Lois Chiles
als Celeste

Francis Guinan
als Rupert

Kimmy Robertson
als Liza

Silver Tamia
als Sheri Silver

Tim Conway
als Mr. Kenter

Jeremy Hotz
als Ashton

Handlung

Nach der Trennung von ihrem Freund Jack hofft Annie Porter, daß Ruhe in ihr Leben einkehrt. In diesem Fall hätte sie sich vielleicht nicht mit dem Cop Alex Shaw einlassen dürfen, dessen Ruf als Draufgänger nicht von ungefähr kommt. Um seine Freundin zu beruhigen, lädt er sie auf eine Kreuzfahrt in die Karibik ein. Ein großer Fehler: Denn ausgerechnet ihr Schiff wird von Terorristen besetzt.

Nach der Trennung von ihrem Freund Jack hat sich Annie nun mit dem Polizisten Alex Shaw eingelassen. Doch deshalb verläuft ihr Leben nicht weniger aufregend. Denn schon bald entpuppt sich Alex als draufgängerisches Mitglied einer Spezialeinheit. Um Annie zu beruhigen, lädt er sie auf eine Karibik-Kreuzfahrt ein. Aus dem Urlaub zu zweit wird jedoch nichts. An Bord des Luxus-Liners befindet sich nämlich nicht nur der irre Terrorist Geiger, sondern auch einige von ihm installierte Bomben, die jeden Augenblick hochgehen können.

Hochgeschwindigkeits-Busfahrerin Annie zieht es zu aktiven Männern hin. Auch ihr neuer Freund ist ein kampferprobter Held. Dieser lädt Annie auf eine Kreuzfahrt ein. Doch aus dem geruhsamen Urlaub wird bald ein aktionsreiches Katz-und-Maus-Spiel mit einem rachsüchtigen Computerexperten, der das Schiff mit einer Bombe bestückt hat. Fortsetzung vom Bus-Thriller "Speed", auch diesmal wieder mit Sandra Bullock.

Kritik

Der Geschwindigkeitsrausch des schnellen Erfolges sollte für Regisseur Jan De Bont ("Twister") mit dem nicht restlos überzeugenden Sequel zu seinem Debüterfolg "Speed" aus dem Jahr 1994 erstmals ein wenig gedrosselt werden. Nach einem gewaltigen Startwochenende sollte die auf einen Luxuskreuzer verlegte Standard-Action im Fahrwasser übermächtiger Konkurrenz alsbald an Einspiel-Speed einbüßen. Die nach wie vor beeindruckende Sandra Bullock sollte das Publikum dennoch für sich gewinnen können.

Nachdem Keanu Reeves, faszinierender Star des Originals, es ablehnte, an der Fortsetzung mitzuwirken, wurde er von Jason Patric (zeigte zuletzt in "Sleepers" die Qualitäten eines Leading Man) ersetzt. Erneut mit an Bord ist hingegen "Busfahrerin" Sandra Bullock, der hier jedoch weit weniger Gelegenheit gegeben wird, das Steuer bzw. Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Abgesehen von einem couragierten Kettensägen-Einsatz wird ihr vorwiegend die unglückliche Opfer-Rolle zugewiesen, in der sie sich um ihren Boyfriend sorgt und etwas überflüssig als Geisel genommen wird. Ansonsten ist sie in ihrem hautengen, bauchfreien Minirock-Outfit aus schwarzer Spitze adrett anzusehen und bringt gekonnt ihre patentierte Persona als liebenswertes Schusselchen ein, das Alt und Jung bisher so sehr zu schätzen wußten.

In der vielversprechenden Eröffnungsszene unternimmt sie eine gemeingefährliche Fahrprüfung, während ihr Cop-Freund Alex im Gegenschnitt auf dem Motorrad einen Kriminellen verfolgt. Als sich ihre Wege schließlich kreuzen, findet Annie heraus, daß Alex gar kein verschlafener Fahrrad-Polizist, sondern ein draufgängerischer SWAT-Teamangehöriger ist. Die erste halbe Stunde versucht De Bont nun - womöglich um den Vorwurf, bisher seien seine Charakterzeichnungen eher dünn, und den mehrfach angebrachten Leitsatz "Beziehungen, die auf extremen Umständen beruhen, klappen nie", zu entkräften - ein wenig persönliches Drama einzubauen. Doch ob oder wann Alex ihr nun einen Heiratsantrag macht, ist eine Frage, die bestenfalls am Rande interessiert, da zwischen Bullock und Patric mehr kumpelhafte, denn romantische Chemie herrscht. Ungeduldig beginnt man auf die Action zu warten. Zuvor wird Willem Dafoe (zuletzt in "Der englische Patient") ohne einen Anflug von Suspense als verhärmter Bösewicht Geiger eingeführt. Seine Motivationen sind Rache, da er sich bei der Entwicklung des Computersystems des Luxuskreuzers Seabourn Legend eine "lebensbedrohliche Kupfervergiftung" zuzog und daraufhin gefeuert wurde, und die Gier auf die an Bord befindlichen Diamanten.

Bei der Inszenierung der kurz darauf folgenden Nonstop-Actionmomente ist De Bont, der als Kameramann von "Alarmstufe: Rot" und "Jagd auf Roter Oktober" hilfreiche Inspirationen sammeln konnte, endlich wieder in seinem Element. Das Schiff steuert nach Geigers Computermanipulation direkt auf einen Öltanker zu. Als ein Zusammenprall in letzter Sekunde abgewendet werden kann, zermalmt die Seabourn Legend in einer fünfminütigen Dampf(er)walz-Sequenz einen Großteil der Karibikinsel St. Martin. Gefahren lauern zudem im steckengebliebenen Schiffsaufzug, einem Rettungsboot, bei Feuer und Überflutungen im Schiffsinneren und nicht zuletzt in Gestalt eines Schiffspropellers. Erstaunlicherweise wurde das Ausmaß des Blutvergießens und der Bodycount extrem in Grenzen gehalten: Lediglich der Kapitän und Geiger segnen offensichtlich das Zeitliche.

Ein Grund, weshalb "Speed 2" nicht so recht auf Touren kommen will, ist die fehlende packend-klaustrophobische Konstellation des Originals. Der Luxuskreuzer wirkt fast zu weitläufig, sicher und unzerstörbar und - Hauptmanko - schlichtweg viel zu langsam. Für wahre "Speed"-Freaks also nicht die erhoffte rasante Turbo-Unterhaltung, aber immerhin ein solides Action-Gefährt, das Spaß macht. ara.

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Info

Plakat des Films: Speed 2: Cruise Control
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 10.07.1997

USA 1997

Länge: 2 h 1 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Speed 2: Cruise Control

Regie: Jan de Bont

Drehbuch: Randall McCormick, Jan de Bont, Jeff Nathanson

Musik: Mark Mancina

Produktion: Steve Perry, Jan de Bont, Michael Peyser

Kostüme: Louise Frogley

Kamera: Jack N. Green

Schnitt: Alan Cody

Ausstattung: Joseph C. Nemec, Bill Kenney