Tragikomisches Abenteuer eines notorischen Betrügers und sein gefährliches Spiel mit wechselnden Identitäten.

Kinostart: 09.04.2009

Devid Striesow

Devid Striesow
als Frank

Nadja Uhl

Nadja Uhl
als Tanja

Jörg Schüttauf

Jörg Schüttauf
als Peter

Floriane Daniel
als Marie

Thorsten Merten
als Schlickenrieder

Elisabeth Trissenaar
als Fritzi

Christian Kahrmann
als Mike

Marc Zwinz
als Bew

Hansa Czypionka
als G

Margret Völker
als Vorarbeiterin

Leonie Brandis
als Verk

Heinz-Josef Braun
als Dieter

Elzemarieke de Vos
als Ehefrau in Wohnung

Norbert Hülm
als Filialleiter Herr Lottner

Heike Jonca
als Krankenschwester

Patrick Diemling
als Ehemann in Wohnung

Die Handlung von So glücklich war ich noch nie

Betrüger Frank (Devid Striesow) ging der Polizei ins Netz, weil er sich auf einen verhängnisvollen Flirt mit einer hübschen Boutique-Kundin eingelassen hatte. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis zieht er zu seinem Bruder Peter (Jörg Schüttauf), der ein ehrliches Leben führt. Zunächst entsagt Frank seinen Umtrieben. Dann trifft er Tanja (Nadja Uhl) wieder, die Frau aus der Boutique. Er verliebt sich in sie und gerät wieder auf die schiefe Bahn.

Betrüger sind sein Spezialgebiet: Nach der Doku "Die Hochstapler" widmet sich Alexander Adolph in seinem Spielfilmdebüt erneut den traurig-komischen Erlebnissen eines Schwindlers. Sehnsüchte lassen Devid Striesow ("Yella") ein gefährliches Spiel mit falschen Identitäten beginnen.

Gerade aus der Haft entlassen, sucht Betrüger Frank Unterschlupf bei seinem grundehrlichen Bruder. Sein Versuch, rechtschaffen in einer Putzkolonne Geld zu verdienen, scheitert bald. Er trifft die Frau, eine Prostituierte, wieder, die ihn damals mehr zufällig in den Knast brachte. Er stellt ihr nach und verliebt sich in sie. Die Bordellbesitzerin schickt ihm Schläger auf den Hals. Die nehmen sich versehentlich seinen Bruder vor. Frank posiert als Makler, um ordentlich abzukassieren und die Geliebte freizukaufen.

Kritik zu So glücklich war ich noch nie

Tragikomisches Abenteuer eines notorischen Betrügers und sein gefährliches Spiel mit wechselnden Identitäten.

Sie sind ein beliebtes Sujet im Kino, die gewitzten Lügner und Hochstapler, vom "Hauptmann von Köpenick" über die "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" bis hin zu den Gentleman-Gaunern von "Ocean's Eleven" Mit seinem Dokumentarfilm "Die Hochstapler" tauchte Alexander Adolph schon ein in die Welt eines Menschen, der immer wieder ein falsches Spiel treibt.

Auch in seinem Spielfilmdebüt lässt ihn die Psyche eines Schwindlers nicht los, der seiner Sucht nach Anerkennung und Bestätigung ständig aufs Neue verfällt. Gerade nach zweijähriger Haft entlassen, rächt sich eines seiner Opfer an ihm. Total zerschunden nimmt ihn der total ehrliche und (spieß)bürgerliche Bruder auf und fast klappt sein Versuch, mit rechtschaffener Arbeit in einer Putzkolonne Geld zu verdienen. Doch dann sieht Frank ausgerechnet die blonde Frau wieder, die ihn damals mehr zufällig in den Knast brachte. In einer Boutique wollte er ihr mit falscher Kreditkarte einen teuren Mantel bezahlen und auf der Flucht durchs Toilettenfenster schnappte ihn die Polizei. Jetzt unternimmt er alles, um die Prostituierte zu umgarnen, weshalb ihm die Bordellchefin ein paar Schläger auf den Pelz schickt. Die prügeln versehentlich seinen Bruder krankenhausreif, dem er großspurig Promibehandlung besorgt. Außerdem kassiert er für eine fremde Wohnung vielfache Maklergebühren und kann sogar das Mädchen auslösen.

Adolphs Betrüger ist ein Getriebener, der nicht aus seiner Haut heraus kann, Schwächen und Gier seiner Opfer genau einschätzt und davon profitiert, wenn auch nur kurzfristig. Hinter dem krankhaften Verhalten steht Unsicherheit, die zwanghafte Sehnsucht nach anderer Identität und der Wunsch geliebt zu werden. Devid Striesow und Nadja Uhl verkörpern die zwei verlorenen Außenseiter und ihren Hunger nach Leben mit fast beängstigender Intensität, überzeugend auch Jörg Schüttauf als naives Bruderherz. Striesows charmanter Betrüger wirkt so echt, dass man ihm alles abkaufen würde ohne einen Hauch von Misstrauen, ein Bernhard L. Madoff im Taschenformat. Fein austariert ist die Balance zwischen Komik, Tragik und Groteske, die am Ende in einen Moment geborgten Glücks mündet. mk.

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Info

Plakat des Films: So glücklich war ich noch nie
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 09.04.2009

Deutschland 2009

Länge: 1 h 34 min

Genre: Drama

Originaltitel: So glücklich war ich noch nie

Regie: Alexander Adolph

Drehbuch: Alexander Adolph

Musik: Dieter Schleip

Produktion: Milena Maitz, Ernst Ludwig Ganzert, Wolfgang Tumler

Kostüme: Christian Röhrs

Kamera: Jutta Pohlmann

Schnitt: Silke Botsch

Ausstattung: Tom Hornig

Website: http://sogluecklich.kinowelt.de