Erfrischend anderer Vampirfilm aus Schweden, der sich dem Thema aus Kinderaugen nähert.

Kinostart: 23.12.2008

Handlung

Der schüchterne Einzelgänger Oskar (Kåre Hedebrant) lebt bei Stockholm und wird von Mitschülern gnadenlos gehänselt. Seine alleinerziehende Mutter bekommt davon nichts mit, und der 12-Jährige flüchtet sich in Rachegedanken. In der neu zugezogenen Eli (Lina Leandersson) findet er eine Freundin. Sie wohnt bei ihrem Vater Håkan (Per Ragnar) und gibt Oskar Selbstvertrauen. Zeitgleich häufen sich unheimliche Morde. Und Eli erscheint nur nachts.

Die schwedische Romanverfilmung nach John Ajvide Lindqvists erzählt mit Arthaus-Mitteln eine tief bewegende Liebesgeschichte zwischen einem Jungen und einem Vampir. Der rundweg ungewöhnliche, romantische Nacht-Thriller gewinnt der Blutsauger-Thematik beeindruckende Aspekte ab.

Der zwölfjährige Oskar lebt in einer grauen Betonsiedlung vor Stockholm. Der schmale Junge wird von Mitschülern ständig drangsaliert, wehrt sich aber nicht. Da trifft er nach Sonnenuntergang auf dem Spielplatz die gleichaltrige Eli. Langsam freundet er sich mit dem seltsamen Mädchen an und entdeckt, dass sie ein Vampir ist. Sie lehrt ihn, sich zu verteidigen, zurückzuschlagen. Bald herrschen im Viertel Angst und Schrecken.

Der zwölfjährige Oskar lebt in einer grauen Betonsiedlung vor Stockholm. Der schmale Junge wird von Mitschülern ständig drangsaliert. Wehren kommt nicht in Frage, obwohl sich der Frust aufstaut. Da trifft er nach Sonnenuntergang auf dem Spielplatz die gleichaltrige Eli, die neu ins Viertel gezogen ist. Langsam freundet er sich mit dem seltsamen Mädchen an. Schließlich entdeckt Oskar, dass sie ein Vampir ist. Sie lehrt ihn, sich zu verteidigen und zurückzuschlagen. Bald herrschen im Viertel Angst und Schrecken.

Kritik

Zwischen Thriller, Coming of Age und Vampirdrama knüpfen zwei jugendliche Außenseiter im vereisten Schweden eine seltsame Freundschaft.

Es muss nicht immer nur blutrot von der Leinwand tropfen, wenn Vampire zubeißen. In der gleichnamigen Verfilmung des Romans von John Ajvide Lindqvist, der auch das Drehbuch verfasste, finden zwei Zwölfjährige in kühlen Bildkompositionen und großer Symbolkraft zueinander. Auch wenn Regisseur Tomas Alfredson den Blutsaugerkonventionen seine Referenz erweist, bleiben die Konstellationen überraschend "anders". Im Jahr 1982 liegt das Land unter einer Schneedecke, die alles erstickt, auch Gefühle. Die Menschen in einem Stockholmer Vorort, dessen Beton-Wohnblöcke wie Menetekel in den grauen Himmel ragen, haben sich an die Kälte gewöhnt, die Schüler stehen morgens im Dunkeln auf und gehen zur Schule. Unter ihnen auch Oskar, ein schmaler blonder Junge mit wasserblauen Augen, der von einigen Jungs ständig drangsaliert wird. Er wehrt sich nicht, nur wenn er allein ist, rammt er rachelustig ein Messer in den Baum, um seine Aggressionen raus zu lassen. Als das Scheidungskind auf dem Spielplatz die gleichaltrige Eli trifft, die nur nach Sonnenuntergang barfuss ins Freie geht, stehen sich die beiden fast wie Feinde gegenüber, dann befreunden sie sich. Und das bleiche Mädchen mit den großen und traurigen Augen lehrt ihn, sich zu verteidigen, zurückzuschlagen. Sie ist ein Vampir, sie braucht Blut und holt es sich. Bald herrschen in dem ruhigen Viertel Angst und Schrecken.

Bis auf wenige für das Genre notwendige drastische Horrorszenen strahlt der Film eine bewundernswerte Stille und Sensibilität aus, zeigt die bedrohliche Welt aus dem Blickwinkel der Heranwachsenden, die sich mangels Verständnis durch die Erwachsenen zusammenschließen. Einsamkeit und Isolation überall. Trotz bleierner Zeit und harter sozialer Bedingungen darf ein bisschen Romantik flackern und das überraschende, augenzwinkernde Ende verströmt einen kleinen Hauch von Glück. Die Realität ist dünn und zerbrechlich, so wie die Psyche der Protagonisten, die sich gegenseitig Kraft geben. Dass die genreübergreifenden Handlungsstränge zusammen passen, liegt auch an den jungen Hauptdarstellern Kare Hedebrant und Lina Leandersson, die sich wie zwei Seiten ein- und derselben Medaille ergänzen. mk.

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Info

Plakat des Films: So finster die Nacht
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 23.12.2008

Schweden 2008

Länge: 1 h 55 min

Genre: Horror

Originaltitel: Låt den rätte komma in

Regie: Tomas Alfredson

Drehbuch: John Ajvide Lindqvist

Buchvorlage: John Ajvide Lindqvist

Musik: Johan Söderqvist

Produktion: Carl Molinder, John Nordling

Kostüme: Maria Strid

Maske: Maria Strid

Kamera: Hoyte van ma

Schnitt: Dino Jonsäter, Tomas Alfredson

Ausstattung: Eva Norén

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