Top-Thriller mit Dwayne Johnson, der sich undercover ins Drogen-Mileu einschleust um seinen Sohn vor einer ungerechten Haftstrafe zu bewahren.

Kinostart: 06.06.2013

Szenenbild aus Snitch - Ein riskanter Deal mit Dwayne JohnsonDwayne Johnson

Dwayne Johnson
als John Matthews

Barry Pepper

Barry Pepper
als Agent Cooper

Jon Bernthal

Jon Bernthal
als Daniel James

Susan Sarandon
als Joanne Keeghan

Michael K. Williams
als Malik

Rafi Gavron
als Jason Collins

Melina Kanakaredes
als Sylvie Collins

Nadine Velazquez
als Analisa

Benjamin Bratt
als Juan Carlos „El Topo“ Pintera

Lela Loren
als Vanessa

JD Pardo
als Benicio

David Harbour
als Jay Price

Harold Perrineau
als Jeffery Steele

Handlung

Lagerist John erfährt, dass seinem Sohn Jason eine langjährige Haftstrafe droht, weil ihm von einem Freund Drogen untergeschoben wurden. Da Jason seinerseits niemand Unschuldigen kompromittieren will, macht die herablassende Staatsanwältin John keine Hoffnung. So beschließt er, sich auf eigenes Risiko durch einen ahnungslosen Kollegen bei Drogendealern einzuschleusen und als Kurier zu arbeiten, um somit der DEA jemanden für einen Strafnachlass ans Messer zu liefern. Doch die Anwältin zwingt ihn weiterzumachen, was sein Leben und das seiner Familie gefährdet.

Lagerist John erfährt, dass seinem Sohn Jason eine langjährige Haftstrafe droht, weil ihm von einem Freund Drogen untergeschoben wurden. Da Jason niemand Unschuldigen kompromittieren will, macht die Staatsanwältin John keine Hoffnung. So beschließt er, sich durch einen ahnungslosen Kollegen bei Drogendealern einzuschleusen und als Kurier zu arbeiten, um somit der DEA jemanden für einen Strafnachlass ans Messer zu liefern. Die Anwältin zwingt ihn weiterzumachen, was sein Leben und das seiner Familie gefährdet.

Actionthriller, in dem sich Dwayne Johnson von einer ganz anderen Seite zeigt. Ein Mann legt sich mit einem mexikanischen Kartell an, um seinen Sohn vor einer langjährigen Haftstrafe zu bewahren.

Kritik

Als besorgter Familienvater lässt sich "The Rock" mit gefährlichen Dealern ein, um seinen Sohn zu retten.

Entgegen seines Images des unverwüstlichen Actionhelden setzt Dwayne Johnson auf ein auf Tatsachen beruhendes Thrillerdrama, in dem er die US-Mittelklasse mit ihren Werten verkörpert und - weitgehend realitätsnah - als Vater Courage ganz ohne Superkräfte Leben und Moral riskiert, um seinen Sohn vor einer drakonischen Gefängnisstrafe zu bewahren. In dem auf fast schon dokumentarische Spannung ausgelegten 15-Millionen-Werk des Ex- Stuntchoreographen Ric Roman Waugh, der das Drehbuch mit Justin Haythe ("Zeit des Aufruhrs") schrieb, spielt Action nur eine untergeordnete Rolle. Schauspielerisch hingegen kann sich Johnson mühelos neben Oscarpreisträgerin Susan Sarandon profilieren.

Mit offener Kritik am US-Justizsystem geht es los: Johnsons unbescholtener Filmsohn Rafi Gavron ("Tintenherz") tappt in eine dreiste Falle der Polizei, die ihn nun wegen Drogenhandels für mindestens zehn Jahre einsperren will. Außer, er liefert, wie sein Freund ihn, jemand anderen ans Messer, was er standhaft verweigert. Seine beklemmende Situation - kühle Behörden, Angriffe im Gefängnis - schildert Waugh eindringlich aus Sicht der getrennt lebenden Eltern, die bestürzt den Schock verdauen müssen. Johnson, Lagerist einer Konstruktionsfirma, bleibt als einzige Chance, einen unmoralischen Deal, eben jenen "Snitch", mit einer herablassenden Staatsanwältin (Sarandon als eiskaltes Miststück) einzugehen: sich auf eigenes Risiko bei Drogendealern einzuschleichen und ihr einen Kartellboss (unauffällig bedrohlich: Benjamin Bratt) gegen Haftkürzung zu liefern.

Wie der vor Sorge vergehende Familienvater Spielball eiskalter Machtinteressen des Staates wird, sich für seinen Sohn, den er für seine Integrität bewundert, aufopfert, ähnelt den undankbaren Schicksalen der Undercover-Figuren aus "Broken City" oder "Departed" und bewegt sich mit seinen ungeschminkten Milieuansichten ganz nah an Serien wie "The Wire" und "Breaking Bad", wo Misstrauen die Überlebenswährung ist. In einer nichts verzeihenden Wirklichkeit will ein rechtschaffener Mann vergangene Fehler gutmachen und trifft Gewissensentscheidungen, die seine Familie gefährden - und die eines ahnungslosen Kollegen und Ex-Häftlings (Jon Bernthal aus "The Walking Dead" bringt seine inneren Konflikte ebenso hervorragend an). Zu zweit im Truck schmuggeln sie Drogen für ein Kartell, von der DEA (kaum zu erkennen: Barry Pepper als Zottel-Agent) zum weitermachen gezwungen. Man nimmt Johnsons glaubhafter Figur ab, dass er nicht nur in permanenter Lebensgefahr schwebt - er gerät unvorbereitet in Schusswechsel und Verfolgungsjagden -, sondern auch knietief im moralischen Sumpf versinkt, beides nachdrücklich spürbar durch den düsteren elektronischen Score von "City of God"-Komponist Antonio Pinto. So dürften Fans dem ungewohnten Auftritt des lässigen Muskelbergs als einfachen Mann im Würgegriff von Kartellen und einem seine Bürger mitleidlos kompromittierenden Staat bereitwillig ins Actionfinale folgen, das mit einer gefühlvollen Familienvereinigung belohnt. tk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 06.06.2013

USA 2013

Länge: 1 h 52 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Snitch

Regie: Ric Roman Waugh

Drehbuch: Justin Haythe, Ric Roman Waugh

Musik: Antonio Pinto

Produktion: Dwayne Johnson, Justin Haythe, Matt Jackson, Nigel Sinclair, Tobin Armbrust, Jonathan King, Dany Garcia, Alexander Yves Brunner

Kostüme: Kimberly Adams-Galligan

Kamera: Dana Gonzales

Schnitt: Jonathan Chibnall

Ausstattung: Vincent Reynaud

Website: http://www.snitch-derfilm.de

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