Liebeskomödie mit Karoline Herfurth, die SMS an ihren verstorbenen Freund schreibt – doch die Nummer gehört jetzt einem anderen.

Kinostart: 15.09.2016

Frederick Lau
als David

Friederike Kempter
als Fiona

Katja Riemann
als Henriette Boot

Samuel Finzi
als Wortmann

Enissa Amani
als Nikki

Tom Beck
als Jonathan

Cordula Stratmann
als Verlegerin Volkovicz

Florian Stetter
als Ben

Uwe Preuss
als Kalle

Handlung

Eine Frau schreibt SMS an ihren verstorbenen Freund, doch die Nummer wurde neu vergeben. Ein Wink des Schicksals?

Clara kommt nicht über den Tod ihrer großen Liebe Ben hinweg. Der Unfall liegt inzwischen allerdings schon zwei Jahre zurück, und Claras Mitbewohnerin Katja hat den ewigen Trauerkloß satt. Clara soll endlich ihr Leben weiterleben. Stattdessen verschickt die Freundin täglich wehmütige SMS an Bens alte Handynummer.

Tatsächlich hilft der vermeintliche Kontakt zum verstorbenen Liebsten Clara bei der Bewältigung ihrer Trauer. Es gibt nur einen Haken: Bens alte Nummer wurde inzwischen neu vergeben. Das bedeutet: Die SMS landen nicht im Nirvana, wie gedacht, sondern kommen bei jemandem an. Um genau zu sein bei Sportjournalist Mark. Der ist gerührt und versucht herauszufinden, wer hinter den Nachrichten steckt...

Karoline Herfurth hat mit Teenager-Komödien wie „Mädchen, Mädchen“ angefangen und machte sich als eine der gefragtesten deutschen Schauspielerinnen einen Namen, etwa in Tom Tykwers „Das Parfum“ oder als Lisi Schnabelstedt in dem Kult-Hit „Fack Ju Göhte“. In diesem Jahr feiert sie ihr Kinodebüt als Regisseurin mit ihrer ersten Rom-Com.

Die emotionale Story setzt die 32-Jährige mit viel Gefühl und dem Gespür für den richtigen Ton um. Für bewegende Momente und viel Humor sorgen an ihrer Seite Schauspielkollegen wie Nora Tschirner, Friedrich Mücke und Frederick Lau.

Kritik

Bittersüße Romanze um eine Frau, die um ihren verstorbenen Freund trauert und ihm SMS schreibt, die bei einem Unbekannten landen.

Mit einer Romanze mit viel Humor und Gefühl gibt Karoline Herfurth, die auch die Hauptrolle spielt, ihr gelungenes Regiedebüt nach dem gleichnamigen Roman von Sofie Cramer. Herfurth, die als Schauspielerin in Dramen ebenso wie Komödien eine gute Figur macht, demonstriert auch als Regisseurin Talent für beides. Was auf Papier wie ein Nicolas-Sparks-Melodram wirken mag entpuppt sich schnell als charmante Komödie, die neben der sich entwickelnden Romanze zwischen Herfurths trauernder Kinderbuchautorin Clara und Friedrich Mückes Sportjournalist Mark besonders viel Witz in den Szenen mit der besten Freunden der Protagonisten, gespielt von Nora Tschirner und Frederick Lau, entwickelt. Rasant kann die Stimmung zwischen tragisch und komisch wechseln, etwa wenn Tschirners Katja Clara schnoddrig aufzuheitern versucht.

Während Clara auch nach zwei Jahren noch an ihren toten Verlobten denkt und nicht im Traum an ein Date, ist Mark in einer Beziehung, die er so fest wie seine Freundin (Friederike Kemper) nicht haben will. Im Beruf haben beide ebenfalls zu kämpfen. Sie wird von ihrer Verlegerin (sehr gut: Cordula Strattmann) unter Druck gesetzt, er von seinem Chef (sehr gut wie immer: Samuel Finzi) verdonnert, eine Schlagersängerin statt Lionel Messi zu interviewen. Ausgerechnet diese ein wenig überkandidelte Dame (herrlich: Katja Riemann) mit Schmalztexten und Engelsflügeln wird zum Amor für Clara und Mark. Auch wenn es bis zum Happy End wie es sich gehört noch einige Hürden zu nehmen gibt.

Die Höhen und Tiefen der (Liebes- und Lebens-)geschichte werden mit den passenden, teils sehr populären Songs betont. Wie die Schauspieler werden auch Berlin und seine Schauplätze von ihrer schönsten Seite gezeigt, der Zoo in leuchtend herbstlichen Farben, die Spree bei romantischer Nachtbeleuchtung bei Nacht. Auch eine heimelige Stammkneipe fehlt nicht, in der sich das Paar in spe zigmal verfehlt. Beim Happy End finden sich nicht nur Clara und Mark, ihre besten Freunde und Arbeitgeber als Paar wieder, sondern die Zuschauerin (und wohl auch der Zuschauer) rundum glücklich beim launigen Schlager-Musik-Clip zum Abspann. Nach den Schauspielkollege Til Schweiger, Matthias Schweighöfer oder Simon Verhoeven empfiehlt sich nun auch Herfurth mit ihrem Film über "Männerherzen" und "Traumfrauen" als Regisseurin für sympathische publikumswirksame Komödien. hai.

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Info

Kinostart: 15.09.2016

Deutschland 2016

Länge: 1 h 47 min

Genre: Komödie

Originaltitel: SMS für Dich

Regie: Karoline Herfurth

Drehbuch: Andrea Willson, Anika Decker, Malte Welding, Karoline Herfurth

Musik: Annette Focks

Produktion: Christopher Doll, Lothar Hellinger

Kostüme: Lisy Christl

Kamera: Andreas Berger

Schnitt: Simon Gstöttmayr

Ausstattung: Christian M. Goldbeck

Website: http://film.info/smsfuerdich

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