Wilder und doch augenzwinkernder Horrorfilm, in dem eine Kleinstadt von einem außerirdischen Organismus heimgesucht wird.

Kinostart: 22.06.2006

Nathan Fillion

Nathan Fillion
als Bill Pardy

Elizabeth Banks

Elizabeth Banks
als Starla Grant

Michael Rooker

Michael Rooker
als Grant Grant

Gregg Henry
als Jack MacReady

Don Thompson
als Wally

Tania Saulnier
als Kylie Strutemyer

Jenna Fischer
als Shelby Cunningham

Brenda James
als Brenda Gutierrez

William MacDonald
als Kylies Vater

Haig Sutherland
als Trevor Carpenter

Jennifer Copping
als Margaret Hooper

Iris Quinn
als Kylies Mutter

Handlung

Auf den ersten Blick ist in der verschlafenen Kleinstadt Wheelsy die Welt noch in Ordnung - selbst wenn hinter den gutbürgerlichen Fassaden manch Ehedrama seinem blutigen Höhepunkt entgegen fiebert. Nun aber ist eine neue Gefahr im Anzug, herab gepurzelt aus den Weiten des Weltalls oder gar einer anderen Dimension, bereit die Menschheit zu infizieren, ja, zu zombifizieren. Bald stehen nur noch der brave Dorfsheriff (Nathan Fillion) und die heiße Frau vom Bürgermeister (Elizabeth Banks) zwischen uns und dem Weltenende.

James Gunn

In der verschlafenen Kleinstadt Wheelsy hält etwas Unheimliches Einzug. Immer mehr Haustiere verschwinden spurlos, und Grant Grant, der reichste Bürger der Stadt, verhält sich noch exzentrischer als sonst. Mit Hilfe von Grants Ehefrau Starla machtsich Sheriff Bill Pardy daran, das Geheimnis von Wheelsy zu entschlüsseln... und eine Horde Blutwürmer zu konfrontieren.

Grant Grant ist ein Redneck wie er im Buche steht, doch so gierig auf saftiges Fleisch wie in letzter Zeit hat seine Frau ihn noch nie erlebt. Da der gute Grant in seinem unersättlichen Hunger auch vor Menschen nicht zurückschreckt, gibt sie sich einen Ruck und alarmiert den Sheriff. Bald kommt ans Licht, dass ihr Mann von einer außerirdischen Spezies infiziert wurde und nun fleißig Parasiten im heimischen Südstaatenkaff Wheelsy verteilt, die nicht nur äußerst eklig anzuschauen sind, sondern auch verdammt hungrig machen.

Kritik

Spaß, Schocks, Schleim und Splatter sind augenzwinkerndes Programm in der Oldschool-Horrorkomödie von Drehbuchautor ("Dawn of the Dead"-Remake) James Gunn.

Gunn ist ein Mann mit vielen Facetten: Einerseits verfasste er die Skripts für die beiden "Scooby Doo"-Familienfilme, andererseits war er einst auch bei der legendären Low-Budget-Horror-Produktionsfirma Troma angestellt (deren Präsident Lloyd Kaufman hier einen Cameo-Auftritt hat). Für sein eigenes Studio-Regiedebüt (er inszenierte bereits "Tromeo and Juliet") ließ sich Gunn nicht nur von deren umfangreichen Katalog inspirieren, sondern bediente sich bei den Kultklassikern des Genres und flocht noch diverse Insiderwitze ein. Insbesondere die Horrorhits der 80er Jahre haben es ihm angetan, und so knüpft er da an, wo Peter Jackson mit "Bad Taste", "Braindead" und "Meet The Feebles" aufhörte.

Der Film beginnt Sci-Fi-mäßig mit einem Meteoritenabsturz, über den außerirdische Körperfresser in das verschlafene Kaff Wheelsy kommen und sich wie "Der Blob" parasitär-exzessiv ausbreiten. Zunächst wird jedoch nur der wohlhabende Geschäftsmann Grant Grant (ein glatzköpfiger Michael Rooker) befallen. Er ist mit der attraktiven Lehrerin Starla (Elizabeth Banks als moderne Variante der Hitchcock-Blondine) verheiratet, in die auch der lokale Sheriff Bill Pardy (Nathan Fillion aus "Serenity") schon lange verliebt ist. An ihn wendet sich Starla, als Grant beginnt, sich zunehmend seltsamer zu benehmen. Denn nicht nur sättigt Grant seine unstillbare Fleischgier mit Hunden und Wildgetier, sondern er beginnt optisch dem "Toxic Avenger" und dem unheimlichen Zwilling aus "Basket Case" zu gleichen. Darüber hinaus macht bald eine von ihm gezeugte Horde von Blutwürmern (gefräßige Mini-"Tremors - Im Land der Raketenwürmer") das Redneckdorf unsicher. Dadurch werden die Bewohner (unter denen sich Lookalikes von Wes Craven und John Carpenter finden) über Nacht in säurespuckende Zombies verwandelt. Sheriff Pardy, Starla und ein Teenager-Mädchen (die eine krasse Badewannen-Szene à la Cronenbergs "Parasiten-Mörder" absolviert) schreiten nun zum explosiven Gegenangriff.

Angesichts des gängigen Remake-Zyklus im Filmgeschäft war es nur eine Frage der Zeit, bis das Genre der Eighties-Horrorkomödie, die unappetitlich-grotesken "Bad Taste"-Horror mit parodistischen "Tanz der Teufel"-Humor kreuzt, reanimiert werden würde. Die jüngere Publikumsgeneration wird mit den Referenzen und überzogenen Effekten womöglich nicht sonderlich viel anfangen können. Alte Horrorhasen hingegen werden sich an den weitgestreuten Details (selbstverständlich bietet auch die Soundtrack-Auswahl Anlass zur Erheiterung) ergötzen. Daher dürfte sich dieses Creature-Feature in Fankreisen zu Kultstatus schlängeln. ara.

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Info

Plakat des Films: Slither - Voll auf den Schleim gegangen
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 22.06.2006

USA 2006

Länge: 1 h 35 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Slither

Regie: James Gunn

Drehbuch: James Gunn

Musik: Tyler Bates

Produktion: Paul Brooks, Eric Newman, Jeff Levin

Kostüme: Patricia Hargreaves

Kamera: Gregory Middleton

Schnitt: John Axelrad

Ausstattung: Andrew Neskoromny, Michael Norman Wong

Website: http://www.slither-vollaufdenschleimgegangen.de

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