Kinostart: 24.02.2000

Johnny Depp

Johnny Depp
als Ichabod Crane

Christina Ricci

Christina Ricci
als Katrina Van Tassel

Miranda Richardson

Miranda Richardson
als Lady Van Tassel

Michael Gambon
als Baltus

Casper Dien
als Brom

Jeffrey Jones
als Reverend Steenwyck

Ian McDiarmid
als Dr. Lancaster

Michael Gough
als Notary Hardenbrook

Christopher Lee
als Burgomaster

Christopher Walken
als Headless Horseman

Richard Griffiths
als Magistrate Phillipse

Lisa Marie
als Lady Crane

Marc Pickering
als Young Masbath

Steven Waddington
als Killian

Claire Skinner
als Beth Killian

Alun Armstrong
als High Constable

Mark Spalding
als Jonathan Masbath

Jessica Oyelowo
als Sarah

Handlung

Constable Ichabod Crane (Johnny Depp) wird in die verschlafene Gemeinde Sleepy Hollow geschickt, um dort eine grauenvolle Mordserie aufzuklären. Zunächst will er nicht glauben, dass es sich beim Schuldigen um einen kopflosen Reiter handeln soll, wie ihm alle Einwohner versichern. Doch als er mit eigenen Augen Zeuge der Bluttat wird, wird das Wertesystem des rationalen Kopfmenschen Crane auf den Kopf gestellt.

Köpfe rollen - und so manchem werden die Augen übergehen. Einmal mehr stellt Tim Burton mit seinem opulenten und symbolträchtigen Horrormärchen faszinierend unter Beweis, dass er einer der visuell virtuosesten Big-Budget-Regisseure ist. Johnny Depp und Christina Ricci stehen im Zentrum des morbiden Mörder-Mystery-Menuetts, das sich auch auf humorvolle Weise vor diversen Horrorklassikern verbeugt.

Constable Ichabod Crane wird in die verschlafene Gemeinde Sleepy Hollow geschickt, um dort eine grauenvolle Mordserie aufzuklären. Zunächst will er nicht glauben, dass es sich beim Schuldigen um einen kopflosen Reiter handeln soll, wie ihm alle Einwohner versichern. Doch als er mit eigenen Augen Zeuge der Bluttat wird, wird das Wertesystem des rationalen Kopfmenschen Crane auf den Kopf gestellt.

Im Jahre 1799 wird der New Yorker Polizist Ichabod Crane in das Städtchen Sleepy Hollow entsandt, wo innerhalb kürzester Zeit drei kopflose Leichen aufgefunden wurden. Im Ort munkelt man, dass hinter diesen Morden der Geist eines kopflosen Reiters steckt. Doch Crane, aufgeklärt und fortschrittlich, ist sich sicher, dass es eine logische, sprich natürliche Erklärung für all die absonderlichen Vorkommnisse gibt. Weit gefehlt! Der aufrechte Gesetzeshüter muss sich alsbald die Existenz des mysteriösen Reiters eingestehen.

Der New Yorker Polizist Ichabod Crane soll 1799 im Städtchen Sleepy Hollow die Ermordung dreier Menschen, die ohne Kopf aufgefunden wurden, aufklären. Im Gegensatz zu den Stadtbewohnern weigert sich der rational denkende Crane zunächst, an eine übernatürliche Erklärung zu glauben. Tim Burtons mitreißendes Horror-Märchen nach der Vorlage von Washington Irving, brillant ins Bild gesetzt von Emmanuel Lubezki und mit einem überzeugenden Johnny Depp als Vertreter der Vernunft und Staatsgewalt.

Kritik

Köpfe rollen - und so manchem werden die Augen übergehen. Einmal mehr stellt Tim "Batman" Burton mit seinem opulenten und symbolträchtigen Horrormärchen "Sleepy Hollow" faszinierend unter Beweis, daß er einer der visuell virtuosesten Big-Budget-Regisseure ist. Inspiriert von der klassischen Kurzgeschichte "The Legend of Sleepy Hollow" von Irving Washington, erzählt Burton seine innovative Version der haarsträubenden Schauermär des kopflosen Reiters, der seinen Opfern im schwertumdrehen die Köpfe abtrennt. Im Zentrum des anno 1799 angesiedelten Fantasyreigens drehen sich die talentierten Protagonisten Johnny Depp und Christina Ricci im morbiden Mörder-Mystery-Menuett, das sich auf aufregende Weise vor den Horrorklassikern des Hauses Hammer verbeugt.

Das Drehbuch stammt von Andrew Kevin Walker, der bereits "Sieben" und "8mm" morbide-sinistren Schliff verpaßte und auch hier stilvoll reichlich blood, guts & gore zum Einsatz bringt. Elemente von Horror, Fantasy und Romantik wurden mit dem Over-the-top-Humor der guten alten Hammer-Filme der 50er und 60er Jahre vermengt. Einer der Veteranen von Hammer, "Dracula" Christopher Lee, mimt den Richter, der Johnny Depps Figur Ichabod Crane in die verschlafene Gemeinde Sleepy Hollow schickt, um dort eine grauenvolle Mordserie aufzuklären. Constable Crane will zunächst nicht glauben, daß es sich beim Schuldigen um den legendären kopflosen Reiter handeln soll, wie ihm alle Einwohner eindringlich versichern. Doch als er mit eigenen Augen Zeuge wird, wie der Magistrat einen Kopf kürzer gemacht wird, wird das Wertesystem des rationalen Kopfmenschen Crane gründlich auf den Kopf gestellt. Gleichzeitig hat ihm die okkult bewanderte Dorfschöne Katrina Van Tassel (Ricci) den Kopf verdreht, was ihn nicht hindert, ihren Vater (Michael Gambon), den reichsten Mann des Orts, als Auftraggeber des eifrig weitermordenen kopflosen Reiters (fast jede Enthauptung hat ihren eigenen einfallsreichen Twist) zu verdächtigen. Doch ganz so offensichtlich sind die Dinge nicht.

Depp, der nach "Edward mit den Scherenhänden" und "Ed Wood" zum dritten Mal mit Burton zusammenarbeitet, orientierte seinen Kriminalisten Crane, der bizarre Apparaturen zur Spurensicherung verwendet, an schrulligen Detektivrollen von Roddy MacDowell und sogar Angela Lansbury. Crane ist eine Figur voller Gegensätze. Er ist zugleich arrogant, überheblich, herablassend, mißtrauisch, ängstlich, mutig und romantisch. Der berittene Schlächter wird in seiner bekopften Version von Christopher Walken in einer seiner besonders skurrilen Performances gespielt. In seiner kopflosen Inkarnation befinden sich unter dem wallend-vermodernden Kostüm - entsprechend exquisite Arbeit von Peter Owen - bei den fabelhaft choreographierten Kampfsequenzen Ray Park (Darth Maul in "Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung"), und beim Erde erbebenden Galopp ist Rob Inch tätig. Eine Reihe von zuverlässigen Nebendarstellern, die von Jeffrey Jones, Miranda Richardson und "Starship Trooper" Casper Van Dien reichen, sind zuständig für den Lokalkolorit. Gefilmt wurde vor allem in England, wo auf Soundstages insgesamt über 50 verschiedene detailverliebte Sets - vom Produktionsdesigner als "stilisierter Naturalismus" bezeichnet - kreiert wurden. In seinem atmosphärischen Ambiente gleicht der cineastische Joyride "Bram Stokers Dracula" von Francis Ford Coppolas, der hier als einer der ausführenden Produzenten fungierte. Die hervorragende Kameraarbeit geht auf das Konto des Mexikaners Emmanuel Lubezki (Oscar-Nominierung für "A Little Princess"). Die Farbpalette wurde monochrom gehalten, was den Darstellern einen bleich-wächsernen Teint verleiht und das Rot des häufig spritzenden Blutes umso stärker hervorstechen läßt. Lediglich Cranes verstörende Traumsequenzen über seine Mutter (Burton-Lebensgefährtin und Muse Lisa Marie), die von seinem Vater als angebliche Hexe zu Tode gefoltert wird, leuchten in satten Primärfarben. Den passend dunklen Score liefert Burtons Langzeit-Komponist Danny Elfman, der in dieser düsteren Reise ins Übernatürliche ganz in seinem Moll-Element ist. In den USA ließ die humorvoll-hypnotische Horrorfantasie mit adrenalinanheizenden Actioneinlagen am Startwochenende nicht nur die Köpfe, sondern mit einem Einspiel von über 30 Mio. Dollar an den Kinokassen auch den Rubel rollen. ara.

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Info

Plakat des Films: Sleepy Hollow
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 24.02.2000

USA 1999

Länge: 1 h 45 min

Genre: Horror

Originaltitel: Sleepy Hollow

Regie: Tim Burton

Drehbuch: Andrew Kevin Walker, Kevin Yagher

Musik: Danny Elfman

Produktion: Scott Rudin, Kevin Yagher, Adam Schroeder

Kostüme: Colleen Atwood

Kamera: Emmanuel Lubezki

Schnitt: Chris Lebenzon

Ausstattung: Rick Heinrichs, Les Tomkins, John Dexter

Zitat

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