Großartige Tragikomödie mit Bradley Cooper, der gegen sein Schönling-Image einen gebrochenen Footballer mit Aggressionsproblemen spielt, der seine Frau zurückgewinnen will. Vom Feinsten!

Kinostart: 03.01.2013

Bradley Cooper

Bradley Cooper
als Pat Solitano

Robert De Niro

Robert De Niro
als Pat Solitano Sr.

Szenenbild aus Silver Linings mit Jennifer LawrenceJennifer Lawrence

Jennifer Lawrence
als Tiffany

Jacki Weaver
als Delores

Chris Tucker
als Danny

Anupam Kher
als Dr. Cliff Patel

Shea Whigham
als Jake

Julia Stiles
als Veronica

Taylor Schilling

Dash Mihok

Handlung

Nachdem er seine Frau mit einem Kollegen unter der Dusche erwischt hat, rastet Pat Solitano aus. Nach Monaten in der Nervenheilanstalt will er die Scherben seines Lebens aufsammeln und seine Frau wiedergewinnen - obwohl er sich ihr nur noch auf 150 Meter nähern darf. Die nach dem Tod ihres Mannes mental nicht minder labile Schwester der Frau seines besten Freundes verspricht Pat, sie könne den ersehnten Kontakt herstellen - doch erst muss er ihr im Austausch bei einem Tanzwettbewerb beistehen, obwohl er noch nie getanzt hat.

Nachdem er seine Frau mit einem Kollegen unter der Dusche erwischt hat, rastet Pat Solitano aus. Nach Monaten in der Nervenheilanstalt will er die Scherben seines Lebens aufsammeln und seine Frau wiedergewinnen - obwohl er sich ihr nur noch auf 150 Meter nähern darf. Die nach dem Tod ihres Mannes mental nicht minder labile Schwester der Frau seines besten Freundes verspricht Pat, sie könne den ersehnten Kontakt herstellen - doch erst muss er ihr im Austausch bei einem Tanzwettbewerb beistehen, obwohl er noch nie getanzt hat.

Nach der Entlassung aus der Nervenheilanstalt muss ein Mann (Bradley Cooper) sein Leben aufräumen. Hinreißende, nur vermeintlich undisziplinierte Komödie, die Jennifer Lawrence einen verdienten Hauptdarstellerinnen-Oscar bescherte.

Kritik

David O. Russells erster Film seit seinem Comeback mit "The Fighter" vor zwei Jahren ist ein vom ersten bis letzten Moment wunderbarer Film, der bei seiner Weltpremiere in Toronto sein Publikum im Sturm eroberte - und es auch in den regulären Kinos tun wird. Und das mit einer Geschichte, die zunächst nur bedingt unterhaltsam und einladend erscheint, von einem von "Hangover"-Star Bradley Cooper mit großer Zurückhaltung gespielten Mann mit mentalen Problemen und einem Hang zu gewaltsamen Ausbrüchen erzählt, der seinen Job, seine Frau, sein gewohntes Leben und seine Freiheit verloren hat, nachdem er seine Frau mit einem anderen Mann überrascht und ihren Liebhaber beinahe tot geprügelt hatte.

Den schmerzhaften Weg dieses gebrochenen Mannes zurück in die Normalität thematisiert "The Silver Linings Playbook", von seiner Entlassung aus der Nervenheilanstalt, seinen ersten Schritten in Freiheit, seiner nicht immer erfolgreichen Entschlossenheit, eine positive Grundhaltung zu wahren, seiner manischen und auf den ersten Blick hoffnungslosen Obsession, wieder mit seiner Frau leben zu können, obwohl es ihm eine einstweilige Verfügung verbietet, sich ihr auf 150 Metern zu nähern. Es kommt zu Konfrontationen, mit den Eltern, dem Psychiater, den ehemaligen Arbeitskollegen, dem besten Freund, dem Bruder, immer auf dem leisen Grat zwischen brutaler Ehrlichkeit und idiosynkratischem Humor balancierend. Dann lernt er die Schwester der Frau seines besten Freundes kennen, die ihrerseits ihren Ehemann verloren hat und eigene Geschichten über mentale Instabilität erzählen kann, gespielt von Jennifer Lawrence in einer Darstellung, die von ihrem "Hunger Games"-Auftritt weiter nicht entfernt sein könnte und sie zur Oscar-Favoritin macht. Und auf einmal entwickelt sich der Film fast unmerklich zur schönsten und aufrichtigsten Liebesgeschichte, die das amerikanische Kino seit Jahren erzählt hat.

Immer trifft Russell die richtige Entscheidung, immer wählt er den unbequemen und unkonventionellen Weg. Selbst berühmt für sein erratisches Verhalten und einen berüchtigten Zusammenbruch während der Dreharbeiten des bis heute unveröffentlichten "Nailed", den er 2007 gefilmt hat, kann man sich des Gefühls nicht erwehren, dass Regisseur Russell bestens weiß, von was er mit unbändiger Energie und befreiendem Humor erzählt. Ein Film über Liebe, Familie, Freundschaft, Solidarität, Musik und American Football, in dem alle Darsteller des ausufernden Casts, allen voran Robert De Niro und Jackie Weaver als Eltern, auf der Höhe ihrer Kunst arbeiten. Wenn die Produktion der Weinstein Company ein Problem hat, dann ist es, dass es schwer fallen wird zu entscheiden, auf wen genau man bei einer Oscar-Kampagne bauen soll. Verdient hätten es alle.

ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 03.01.2013

USA 2012

Länge: 2 h 2 min

Genre: Drama

Originaltitel: Silver Linings Playbook

Regie: David O. Russell

Drehbuch: David O. Russell

Musik: Danny Elfman

Produktion: Bruce Cohen, Donna Gigliotti, Jonathan Gordon

Kostüme: Mark Bridges

Kamera: Masanobu Takayanagi

Schnitt: Jay Cassidy, Crispin Struthers

Ausstattung: Judy Becker

Website: www.silverlinings.senator.de

Auszeichnungen

1 Oscar: 1 Golden Globe:

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