Berührendes Fantasydrama um einen Jungen, der mit dem bevorstehenden Tod seiner Mutter ringt.

Kinostart: 04.05.2017

Die Handlung von Sieben Minuten nach Mitternacht

Der kleine Conor, der am liebsten zeichnet und malt, wird von seinen Schulkameraden gequält und von den Lehrern mit Nachsicht behandelt. Seine Mutter hat Krebs und kann sich kaum mehr um ihn kümmern. Darum soll er bei seiner Großmutter wohnen. Doch er will nicht zu ihr. Er ist wütend und verzweifelt. Auch der Besuch seines Vaters, der in USA lebt, tröstet ihn nicht. Bis ihn eines Nachts, sieben Minuten nach Mitternacht, ein Baumriese besucht und ihm drei Märchen erzählen will.

Kritik zu Sieben Minuten nach Mitternacht

Berührendes Fantasydrama um einen Jungen, der mit dem bevorstehenden Tod seiner Mutter ringt.

Juan Antonio Bayona, der mit "Das Waisenhaus" zahllose Rekorde an den Kinokassen in seiner Heimat Spanien brach, liefert einen weiteren Film, mit dem er sein außerordentliches Gespür für Atmosphäre zur Geltung bringen kann und in dem er von einem einsamen Jungen erzählt, der einen höchst ungewöhnlichen Kamerad findet. Das Fantasydrama nach Patrick Ness' gleichnamigen preisgekrönten Roman war der große Gewinner beim Spanischen Filmpreis und wurde mit neun Goyas ausgezeichnet, u.a. für Regie, Kamera, Produktionsdesign und Effekte, und war etliche Male Platz eins in den spanischen Charts. Die Geschichte um den kleinen Conor (gespielt vom Nachwuchstalent Lewis MacDougall), der gerne zeichnet und malt und mit Hilfe eines Baumriesen, er sieht aus wie eine Kreuzung aus Peter Jacksons Tolkien-Schöpfungen und Groot, und den von ihm erzählten Märchen lernt, sich seiner größten Angst zu stellen, beeindruckt aber nicht nur mit seinen Schauwerten. Wunderschön sind etwa der Riese, dessen Äste und Wurzeln sich durch die gesamte Zimmereinrichtung schlagen können, und die im Aquarelllook gehaltenen Märchen gestaltet, die ihre Entsprechung im Zeichenbuch von Conors Mutter finden, die einmal Künstlerin werden wollte. Sondern die Geschichte rührt auch zu Tränen, was der einfühlsamen Regie und den nuancierten Schauspielerleistungen von u.a. Sigourney Weaver und Felicity Jones (bekannt aus "Rogue One: A Star Wars Story" und hochgelobt für "Die Entdeckung der Unendlichkeit") als streng und hart erscheinende Großmutter bzw. als liebevolle, todkranke Mutter des Protagonisten geschuldet ist. Manchmal mag "Sieben Minuten nach Mitternacht" - um diese Zeit taucht der Baumriese gewöhnlich auf - an die Grenze des Kitsch geraten (was auch am dramatischen Score liegt), aber er überschreitet sie nicht. Der Film, der Kinder- und Erwachsenen-, Horror- und Märchenfilm miteinander verknüpft, erzählt wie "The Impossible" vom drohenden Verlust eines geliebten Familienmitglieds. Statt eine Tsunamiwelle wie in "The Impossible" ist in "Sieben Minuten nach Mitternacht" eine andere Naturkatastophe dafür verantwortlich. Im wiederkehrenden Alptraum des Jungen droht seine Mutter von einem Erdbeben verschluckt zu werden. hai.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 04.05.2017

USA/Spanien 2016

Länge: 1 h 49 min

Genre: Fantasy

Originaltitel: A Monster Calls

Regie: Juan Antonio Bayona

Drehbuch: Patrick Ness

Buchvorlage: Patrick Ness

Musik: Fernando Velazquez

Produktion: Belén Atienza, Patrick Ness

Kostüme: Steven Noble

Kamera: Oscar Faura

Effekte: Pau Costa, Felix Berges

Schnitt: Bernat Vilaplana, Jaume Martí

Ausstattung: Eugenio Caballero

Website: http://www.studiocanal.de/kino/sieben_minuten_nach_mitternacht