Martin Scorseses Konzertfilm über zwei Auftritte der Rolling Stones im Herbst 2006 im New Yorker Beacon Theatre.

Kinostart: 03.04.2008

Handlung

Sie sind die heißesten Kandidaten für den Titel "berühmteste Rockband der Welt": Die Rolling Stones, gegründet 1962 und die dienstältesten Rocker unseres Planeten. Im Herbst 2006 geben sie zwei Konzerte im New Yorker Beacon Theatre. Die Combo beweist in der nahezu intimen Atmosphäre des alten Theaters erneut, warum sie als Legende gilt. Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts spielen vor begeistertem Publikum - darunter auch Prominente wie Hilary und Bill Clinton - ihre Welthits ebenso wie unbekanntere Songs.

Die besten Kameramänner Hollywoods fangen die Stimmung in Oscarpreisträger Martin Scorseses ("The Departed") Dokumentation über zwei Stones-Konzerte ein. Gastauftritte von Christina Aguilera sowie der Blues-Legende Buddy Guy und Jack White krönen die Show.

Martin Scorsese erhält den Auftrag, die Rolling Stones bei zwei Auftritten im Oktober 2006 im New Yorker Beacon Theatre - von Bill Clinton initiierte Benefizkonzerte anlässlich seines 60. Geburtstags - zu filmen. Bis kurz vor Anfang ist es ihm nicht möglich, eine Setlist zu bekommen. Dann legen die Stones los mit "Jumpin' Jack Flash", und es gibt kein Zurück mehr. Zu Gastauftritten kommen Jack White, Buddy Guy und Christina Aguilera auf die Bühne, aber die Stars sind natürlich die Stones selbst, die das Publikum - und Martin Scorsese - mit "Satisfaction" nach 100 Minuten glücklich entlassen.

Martin Scorsese erhält den Auftrag, die Rolling Stones bei zwei Auftritten im Oktober 2006 im New Yorker Beacon Theatre - von Bill Clinton initiierte Benefizkonzerte anlässlich seines 60. Geburtstags - zu filmen. Bis kurz vor Beginn ist es ihm nicht möglich, eine Setlist zu bekommen. Dann legen die Stones los mit "Jumpin' Jack Flash", und es gibt kein Zurück mehr. Zu Gastauftritten kommen Jack White, Buddy Guy und Christina Aguilera auf die Bühne, aber die Stars sind natürlich die Stones selbst.

Kritik

Martin Scorsese zeigt, warum die Rolling Stones auch im 42. Jahr ihres Bestehens immer noch die "Greatest Rock'n'Roll Band on Earth" sind.

Wie ein roter Faden zieht sich die Musik der Rolling Stones durch das Filmschaffen von Martin Scorsese. Zu den Klängen von "Jumpin' Jack Flash" hatte Robert De Niro seinen ersten Auftritt als Johnny Boy in "Hexenkessel", das ausufernde Gitarrensolo von "Can't You Hear Me Knocking" bildete den Soundtrack für Henry Hills Koks-Paranoia in "GoodFellas", Sharon Stones Goldgräberin Ginger wurde in "Casino" mit "Heart of Stone" standesgemäß eingeführt, und zuletzt setzte "Gimme Shelter" den atmosphärischen Rahmen von "Departed". Jetzt setzt sich Scorsese, der Rockmusik-affinste aller amerikanischen Regisseure, der seine Anfänge als Cutter von "Woodstock" hatte, den "Last Waltz" von The Band inszenierte, dem Blues mit "Feel Like Going Home" seine Ehre erwies und zuletzt Bob Dylan mit "No Direction Home" ein atemberaubendes Denkmal setzte, unmittelbar mit den Stones ins Benehmen, mittels eines Konzertfilms, der sicher nicht der erste, vielleicht auch nicht der beste, aber ganz gewiss der mit den besten Bildern und dem besten Sound ist. Unterstützt von Weltklasse-Kameramännern wie Robert Richardson, Robert Elswit und Emmanuel Lubezki (sowie Direct-Cinema-Legende Albert Maysles, der die Stones bereits für "Gimme Shelter" in Altamont festhielt), fing der beste Regisseur der Gegenwart die beste Rockband aller Zeiten bei zwei Aufritten im Oktober 2006 im pittoresken Beacon Theatre in New York City ein und kommt ihr dabei näher als jemals ein Filmemacher zuvor. Vielleicht ließe sich bemängeln, dass "Shine a Light" ein bisschen kurz greift. Mit Ausnahme eines amüsanten, aber kurzen Einstiegs, der die Vorbereitungen zum Konzert zeigt, und über den Film verstreuten Einsprengseln mit Ausschnitten aus Archivmaterial und Interviews gibt es hier die Stones pur, ein Auftritt von Anfang bis Ende. Für Abwechslung sorgen die Gastauftritte von Jack White (lässig), Buddy Guy (souverän) und Christina Aguilera (anstrengend), ansonsten hat man das Privileg, allein mit den Glimmer Twins und Begleitern zu sein. Was nicht das Schlechteste ist, auch wenn man auf die x-te Version von "Satisfaction" und "Brown Sugar" zugunsten weniger abgenudelter Songs gern verzichtet hätte. Und doch ist es unwiderstehlich, was Scorsese da auf die Leinwand gebracht hat, das ultimative Dokument zum 42. Jahr des Bestehens der Rolling Stones, in dem auffällt, wie hart und schwer Mick Jagger arbeiten muss, um von der alles verschlingenden Coolness eines Keith Richards nicht verschluckt zu werden. Richards' Licht ist es, das am stärksten strahlt. ts.

Wertung Questions?

FilmRanking: 5486 -78

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Shine a Light

Kinostart: 03.04.2008

USA 2008

Länge: 2 h 2 min

Genre: Musikfilm

Originaltitel: Shine a Light

Regie: Martin Scorsese

Produktion: Steve Bing, Zane Weiner, Victoria Pearman, Michael Cohl

Kamera: Robert Richardson

Schnitt: David Tedeschi

Website: http://www.shinealight.kinowelt.de

Ticker

Kino&Co Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.