Zeitgemäßes Update des klassischen Blaxploitation-Films von 1970, in dem Samuel Jackson als Neffe des Original-Shafts eine blendende Figur abgibt.

Kinostart: nicht bekannt

Samuel L. Jackson

Samuel L. Jackson
als John Shaft

Vanessa L. Williams

Vanessa L. Williams
als Carmen Vasquez

Jeffrey Wright
als Peoples Hernandez

Christian Bale
als Walter Wade Jr.

BustaRhymes
als Rasaan

Dan Hedaya
als Jack Roselli

Toni Collette
als Diane Palmieri

Richard Roundtree
als Onkel John Shaft

Ruben Santiago-Hudson
als Jimmy Groves

Josef Sommer
als Curt Fleming

Philip Bosco
als Walter Wade Sr.

Pat Hingle
als Dennis Bradford

Lynne Thigpen
als Carla Howard

Lee Tergesen
als Luger

Mekhi Phifer
als Trey Howard

Handlung

Der Millionärssohn und Rassist Wade tötet einen Schwarzen und wird von Detective John Shaft verhaftet. Doch Wade kommt auf Kaution frei und flieht in die Schweiz. Zwei Jahre später kehrt er zurück. Startschuss für einen Rachefeldzug Shafts, der sich bei der Suche nach einer untergetauchten Belastungszeugin auch von korrputen Kollegen und einem Latinodrogendealer und dessen Schergen nicht aufhalten lässt.

Nach einem heftigen Streit über die korrekte Behandlung dringend tatverdächtiger junger Herren aus hohen Häusern wirft Inspektor John Shaft seinen Vorgesetzten die Polizeimarke vor die Füße, um hinfort wie sein legendärer Onkel als Privatdetektiv für Gerechtigkeit zu sorgen bzw. einen zu Unrecht auf freiem Fuß befindlichen, rassistischen Mörder seiner gerechten Strafe zuzuführen. Letzterer war in der Zwischenzeit nicht untätig und hat ein Zweckbündnis mit einem gefürchten Druglord geschlossen. Shaft ist davon nicht beeindruckt.

Nach einem Streit mit seinen Vorgesetzten wirft Inspektor John Shaft die Polizeimarke hin, um privat für Gerechtigkeit zu sorgen: Vor Gericht steht der Millionärssohn und Rassist Wade, der trotz Mord mit einem Freispruch rechnet. Zeitgemäßes Update des klassischen Blaxploitation-Films.

Kritik

In den frühen 70er Jahren geriet die schwarze Antwort auf James Bond zur Gallionsfigur des Blaxploitation-Genres und mit dem slicken Remake wird bewiesen, dass John Shaft immer noch der Mann für den Job ist. Im neuen Jahrtausend tritt Samuel L. Jackson selbstsicher in die Fußstapfen des superlässigen Gesetzeshüter und kann mit seinem nonchalanten Charisma und seiner patentierten Coolness die "badass"-Attitüde des Original-Shafts noch übertreffen. Das Paramount-Studio durfte sich am Startwochenende über ein Einspiel von 21,7 Mio Dollar freuen und auch im europäischen Markt kann man solide Ergebnisse erwarten.

Der afro-amerikanische Regisseur John Singleton ("Boyz 'N The Hood") meldet sich nach "Higher Learning" und "Rosewood" mit seinem bislang kommerziellsten Film zurück, ohne dabei sein sozialkritisches Anliegen zu vergessen. Singleton verfasste das auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Tidyman gemeinsam mit Richard Price und Shane Salerno. Trotz kontemporären Zusätzen hat die Story nicht viel von ihrem Blaxploitation-Appeal eingebüßt und wird mehr von ihren Figuren als von ausgefallenen Actionsequenzen vorangetrieben. Das Buch webt ein mehrschichtiges Netz um Kriminalität und Korruption, doch Singleton versteht es die Plotstränge miteinander zu verknüpfen. Rassismus ist die Motivation für einen brutalen Mord an einem Schwarzen (Mekhi Phifer). Der Täter ist der reiche Schnösel Walter Wade Jr. (Christian Bale in diabolischem "American Psycho"-Modus), der von Detective Shaft mit Blut an den Händen verhaftet wird. Doch Wade wird auf Kaution freigelassen und verzieht sich in die Schweiz. Zwei Jahre später kehrt Wade zurück und Shaft beginnt seinen persönlichen Rachefeldzug gegen den Mörder, korrupte Cops (u.a. Dan Hedaya) und den hispanischen Drogendealer Peoples (Jeffrey Wright als exzentrischer Bösewicht). Alle sind sie auf der Suche nach der einzigen Zeugin (Toni Collette), was einigen von Shaft gestifteter Verwirrung und Verfolgungsjagden Vorschub leistet.

Zu den Nebendarstellern rechnen des weiteren Rapstar Busta Rhymes, der als Shafts schusseliger Assistent für einigen "comic relief" zuständig ist, sowie Vanessa Williams in einer eher unauffälligen Rolle als Polizeikollegin. Die volle Aufmerksamkeit zieht Jackson auf sich, der statt mit Afro-Look und Schlaghose ausgestattet, Glatze und Designer-Ledermantel trägt. Mit Eastwoodscher Kaltschnäuzigkeit, lockerem Ladykiller-Charme und augenzwinkerndem Humor stilisiert er sich zum ultracoolen urbanen Helden. Die unvergessene Titelmelodie steuert erneut Isaac Hayes bei und auch der Rest des Scores fügt sich weitgehend in guten alten Blaxploitation-Standard von Funk und Soul ein. ara.

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Info

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FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2000

Länge: 1 h 39 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Shaft

Regie: John Singleton

Drehbuch: Richard Price, Shane Salerno, John Singleton

Musik: Isaac Hayes, David Arnold

Produktion: Scott Rudin, John Singleton

Kostüme: Ruth E. Carter

Kamera: Donald E. Thorin

Schnitt: John Bloom, Antonia Drimmelen

Ausstattung: Patrizia Brandenstein, Dennis Bradford

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