Historiendrama über Martin Luther King und seinen Marsch auf nach Montgomery (Alabama), der die USA grundlegend verändern sollte.

Kinostart: 19.02.2015

Giovanni Ribisi

Giovanni Ribisi
als Lee C. White

David Oyelowo

David Oyelowo
als Martin Luther King jr.

Tom Wilkinson

Tom Wilkinson
als Präsident Lyndon B. Johnson

Tim Roth
als George Wallace

Cuba Gooding Jr.
als Fred Gray

Alessandro Nivola
als John Doar

Carmen Ejogo
als Coretta Scott King

Lorraine Toussaint
als Amelia Boynton

Oprah Winfrey
als Annie Lee Cooper

Tessa Thompson
als Diane Nash

Martin Sheen
als Frank Minis Johnson

Dylan Baker
als J. Edgar Hoover

Handlung

Martin Luther King und seine Berater organisieren 1965 einen Protestmarsch von Selma, Alabama in die Staatshauptstaat Montgomery, um das Wahlrecht für Schwarze zur Realität zu machen. Bei ihrem ersten Versuch kommen sie nicht weiter als über die Stadtbrücke, bevor sie von gewalttätigen Bundespolizisten brutal zusammengeknüppelt werden. Doch die Medien sind präsent und die beschämenden Bilder gehen um die Welt. Bevor MLK und seine Bürgerrechtsbewegung an ihr Ziel gelangen, müssen sie sich erst noch diversen Komplikationen stellen.

Kritik

Mitreißendes Historiendrama um den bedeutsamen Protestmarsch Martin Luther Kings und seiner Anhänger von Selma nach Montgomery, Alabama.

Obwohl Afro-Amerikaner bereits 1870 gesetzlich das Wahlrecht erhielten, wurde insbesondere in den Südstaaten dermaßen massiv gegen sie diskriminiert, dass sie dort de facto fast ein weiteres Jahrhundert vom Wahlgang ausgeschlossen waren. Dies änderte sich erst mit dem Voting Rights Act von 1965, den US-Präsident Lyndon B. Johnson nicht zuletzt aufgrund des unermüdlichen und couragierten Einsatzes von Martin Luther King und seiner friedvollen Bürgerrechtsbewegung unterzeichnete.

Filmemacherin Ava DuVernay nimmt nun diesen (kurzen) Ausschnitt aus Kings ebenso einfluss- wie ereignisreichen Lebens um ein intimes Charakterporträt des Friedensnobelpreisträgers zu zeichnen. In dieser komprimierenden Herangehensweise gleicht dieses (erstaunlicherweise) erste allein auf MLK abonnierte (Leinwand-)Biopic Steven Spielbergs "Lincoln". Ähnlich diesem weist es wortgewaltige Reden und aufwühlende Emotionen auf, die das Publikum an ein entrüstendes dunkles Kapitel in der amerikanischen Geschichte erinnert. Darüberhinaus verfügt auch "Selma" über eine beachtliche Riege von Ensemble-Schauspielern, doch die große darstellerische Offenbarung ist Hauptdarsteller David Oyelowo (spielte in DuVernays letzten Film "Middle of Nowhere", für den sie 2012 den Regiepreis in Sundance gewann). Er vermittelt sowohl das elektrisierende Charisma als auch die nagenden Selbstzweifel der facettenreichen Figur.

Mit dem Auftakt, bestehend aus MLKs Nobelpreis-Entgegennahme, einer tödlichen Bombenexplosion in einer Kirche und dem erniedrigenden Spießrutenlauf, den eine Afro-Amerikanerin (Produzentin Oprah Winfrey) durch einen Wahlbeamten erfährt, vermittelt DuVernay elegant und eindringlich das gesellschaftspolitische Klima der damaligen Zeit. Um auf die Ungerechtigkeit bei der Wahlpraxis aufmerksam zu machen, organisieren MLK und seine Berater einen Protestmarsch von Selma in die Staatshauptstaat Montgomery. Bei ihrem ersten Versuch kommen sie nicht weiter als über die Stadtbrücke, bevor sie von gewalttätigen Bundespolizisten brutal zusammengeknüppelt werden, was bildstark wie ein dunkler Todestraum illustriert wird. Doch die Medien sind präsent und die beschämenden Bilder gehen um die Welt. Nach diversen Komplikationen marschieren MLK und Scharen von schwarzen und weißen Anhängern schließlich in jeder Weise erfolgreich an ihr Ziel. Die politische Figur MLKs wird geschickt mit vertraulichen Vignetten balanciert, wie mit Ausschnitten aus seiner Ehe oder einer "Glaubensspritze" von Gospelphänomen Mahalia Jackson. So empfiehlt sich DuVernay mit einer stilvoll atmosphärischen und bewegenden Inszenierung, die beim nächsten Oscar-Rennen ganz vorne mit dabei sein dürfte. ara.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 19.02.2015

Großbritannien/USA 2014

Länge: 2 h 8 min

Genre: Drama

Originaltitel: Selma

Regie: Ava DuVernay

Drehbuch: Paul Webb

Musik: Common, John Legend, Mario Grigorov, John Stephens, Lonnie Lynn

Produktion: Dede Gardner, Ava DuVernay, Jeremy Kleiner, Christian Colson, Oprah Winfrey

Kostüme: Ruth E. Carter

Kamera: Bradford Young

Schnitt: Spencer Averick

Website: http://www.selma.studiocanal.de

Auszeichnungen

2 Golden Globes:

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