Horror-Ikone Wes Craven lässt Ghostface wieder von der Kette. Neve Campbell, Courteney Cox und Hayden Panetierre laufen um ihr Leben. In der Neuauflage der erfolgreichen Slasher-Serie, die alle Regeln für Horrorfilme über den Haufen wirft.

Kinostart: 05.05.2011

Neve Campbell

Neve Campbell
als Sidney Prescott

Courteney Cox

Courteney Cox
als Gale Weathers-Riley

David Arquette

David Arquette
als Dewey Riley

Emma Roberts
als Jill Roberts

Hayden Panettiere
als Kirby Reed

Lucy Hale
als Sherrie

Shenae Grimes
als Trudie

Dane Farwell
als Ghostface

Anna Paquin
als Rachel

Kristen Bell
als Chloe

Aimee Teegarden
als Jenny Randall

Britt Robertson
als Marnie Cooper

Marley Shelton
als Deputy Judy Hicks

Mary McDonnell
als Kate Roberts

Erik Knudsen
als Robbie Mercer

Rory Culkin
als Charlie Walker

Nico Tortorella
als Trevor Sheldon

Handlung

Sidney kehrt in ihr Heimatdorf zurück. Zehn Jahre sind vergangen, seitdem sie sich zum letzten Mal mit dem verrückten Maskenmann duellieren musste. Doch unmittelbar nach ihrer Ankunft klingelt wieder das Telefon: Der Killer meldet sich zurück. Und lässt Taten folgen: Sidney, ihre Freunde und die Teenager der Stadt können sich nach ersten Morden nicht mehr sicher fühlen. Und während man mit Debatten über die veränderten Regeln des Horrorfilms dem Modus Operandi des Irren auf die Spur kommen will, geht das Töten unvermindert weiter.

Sidney kehrt in ihr Heimatdorf zurück. Zehn Jahre sind vergangen, seitdem sie sich zum letzten Mal mit dem verrückten Maskenmann duellieren musste. Doch unmittelbar nach ihrer Ankunft klingelt wieder das Telefon: Der Killer meldet sich zurück. Und lässt Taten folgen: Sidney, ihre Freunde und die Teenager der Stadt können sich nach ersten Morden nicht mehr sicher fühlen. Und während man mit Debatten über die veränderten Regeln des Horrorfilms dem Modus Operandi des Mörders auf die Spur kommen will, geht das Töten unvermindert weiter.

Kritik

Weil Traditionen gepflegt und neue Teengenerationen diszipliniert werden müssen, kehrt Wes Cravens filmbesessener Maskenkiller zum Tagesgeschäft zurück.

Jugend hält jung - und so schart der 71-jährige Horrorguru erneut schulpflichtige Halberwachsene um sich, die bisher in der chronischen Opferrolle genauso seine Karriere forcierten wie die Täter, die sie im "Nightmare"- und "Scream"-Franchise im Akkord richteten. Elf Jahre nach "Scream 3" und einem darauf folgenden durchwachsenen Jahrzehnt erwarten Craven und Kevin Williamson, die Masterminds des Originals, die Rückkehr glorreicher Horrortage, nach denen sich auch ein neuer Schlitzer mit alter Handschrift sehnt.

Gerade als Sidney (Neve Campbell), die Überlebenskünstlerin der ersten drei Teile, nach zehn Jahren Abwesenheit den Weg in ihre Heimatstadt zurückfindet, um dort ihr Buch vorzustellen, taucht ein neuer Phantomkiller auf. Sein Zentralziel ist es, Sidney vor sein Messer zu bekommen, zuvor aber sie und ihre Cousine (Julia Roberts' Nichte Emma) mit einer Mordserie als Appetizer gepflegt zu terrorisieren.

Wie bereits in den Vorgängerfilmen gibt es jede Menge Kids, die trotz tranchierter Körper Bedrohung erst mit Sichtkontakt zum Schlitzer ernst nehmen, davor aber ihr junges Leben genießen, bei dem Sex einen nur noch geringen Stellenwert zu haben scheint. Ähnlich arglos sind die Gesetzeshüter, angeführt vom liebenswerten Sheriff-Schussel Dewey (David Arquette), der wie die ebenfalls präsente Ex-Reporterin Gale zu den Veteranen der "Scream"-Serie gehört. Trotz dreier Mordreihen und sieben "Stab"-Filmen, die selbige im Kino kommerziell ausschlachteten, sind also die Kids von Woodsboro ungenügend sensibilisiert - womit der Killer auch hier nicht mit Gegenwehr etwa durch Elektroschocker rechnen muss und sich das Mitgefühl des Zuschauers mit den meisten Opfern in Grenzen hält.

Allzu ernst nehmen auch Craven und Williamson ihren Killer nicht, obwohl dieser blutiger und fleißiger denn je seiner Berufung folgt. Neulinge im "Scream"-Universum werden von den Attacken in Häusern oder Tiefgaragen und einigen klassischen Jumpcuts angemessen geschockt werden, Slasher-Veteranen können Spaß an den gewohnten selbstreferenziellen und ironischen Kommentaren haben. Originell an Cravens Reboot, das der Blogger-Simser-Phoner-Lust der Kids ausgiebig Rechnung trägt, ist neben dem verschachtelten, über die Sequelitis Hollywoods spottenden Film-im-Film-im-Film-Opener vor allem das Motiv des Killers. In einer Zeit, in der jeder berühmt werden kann, ohne wirklich etwas erreicht zu haben, stellt der Maskenmann den Leistungsgedanken in den Vordergrund. Da ist er - wie der Film insgesamt auch - ganz Traditionalist. kob.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 05.05.2011

USA 2011

Länge: 1 h 45 min

Genre: Horror

Originaltitel: Scream 4

Regie: Wes Craven

Drehbuch: Kevin Williamson

Musik: Marco Beltrami

Produktion: Wes Craven, Iya Labunka

Kamera: Peter Deming

Schnitt: Peter McNulty

Ausstattung: Adam Stockhausen

Website: http://www.scream4-derfilm.de/