Letzter Schrei der postmodernen Slasher-Trilogie, weniger clever als die Vorgänger.

Kinostart: nicht bekannt

Neve Campbell

Neve Campbell
als Sidney Prescott

David Arquette

David Arquette
als Deputy Dewey Riley

Courteney Cox

Courteney Cox
als Gale Weathers

Patrick Dempsey
als Detective Mark Kincaid

Lance Henriksen
als John Milton

Scott Foley
als Roman Bridger

Emily Mortimer
als Angelina Tyler

Parker Posey
als Jennifer Jolie

Patrick Warburton
als Steven Stone

Matt Keeslar
als Tom Prinze

Jenny McCarthy
als Sarah Darling

Liev Schreiber
als Cotton Weary

Heather Matarazzo
als Martha Meeks

Jamie Kennedy
als Randy Meeks

Carrie Fisher
als Bianca

Deon Richmond
als Tyson Fox

Kevin Smith
als Stummer Bob

Jason Mewes
als Jay

Roger Corman
als Studio Executive

Handlung

Am Set von "Stab 3", der auf den Ereignissen der beiden ersten Teile basiert, nimmt eine Mordserie ihren Lauf. Als erste muss Jenny MacCarthy dran glauben, und schon bald stellt sich heraus, dass der Killer die Besetzung in der selben Reihenfolge mordet, wie es im "Stab 3"-Drehbuch geschrieben steht. Gleichzeitig hinterlässt er mysteriöserweise Fotos von Sydneys toter Mutter.

Nach ihren diversen Abenteuern mit maskierten Serienkillern hat sich Sidney Prescott in die Abgeschiedenheit der Provinz zurückgezogen, wo sie als Telefon-Sorgentante mehr schlecht als recht ihr immer noch von Angst beherrschtes Dasein fristet. Ein mysteriöser Anruf mit dem Hinweis auf eine Mordserie in der kommenden Produktion des Horrorthrillers "Stab 3" bringt sie auf alte Gedanken, und sie fährt nach Hollywood, wo es zum Wiedersehen mit diversen Schulfreunden kommt. Und auch das Phantom in der Maske lässt sich nicht lange bitten.

Und täglich grüßt der Serienkiller: Nachdem sie sich in die Provinz zurückgezogen hat, erhält Sidney Prescott einen mysteriösen Anruf, der sie nach Hollywood zu den Dreharbeiten des Horrorthrillers "Stab 3" führt. Dort trifft sie nicht nur alte Schulfreunde, sondern natürlich auch den Killer mit der Maske. Dritte Schlacht gegen das Masken-Phantom, die durch das Element des Filmdrehs reichlich Gelegenheit zur Parodie und für In-Jokes bietet.

Kritik

Der letzte Schrei der postmodernen Slasher-Trilogie war auch gleichzeitig der kommerziell lautstärkste. Mit einem Startwochenendeinspiel von 34,7 Mio. Dollar wurden damit nicht nur die Zahlen der beiden Vorgänger (respektive 6.4 und 32.9 Mio. Dollar) übertrumpft, sondern auch ein neuer Rekord für Miramax und den Zeitraum von Januar bis April erzielt. Erneut von Horrorveteran Wes Craven ("Nightmare On Elm Street") inszeniert, gibt es beim Showdown in Hollywood zudem ein Wiedersehen mit den Stars Neve Campell, Courteney Cox Arquette und David Arquette. Einzig die Ablösung von Drehbuch-Darling Kevin Williamson, dem durch die beiden ersten Skripts ein kometenhafter Aufstieg beschert war, durch Newcomer Ehren Kruger ("Arlington Road", "Reindeer Games") sticht als auffällige Neuerung hervor.

Der Prolog beginnt gleich mit einem Höhepunkt, der wie der gesamte Film zugleich eine clevere Variation der mittlerweile berühmten "Scream"-Traditionen darstellt. Cotton (Liev Schreiber), Überlebender aus den beiden ersten Teilen, erhält im Auto einen Drohanruf, in dessen Verlauf er nach dem Aufenthaltsort von Heroine Sydney (Campell) befragt wird. Seine falsche Antwort führt nicht nur zum Abstechen seiner Freundin in der gemeinsamen Wohnung, sondern auch zu seinem eigenen bluttriefenden Ableben durch die Hand des vertrauten Maskenmanns. Die Prämisse führt diesmal nach Hollywood ans Set von "Stab 3", der Film im Film, der auf den Ereignissen der beiden ersten Teile basiert. Das öffnet den Raum, diesmal weniger clevere Genrereferenzen einzubauen, als vielmehr vorwiegend in Selbstzitaten und den obligatorischen Zeitgeist-Spitzfindigkeiten zu schwelgen. TV-Journalistin Gale Weathers (Cox Arquette) taucht am Set auf, wo sie ein unerwartetes Wiedersehen mit ihrem früheren Lover Deputy Dewey (Arquette) hat. Gerade rechtzeitig, denn wieder nimmt eine Mordserie ihren Lauf. Als erste muss Jenny MacCarthy (selbstparodistisch als Schauspielerin, die nur aufgrund ihres Sexappeal engagiert wird) dran glauben, und schon bald stellt sich heraus, dass der Killer die Besetzung in der selben Reihenfolge mordet, wie es im "Stab 3"-Drehbuch geschrieben steht. Gleichzeitig hinterlässt er mysteriöserweise Fotos von Sydneys toter Mutter zurück. Sydney, die sich einmal mehr mit verstörenden Visionen herumschlägt, kreuzt ungefähr ab der Hälfte aus ihrem ländlichen, hermetisch abgeschotteten Exil auf, um bei der Auflösung des Whodunnit behilflich zu sein. Zuvor hat einer der im Vorgänger Verstorbenen per posthumen Videoauftritt gewitzt die Regeln der Trilogie erklärt, die unter anderem beinhalten, "stets das Unerwartete zu erwarten". Und so wird in punkto Identität des mordrünstigen Maniacs noch ein letztes Mal mit einem bestechenden Knaller aufgewartet.

Nennenswerte Neuzugänge sind diesmal Indie-Girl Parker Posey, die in "Stab 3" Gale Weathers verkörpern soll und glaubt, dies besser zu können als die echte Gale, Lance Hendrikson als Studioproduzent, der ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit von Sydneys ermordeter Mutter kennt, Schlockmeister Roger Corman absolviert einen Kurzauftritt, und Carrie Fisher mimt eine frustrierte Studioangestellte, die bedauert nie eine Rolle in "Star Wars" ergattert zu haben. Das Original hatte vor nur drei Jahren eine beispielslose Renaissance des Teenhorror-Genres eingeläutet, doch eine Flut von seelen- und witzlosen Nachahmern, die wussten, was andere im letzten Sommer taten oder düstere Legenden erzählten, brachte die Trendwelle schnell zum verebben. "Scream 3" bläst nun zum letzten Halali des definitiven Spät-Neunziger-Kultgenres - bis es in ein paar Jahren vermutlich wiederentdeckt wird. Das lässt sich auch ohne sechsten Sinn prophezeien. ara.

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Info

Plakat des Films: Scream 3
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2000

Länge: 1 h 57 min

Genre: Horror

Originaltitel: Scream 3

Regie: Wes Craven

Drehbuch: Ehren Kruger

Musik: Marco Beltrami

Produktion: Kevin Williamson, Cathy Konrad, Marianne Maddalena

Kostüme: Abigail Murray

Kamera: Peter Deming

Schnitt: Patrick Lussier

Ausstattung: Bruce Alan Miller, Thomas Fichter, Gene Serdena

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