Kinostart: nicht bekannt

Götz George

Götz George
als Horst Schimanski

Julian Weigend

Julian Weigend
als Hunger

Chiem Houweninge

Chiem Houweninge
als H

Denise Virieux
als Marie-Claire

Katrin Sass
als Elke Dorn

Inga Busch
als Karin Schulte

Fabian Busch
als Ricardo

Karl Kranzkowski
als Bertram

Robert Glatzeder
als Mike

Misel Maticevic
als Axel

Henriette Heinze
als Lisa

David Scheller
als Fr

Bernd Tauber
als Baldorf

Simone Zglinicki

Antonia Holfelder
als Iris

Kritik

Da ist es wieder, das Energiebündel, das Raubein, der Prachtkerl. Die gleiche Jacke, die gleichen Manieren, die gleiche Sehnsucht nach Gerechtigkeit; nur "Scheiße" sagt Schimanski kaum noch. Im neuesten Fall ermittelt der Kommissar a.D. und Freizeitschnüffler in einer Drückerkolonne. Ein junges Mädchen ist tot im Duisburger Hafen gefunden worden. Die Spur führt in eine Mafia-ähnliche geführte Gemeinschaft verkrachter Existenzen, die von ihrer Chefin mit despotischer Härte geleitet wird. Schimanski gibt sich als früherer Gangsterkönig aus und lernt eine Welt kennen, in der ganz eigene Regeln herrschen.

Für Regisseur Andreas Kleinert ("Klemperer") ist der Film jedoch allenfalls in zweiter Linie ein Krimi; Kleinert wie auch die ausgezeichnete Hauptdarstellerin Katrin Saß (als Herrscherin dieser Welt) sehen in "Tödliche Liebe" vor allem Liebesgeschichten. Tatsächlich versucht das Drehbuch (Christa Kosmala, Peter Zingler), zwei Ebenen miteinander zu verknüpfen: hier Schimanskis "Under Cover"-Ermittlungen, dort sein Privatleben, in dem sich Freundin Marie-Claire recht brüsk und unvermittelt von ihm trennt. Auch die Mitglieder der Drückerkolonne, ja sogar ihre Chefin suchen in erster Linie Liebe und Geborgenheit; die eigentliche Krimihandlung tritt daher zwangsläufig in den Hintergrund.

Am überzeugendsten ist Kleinert die Schilderung des Drückermilieus gelungen. Die Figuren wirken ebenso authentisch wie ihr Alltag, der von Kameramann Johann Feindt und Ausstatter Jochen Schumacher in entsprechend tristen Farben gezeigt wird; Recherchen dürften in dieser hermetisch abgeschlossenen Welt äußerst schwierig gewesen sein. Weniger gut gelungen ist Kleinert die flüssige Kombination der diversen Handlungsstränge; und der neue Ko-Star Hunger (Julian Weigend) bekommt viel zu wenig Raum, um sich zu entfalten. Am meisten aber schadet dem Film ausgerechnet der Superstar: Götz George schlüpft zwar mit Lust in die Rolle des schmierigen Ganoven, begnügt sich dabei aber bloß mit all jenen Manierismen, mit denen er seine verschiedenen Rollentypen stets auszustatten pflegt. tpg.

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Info

Plakat des Films: Schimanski: Tödliche Liebe

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2000

Genre: Thriller

Originaltitel: Schimanski: Tödliche Liebe

Regie: Andreas Kleinert

Drehbuch: Peter Zingler, Christa Kosmala

Produktion: Georg Feil, Sonja Goslicki

Kostüme: Rosemarie Hettmann

Kamera: Johann Feindt

Ausstattung: Jochen Schumacher

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