Warmherzige Erinnerung an den Klassiker "Mary Poppins" und die Auseinandersetzungen um die Verfilmung zwischen der Autorin des berühmten Kinderbuchs und Walt Disney.

Kinostart: 06.03.2014

Emma Thompson

Emma Thompson
als P.L. Travers

Tom Hanks

Tom Hanks
als Walt Disney

Paul Giamatti

Paul Giamatti
als Ralph

Jason Schwartzman
als Richard Sherman

Bradley Whitford
als Don DaGradi

Colin Farrell
als Travers Robert Goff

Ruth Wilson
als Margaret Goff

B.J. Novak
als Robert Sherman

Rachel Griffiths
als Tante Ellie

Annie Rose Buckley
als Ginty

Kathy Baker
als Tommie

Melanie Paxson
als Dolly

Handlung

Nachdem P.L. Travers sich viele Jahre geweigert hatte, die Filmrechte an ihrem Kinderbuch "Mary Poppins" an Walt Disney zu verkaufen, stimmt sie, finanziell angeschlagen, einem Besuch in Los Angeles zu. 14 Tage lang ringt die Autorin dort mit den Kreativen um jedes Detail, zermürbt alle mit Sturheit und Exzentrik. Doch Disney und seine Mitarbeiter werden erkennen, warum sich Travers dem geplanten märchenhaften Musical widersetzt, warum ihre Vergangenheit mit der Zukunft ihrer berühmtesten Schöpfung im Kino unvereinbar scheint.

Nachdem P.L. Travers sich viele Jahre geweigert hatte, die Filmrechte an ihrem Kinderbuch "Mary Poppins" an Walt Disney zu verkaufen, stimmt sie, finanziell angeschlagen, einem Besuch in Los Angeles zu. 14 Tage lang ringt die Autorin dort mit den Kreativen um jedes Detail, zermürbt alle mit Sturheit und Exzentrik. Doch Disney und seine Mitarbeiter werden erkennen, warum sich Travers dem geplanten märchenhaften Musical widersetzt, warum ihre Vergangenheit mit der Zukunft ihrer berühmtesten Schöpfung im Kino unvereinbar scheint.

Widerwillig hat P.L. Travers die Filmrechte an "Mary Poppins" verkauft und befindet sich fortan im kreativen Clinch mit Walt Disney. Gewitzte Nacherzählung der Kämpfe zwischen der Autorin des Kinderbuchs und Walt Disney.

Kritik

Walt Disneys langjähriger Kampf um die Filmrechte an "Mary Poppins" ist Keimzelle einer bittersüßen Geschichte um zwei unterschiedliche Persönlichkeiten und Lebensmodelle.

"Chim chiminey, Chim chiminey, Chim chim cher-oo, ich tu was mich freut und mich freut, was ich tu!" Programmatisch bringt Bert, Straßenkehrer, Lebenskünstler und Gute-Laune-Philosoph von "Mary Poppins", Walt Disneys Lebensmotto auf den Punkt. Wie dessen Weltsicht mit der von P.L. Travers, der Autorin der Poppins-Bücher, kollidierte, davon erzählt John Lee Hancocks Film in Harmonie von komischen und traurigen Momenten.

Auf zwei Zeitebenen entfaltet sich die Geschichte einer künstlerischen Konfrontation, die zunächst in eine Kapitulation von Travers mündete und danach, aller Versuche Disneys zum Trotz, ohne Aussicht auf Versöhnung weitergeführt wurde. Mit einer darstellerischen Glanzleistung erfüllt Emma Thompson die kratzbürstige, unverbiegbare, exzentrische Nervensäge mit Leben, deren Verteidigungsmauern nach über 20 Jahren Belagerung durch Disney aus finanziellen Gründen porös werden. So macht sich Travers 1961 von London ins Land der Barbaren nach Los Angeles auf, wo die Sonne und strahlende Gesichter einen Bund fürs Leben eingegangen sind. Zwei Wochen wird sie Gast von Disney sein, mit dem Drehbuchautor und den Sherman-Brüdern, den musikalischen Magiern, die Poppins zur Musicalheldin machen sollen, um jedes Detail ringen und dann entscheiden, ob sie Disney endlich die Filmrechte abtritt.

Tom Hanks hat kaum Ähnlichkeiten mit der Ikone, aber deren Lebenssicht vermittelt er authentisch und überzeugend. Vertraulichkeit, Optimismus, Sentimentalität - Disneys Markenzeichen - sind Travers ein Grauen. Komik entsteht durch Travers' Exzentrik und den Versuchen der kalifornischen Glückspropheten, ihr Bollwerk zum Einsturz zu bringen. Tragik schält sich in den Rückblenden ins Jahr 1906, in die Kindheit der Autorin, heraus, die Inspiration für die Kult-Nanny wurde, wenn auch anders, als Disney vermutet. "Saving Mr. Banks" ist warmherzig, amüsant, charmant, manchmal auch etwas kitschig und damit ein klassischer Disney. Es ist mehr als ein Film über einen Film, er erzählt von prägenden Kindheiten, unterschiedlichen Wahrnehmungen und Lebensmodellen, vom Gefangensein im Gestern und der Möglichkeit, sich von diesen Fesseln zu befreien. Es ist kein Film für Zyniker, sondern ein Plädoyer, den Disney in uns, der an das Schöne erinnert oder das Hässliche vergessen lässt, zu finden oder wiederzuentdecken. kob.

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Info

Kinostart: 06.03.2014

USA 2013

Länge: 2 h 11 min

Genre: Drama

Originaltitel: Saving Mr. Banks

Regie: John Lee Hancock

Drehbuch: Kelly Marcel, Sue Smith

Musik: Thomas Newman

Produktion: Alison Owen, Ian Collie, Philip Steuer

Kostüme: Daniel Orlandi

Kamera: John Schwartzman

Schnitt: Mark Livolsi

Ausstattung: Michael Corenblith

Website: http://movies.disney.com/saving-mr-banks

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