Politisches Drama um einen Rebellen gegen das Franco-Regime mit Daniel Brühl in der Titelrolle.

Kinostart: 13.09.2007

Daniel Brühl

Daniel Brühl
als Salvador Puig Antich

Tristán Ulloa
als Oriol Arau

Leonardo Sbaraglia
als Jes

Leonor Watling
als Cuca

Ingrid Rubio
als Margalida

Celso Bugallo
als Salvadors Vater

Joaquin Climent
als Polizeibeamter BPS

Antonio Dechent
als Polizeibeamter BPS

Carlos Fuentes
als Paco

Joel Joan
als Oriol

Beatriz Segura
als Montes Puig

Olalla Escribano
als Inma Puig

Carlota Olcina
als Carme Puig

Biel Durán
als Jose Luis

Andrea Ros
als Mercona Puig

Aida Folch
als Marian

Handlung

In den letzten Tagen des spanischen Faschismus kämpft auch der Bourgeoisie-Spross Salvador Puig Antich (Daniel Brühl) gegen das Franco-Regime. Zusammen mit Gleichgesinnten zieht er in den Untergrund. Von dort verüben sie bewaffnete Banküberfälle, um die Arbeiterbewegung zu finanzieren. Bis sie 1973 in Barcelona festgenommen werden - und man Salvador wegen Polizistenmordes zum Tode verurteilt. Mit seinem Anwalt Oriol Arau (Tristan Ulloa) und dem Wärter Jesus (Leonardo Sbaraglia) schöpft er Hoffnung.

Daniel Brühl ("Good Bye, Lenin!"), zweisprachig aufgezogen, glänzt und synchronisiert sich selbst in Manuel Huergas authentischem Politdrama als Symbol des Widerstands und Gefangener, der der spanischen Justiz-Willkür ausgesetzt ist.

Salvador Puig Antich stammt aus bourgeoisen Verhältnissen und schließt sich dem studentischen Widerstand an, als protestierende Kommilitonen von der Polizei unter Franco ermordet werden. Als Radikaler überfällt er Banken, genießt das Rebellenleben bis er vom Staat gejagt, gefangen und zum Tode verurteilt wird - für einen Polizistenmord, den er nicht begangen hat.

Der Anarchist Salvador Puig Antich stammt aus bourgeoisen Verhältnissen und schließt sich dem studentischen Widerstand in Francos Spanien an, als protestierende Kommilitonen von der Polizei ermordet werden. Als Radikaler überfällt er Banken und genießt dabei das Rebellenleben, bis er vom Staat gejagt, schließlich gefangen und zum Tode verurteilt wird - für einen Polizistenmord, den er nicht begangen hat. Sein letzter Gang wird zur Anklage gegen die Unmenschlichkeit - selbst Wärter Jesús wendet sich angewidert ab.

Kritik

Daniel Brühl kämpft als titelgebendes Symbol des politischen Widerstands gegen das Franco-Regime und schließlich um sein Leben, das er als letztes Opfer der Justiz-Willkür durch die Garotte verliert.

Erst als Gewaltherrscher Francisco Franco 1975 verstarb, gelang Spanien der Wandel zur Demokratie - das Land hat mithin erst seit einer Generation eine faschistische Diktatur überwunden, die nie grundlegend aufgearbeitet wurde. Mit der stimmungsvollen Rekapitulation der eigenen 68er-Bewegung und ihrer brutalen Niederschlagung durch General Francos Büttel übt sich Manuel Huergas beklemmende Geschichtsstunde in elementarer Vergangenheitsbewältigung. Francos letztes Opfer, der Anarchist Salvador Puig Antich, wurde mit der Garotte, einer besonders grausamen Hinrichtungsmethode, als politischer Gefangener exekutiert, aus Rache für einen Polizistenmord, den er nie beging. Der zweisprachig in Barcelona aufgewachsene Daniel Brühl verkörpert ihn und synchronisiert sich selbst für die deutsche Fassung.

Seine juvenil-charmante Figur stammt aus bourgeoisen Verhältnissen und schließt sich dem studentischen Widerstand an, als protestierende Kommilitonen von der Polizei ermordet werden. Zu Filmbeginn ist er bereits im Gefängnis und berichtet seinem Anwalt den Werdegang als Linksextremist, der sich einem radikalen Arm der Arbeiterbewegung anschließt und mit seinen Kumpels Banken überfällt, um die französisch-spanische Gruppe zu finanzieren. Blutige Amateure werden nicht ohne humoristische Auflockerungen zu Profis, die wie Könige leben und zu lässigem Hippie-Rock die unbeschwerte Rebellen-Romantik genießen, ohne Konsequenzen zu bedenken. Salvador muss seine bürgerliche Freundin Cuca aufgeben und darf nur kurz mit Margalida vom bunten Aussteiger-Paradies seiner Generation träumen. Danach dominiert deprimierendes Grau, denn längst flieht er von Versteck zu Versteck, verliert Mitstreiter im Kugelhagel, wird schließlich gestellt und schwer verletzt. Aus Kalkül wird ihn der Diktator zum Tode verurteilen und in dieser zweiten, bitteren Hälfte, unternehmen sein zwangsoptimistischer Anwalt Oriol und seine Familie alles, um dieses Schicksal abzuwenden. Sein letzter Gang wird zur Anklage gegen die Unmenschlichkeit, für die Francos Handlanger stehen, von denen sich selbst Wärter Jesús, der in den letzten Monaten Salvadors Ansichten übernahm, angewidert abwendet. Dafür sollten sich die Zuschauer dem neben "Volver" erfolgreichsten spanischen Film 2006 mit Interesse zuwenden.

tk.

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Info

Plakat des Films: Salvador - Kampf um die Freiheit
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 13.09.2007

Spanien 2006

Länge: 2 h 14 min

Genre: Drama

Originaltitel: Salvador

Regie: Manuel Huerga

Drehbuch: Lluis Arcarazo

Musik: Luis Llach

Produktion: Jaume Roures

Kostüme: María Gil

Kamera: David Omedes

Schnitt: Santy Borricon

Ausstattung: Antxón Gómez