Dritter Auftritt des Copduos Carter & Lee, das die Actionkomödie aus Hollywood auch auf französischem Territorium überzeugend vertritt.

Kinostart: nicht bekannt

Jackie Chan

Jackie Chan
als Chefermittler Lee

Chris Tucker

Chris Tucker
als Detective James Carter

Max Sydow

Max Sydow
als Reynard

Hiroyuki Sanada
als Kenji

Yvan Attal
als George

Youki Kudoh
als Jasmine

Noemie Lenoir
als Genevieve

Jingchu Zhang
als Soo Yung

Tzi Ma
als Ambassador Han

Dana Ivey
als Schwester Agnes

Mia Tyler
als Marsha

Handlung

In Paris herrscht Krieg. Ein Arm der chinesischen Triaden verwandelt die Stadt der Liebe in einen Moloch der Gewalt, mit schon einem Dutzend toter Gesetzeshüter. Letzte Hoffnung sind Chefinspektor Lee (Jackie Chan) und sein Kollege Carter (Chris Tucker) vom LAPD. Die Ankunft vermasselt ihnen schon ein reichlich verquerer Flic (Regie-Ikone Roman Polanski). Danach erweisen sich französische Taxis als gefährliche Geschwindigkeitsgeschosse, und Gangster jeden Härtegrads (Vinnie Jones und Max von Sydow) warten schon auf das Duo.

Mit Herz und Faust verabreicht das bekannteste Buddy-Gespann des Jahrzehnts seine geballte Dosis Fun und Action. Zum dritten Mal läuft das unveränderte Erfolgsteam unter der Regie von Brett Ratner zu Hochform auf: Chan in der Disziplin der Martial Arts, Tucker beim Sprücheklopfen.

Nachdem die Triaden in New York vergeblich versuchten, den chinesischen Botschafter unmittelbar vor einer brisanten Enthüllung zu ermorden, folgen Hongkong-Cop Lee und L.A.P.D.-Detective Carter den Spuren der Täter bis nach Paris. Dort treffen sie auf kulturelle Diskrepanzen, die Killerkommandos der Triaden, aber auch auf den schönen Revuestar Geneviève, die das größte Geheimnis der China-Mafia verbirgt.

Der zum Verkehrsdienst verdonnerte Cop Carter kann seinem ehemaligen Partner Lee aus Hongkong bei einer Verfolgungsjagd hilfreich zur Seite stehen. Und schon sind die beiden wieder ein Team, um die Entführung von Lees Nichte durch die Triaden aufzuklären. Der actionreiche Weg führt die beiden nach Paris, wo sie wenig freundlich von den Polizeikollegen und einem Taxifahrer begrüßt werden, und zum Waisenhaus-Blutsbruder Lees, der Gangster geworden ist.

Kritik

Auf ihrer dritten Action-Comedy-Tour überprüfen Jackie Chan und Chris Tucker die Hierarchie der chinesischen Triaden und die Gastfreundschaft der Franzosen.

Knackig, kurzweilig, krisensicher präsentiert sich Brett Ratners Beitrag zum diesjährigen Trilogiefieber, zeigt sich weitgehend resistent gegen die Verschleißerscheinungen des Action und Komik verbindenden Kumpelkinos. Drehbuchautor Jeff Nathanson, wie Regisseur Ratner ein Veteran der Reihe, bleibt dem Erfolgskonzept treu, Party über Plot zu setzen.

So bestimmt Chris Tucker gleich im Eingangsbild den Ton, wenn er als zum Ampeldienst degradierter Ex-Detective Carter mit Prince im Ohr den Verkehrsfluss sabotiert. Carters alter Kampfgefährte, Hongkong-Cop Lee (Jackie Chan) spielt gleichzeitig Bodyguard für den chinesischen Botschafter, der fast einem Anschlag zum Opfer fällt, als er vor dem internationalen Strafgerichtshof die Identität des legendären Triadenbosses Shy Shen lüften will. Eine durch das Attentat ausgelöste Verfolgungsjagd mit riskantem Freeway-Crossing und eine anschließende Kollision mit den Triaden in einem Krankenhaus zeigen die Perfektion in Timing, Schnitt, Dynamik und Actionkreativität, die "Rush Hour 3" nicht nur auf amerikanischen Boden bietet. Die Spur Shy Shens führt schließlich nach Paris. Dort versucht ein französischer Flic (kleiner Auftritt von Roman Polanski) mit Telefonbuchschlägen und Rektaluntersuchung die Kollegen zur Rückkehr zu bewegen, ohne die Ermittlungen des Teams langfristig behindern zu können. Chan hat es in der Folge mit einem zur dunklen Seite gewechselten Jugendfreund und dessen Messer werfenden Killerin zu tun, Tucker versucht im Casino sofort sein Glück bei einem verführerischen Dekolleté, hinter dem sich der vom französischen Top-Model Noémie Lenoir verkörperte Schlüssel zum Geheimnis von Shy Shen verbirgt.

Abgeschlossen wird der selbstbewusst komplikations- und inhaltsreduzierte Fall auf den Stahlträgern des Eiffelturms, wo einen Tick zu lang, aber in überzeugender Harmonie von Realdreh und Effektbearbeitung geprügelt, geturnt und sogar geflogen wird. Wie schon in den Vorgängern übernimmt Tucker mit Worttiraden in Sopranhöhe und in gleicher Stimmlage vorgetragenen Hitcovern (etwa Roberta Flacks "The Closer I Get To You") den komischen Part des Flirtprofis und Kulturtrampels, während Chan auch mit reduzierter Agilität die Actionsequenzen stemmt. Heimlicher selbstironischer Humorhit aber ist Yvan Attals Taxifahrer, in dem sich Ratners Republikanerkritik spiegelt, wenn der anfangs amerikafeindliche Franzose am Ende durch seinen ersten letalen Abschuss zum echten Amerikaner wird. kob.

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Info

Plakat des Films: Rush Hour 3
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2007

Länge: 1 h 31 min

Genre: Action

Originaltitel: Rush Hour 3

Regie: Brett Ratner

Drehbuch: Jeff Nathanson

Musik: Lalo Schifrin

Produktion: Roger Birnbaum, Arthur Sarkissian, Jay Stern, Jonathan Glickman, Andrew Z. Davis

Kostüme: Betsy Heimann

Kamera: J. Michael Muro

Effekte: Clay Pinney

Schnitt: Don Zimmerman, Mark Helfrich

Ausstattung: Ed Verreaux

Website: http://www.rush-hour-3.de

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