Kinostart: nicht bekannt

Matt Damon

Matt Damon
als Mike McDermott

Edward Norton

Edward Norton
als Worm

John Turturro

John Turturro
als Joey Kinish

Gretchen Mol
als Jo

Famke Janssen
als Petra

John Malkovich
als Teddy KGB

Martin Landau
als Abe Petrovsky

Michael Rispoli
als Grama

Melina Kanakaredes
als Barbara

Josh Mostel
als Zagosh

Lenny Clarke
als Savino

Tom Aldredge
als Richter Marinacci

Handlung

Nachdem er seine gesamten Ersparnisse an den krompromisslosen Unterweltler Teddy KGB verlor, geht Poker-Talent Mike jeder weiteren Glückspielversuchung peinlichst aus dem Wege und befindet sich mittlerweile als Jurastudent auf dem besten Wege in die bürgerliche Seriösität. Da wird Mikes alter Kumpel Les aus dem Knast entlassen, dem die Schuldner im Nacken sitzen. Ihm zuliebe lässt sich Mike auf größere Risiken denn je ein, sehr zum Beunruhigung der neuen Freundin und eines betagten Förderers.

Poker-Crack Mike (Matt Damon) möchte seriös werden, doch zuvor muss er einem alten Kumpel Les (Ed Norton) schnell viel Geld verschaffen. Hochglanz-Spielerdramödie mit Starbesetzung.

Kritik

In gewohnter Film noir-Manier entführt John Dahl in die geheimen Poker-Clubs New Yorks, in denen es nicht nur um Geld, sondern um falsche Lebensträume und echte Lebensgefahr geht. Shooting-Star Matt Damon begeisterte als gewieftes Pokergenie, das zwischen Normal Life und riskantem Glücksspiel wählen muß, das Wettbewerbspublikum bei den Filmfestspielen Venedig.

Als Co-Autor Brian Koppelman 1995 erstmals in einem der zahlreichen Manhattan Poker-Clubs Atmosphäre schnupperte, wußte er wie sein nächstes Drehbuch aussehen sollte und begann am nächsten Tag mit David Levien das Skript zu entwerfen. John Dahl zeigte sich fasziniert, als ihm Miramax das Buch vorschlug und holte "Good Will Hunting"-Star Matt Damon als Karten-Ass Mike McDermott ins Boot, auch John Malkovich als beinharter Bösewicht Teddy KGB, John Turturro als Vaterfigur und Pokerlehrer, Oldie Martin Landau als verständnisvoller Jura Professor und Gretchen Mol (demnächst in Woody Allens "Celebrity" zu sehen) als Mikes Freundin und Kommilitonin ließen sich nicht lange bitten. Dieses Ensemble wirft sich die Bälle zu, daß man einige Längen im mittleren Teil dieser langen Poker Partie leicht vergißt.

Mike McDermott ist ein begnadeter Poker-Spieler, in der Mimik der Mitspieler liest er wie in einem offenen Buch und schlägt die erfahrensten Player. Das schnelle Geld reizt den talentierten Jurastudenten, der sich aber zwischen seiner Freundin Jo und dem Kartenglück entscheiden muß. Als sein Freund Worm (Edward Norton) aus dem Gefängnis kommt, zieht der ihn wieder in den Sog des Spiels hinein. Und nicht nur das: Worm hat Spielschulden, in falsch verstandener Freundschaft verspricht Mike dem russischen Paten Teddy KGB, das Geld zu besorgen. Das Duo zieht los und alles scheint sich zum Guten zu wenden. Aber Worm spielt falsch und wird erwischt, das gewonnene Geld ist perdu, die Unglücksraben finden sich fast zu Tode geprügelt auf der Straße wieder. In letzter Sekunde kann Mike einen Teil des Geldes besorgen, den Rest muß er bei einer ultimativen Poker-Runde dem brutalen Mafiosi abgewinnen. Es geht um alles oder Nichts. Mike spielt und gewinnt...

Geschickt verknüpft John Dahl die Leidenschaft in Spiel und Liebe, läßt seinen Helden durch Himmel und Hölle gehen, manchmal erreicht er die Intensität berühmter Spielerfilme wie "Haie der Großstadt". Zwar bleibt das Pokerspiel für Nichtkenner ein Buch mit Sieben Siegeln und zu ausgewalzte Spielszenen trüben die dichte Atmosphäre, aber das furiose Ende macht diese Hänger wieder wett. Die Welt der Spielhöllen in Hinterzimmern entfaltet eine dunkle Magie, auch wenn die Message deprimiert: Spieler sind unfähig zur Beziehung, die Spielsucht tötet jede noch so tiefe Liebe, er bleibt der "lonesome rider". Sehr sophisticated und intelligent erzählt Dahl von gebrochenen Figuren (wie auch schon in "Die letzte Verführung"), die nach einem Strohhalm greifen, um sich von ihren dunklen Trieben zu befreien und dennoch dem Teufelskreis nicht entrinnen können. In diesem abgründigen Buddy-Movie ist Matt Damon der absolute Star, man zittert und hofft mit ihm. Wenn er eine mögliche Anwaltskarrioere an den nagel hängt und sich nach Las Vegas aufmacht, weiß man, sein Schicksal ist besiegelt, es gibt keine Wiederkehr. Zwar brennt das Thema nicht besonders unter den Nägeln, aber die Fangemeinde des Jungstars wir es sich nicht nehmen lassen, ihn nach Spielbergs "Der Soldat James Ryan" , bei einer ganz neuen schauspielerischen Herausforderungen zu bewundern. mk.

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Info

Plakat des Films: Rounders

Kinostart: nicht bekannt

USA 1998

Genre: Thriller

Originaltitel: Rounders

Regie: John Dahl

Drehbuch: Brian Koppelman, David Levien

Musik: Christopher Young

Produktion: Joel Stillerman, Ted Demme

Kostüme: Terry Dresbach

Kamera: Jean-Yves Escoffier

Schnitt: Scott Chestnut

Ausstattung: Robert Pearson, Rick Butler