Großer Abgang für Rosa Roth: In ihrem letzten Fall darf die Berliner Kommissarin eine alte Rechnung begleichen.

Kinostart: nicht bekannt

Iris Berben

Iris Berben
als Rosa Roth

Thomas Thieme

Thomas Thieme
als Markus K

Carmen-Maja Antoni

Carmen-Maja Antoni
als Karin von Lomanski

Gunter Schoß
als G

Devid Striesow
als Stefan Gruber

Mina Tander
als Yasemin Deinhardt

Johann von Bülow
als J

Hans-Michael Rehberg
als Nikolai Raskow

Jürgen Vogel
als Boris Raskow

Lisa Maria Potthoff
als Esther Bergmann

Clemens Schick
als Staatsanwalt Gander

Anian Zollner
als Politiker

Monique Schröder
als Deborah Gruber

Sandra Steinbach
als Richterin

Till Butterbach
als Thomas Buck

Louie Betton
als Michael Raskow

Grit Boettcher
als Ursula Kage

Alexander Hörbe
als Ernst Fassner

Karolina Lodyga
als Maria Fassner

Felix Kramer
als Chirurg

Aleksandar Tesla
als Justizvollzugsbeamter

Werner Daehn
als Entf

Nikola Kastner
als Reisekauffrau

Pit Bukowski
als Polizist

Heiko Kiesow
als SEK-Leiter

Christian Wewerka
als An

Christian Kuchenbuch

Frank Steinke
als Notarzt

Anke Goldschmidt
als OP-Schwester

Handlung

20 Jahre nach der Ermordung ihres Lebensgefährten bekommt Rosa Roth die Chance, das alte Kapitel zu beenden: Endlich steht Waffenhändler Raskow vor Gericht. Doch der Russe hat eine clevere Anwältin, die der Kommissarin eine raffinierte Falle stellt. Kurz drauf erlebt die angeschlagene Ermittlerin den Tiefpunkt ihrer Laufbahn: Als sie einen mutmaßlichen Entführer stellen will, erschießt sie versehentlich seine kleine Tochter. Fast zu spät erkennt Rosa Roth, dass beide Fälle zusammen gehören.

Kritik

Fast zwanzig Jahre lang hat Rosa Roth dafür gesorgt, dass die Welt zumindest in Berlin ein bisschen besser wurde; stets unbestechlich, oft selbstgerecht, meistens einsam.

Nun sei es genug, fand Iris Berben, und es ist nur recht und billig, dass Sohn Oliver, der die Reihe von Anfang an produziert hat, der Hauptkommissarin einen stilvollen Abgang ermöglicht. In ihrem letzten Fall hat es Rosa Roth mit einer Gegnerin zu tun, gegen die sie nur verlieren kann: sich selbst.

Thorsten Wettcke hat sich die Geschichte für das Reihenfinale ausgedacht, und dank diverser raffinierter Handlungswendungen ist dieser Film mit dem schlichten Titel "Der Schuss" der erhoffte große Abschied für eine Ermittlerin, die die deutsche TV-Krimilandschaft geprägt hat wie nur wenige andere. Der Einstieg nimmt vorweg, was knapp hundert Minuten später Auftakt zum ebenso spannenden wie dramatischen Finale ist: Ein kleines Mädchen stirbt auf dem Operationstisch, und der Vater (Devid Striesow) beginnt, Amok zu laufen. In langer Rückblende erzählen Wettcke und Regisseur Hannu Salonen, wie es dazu kam. Ein großer Reiz der Geschichte liegt in ihrer Zweigleisigkeit, denn Roth muss an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen.

Die eigentliche Handlung beginnt mit der Observierung einer Geldübergabe: Eine Frau ist entführt worden, aber der Täter kann fliehen; immerhin hat das Opfer überlebt. Der zweite Erzählstrang ist einem Prozess gewidmet: Roth hofft, nach vielen Jahren endlich den russischen Waffenhändler Raskow (Hans-Michael Rehberg) hinter Gittern bringen zu können. Es gibt da eine alte Rechnung, die sie endlich begleichen will: Vor zwanzig Jahren hat Raskow ihren Lebensgefährten ermorden lassen, was ihm aber nicht nachgewiesen werden konnte. Vor Gericht tappt die Polizistin jedoch in eine Falle seiner cleveren Anwältin Yasemin Deinhardt (Mina Tander). Derweil will ein Vater (Striesow) mit seiner Tochter, die bei Pflegeeltern aufwächst, nach Amerika fliehen. Offenbar handelt es sich bei dem Mann um den Entführer. Als Roth und ihr Kollege Körber (Thomas Thieme) ihn zur Rede stellen wollen, fällt in der dunklen Nacht plötzlich ein Schuss. Im Affekt schießt die Kommissarin zurück und verletzt das kleine Mädchen lebensgefährlich. Ihr Schock wird noch größer, als sich rausstellt, dass es sich bei dem Kind um die Pflegetochter von Raskows Anwältin handelt.

Dies alles ist der Einstieg zu einem raffinierten Katz-und-Maus-Spiel, dessen Reiz schon allein in der namhaften Besetzung liegt: Jürgen Vogel spielt die vermeintlich kleine Rolle von Raskow junior, Lisa Maria Potthoff die interne Ermittlerin, mit der sich Rosa Roth auseinandersetzen muss, und Johann von Bülow den Mann der Anwältin. Star des Films aber ist die Story. Der Russe Raskow war bereits 1994 im Premierenfilm der Reihe Roths großer Gegenspieler. Schon allein die Idee, diesen Kreis zu schließen, ist brillant. Und wie perfide das Komplott ist, dem die Ermittlerin auf die Spur kommt, zeigt sich erst im Epilog nach dem erschütternden Finale. Kongenial ist die Umsetzung durch Hannu Salonen. Der Finne ist ohnehin einer der versiertesten Krimiregisseure hierzulande. Gemeinsam mit Kameramann Wolf Siegelmann hat er Bilder gefunden, die den Gemütszustand der Kommissarin perfekt widerspiegeln: Mal wandelt sie wie ein Geist durchs eigene Leben, mal hat sie horrorfilmartige Halluzinationen von dem tödlich verletzten Mädchen. Gerade in den Szenen mit Devid Striesow sorgt das Schnittkonzept (Julia Oehring) zudem für eine Dynamik, die perfekt das Seelenleben des leiblichen Vaters illustriert. tpg.

Wertung Questions?

FilmRanking: 14301 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Rosa Roth: Der Schuss

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2013

Genre: Thriller

Originaltitel: Rosa Roth: Der Schuss

Regie: Hannu Salonen

Drehbuch: Thorsten Wettcke

Musik: Marco Meister, Robert Meister, Georg Kleinebreil

Produktion: Oliver Berben, Jan Ehlert

Kostüme: Daniela Thomas

Kamera: Wolf Siegelmann

Schnitt: Julia Oehring

Ausstattung: Alexandra Pilhatsch

Kino&Co Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.