Rosa Roth und ihr neuer Kollege Körber müssen sich mit dem Drogentod einer Prostituierten befassen, doch kurz darauf stirbt auch einer ihrer letzten Freier...

Kinostart: nicht bekannt

Iris Berben

Iris Berben
als Rosa Roth

Thomas Thieme

Thomas Thieme
als Markus K

Carmen-Maja Antoni

Carmen-Maja Antoni
als Karin von Lomanski

Gunter Schoß
als G

Alina Levshin
als Irina

Joel Basman
als Matthis Block

Maximilian Befort
als Sven Tillmann

Elyas M'Barek
als Nejo G

Vanessa Krüger
als Nathalie Kr

Parashiva Dragus
als Lilly Block

Lilith Stangenberg
als Masha

Ernst Meincke
als Dr. Schiller-Bregenz

Benjamin Morik
als Jakob Dinter

Daniel Enzweiler
als Dr. Diederich

Gitta Schweighöfer
als Anna K

Maren Thurm
als Sigrid Kr

Kritik zu Rosa Roth: Das Mädchen aus Sumy

In der Regel gibt es bei den TV-Kommissaren zwei Kategorien: Die einen haben ein Privatleben, das sich gern auch mal auf die Ermittlungsarbeit auswirkt; die anderen leben nur für ihren Beruf. Bei Rosa Roth (Iris Berben) rächt sich das: Die Berlinerin erleidet nach diversen Doppelschichten einen Hörsturz und wird anschließend von einem Tinnitus gequält, einem permanenten Summen im Ohr, das die Konzentration naturgemäß erheblich beeinträchtigt. Der Arzt empfiehlt absolute Ruhe, aber weil das Verbrechen nicht schläft, will sich auch die seit einigen Fällen völlig auf sich allein gestellte Kommissarin keine Auszeit nehmen.

Zu allem Überfluss entpuppt sich ihre Verstärkung eher als Belastung: Körber, der neue ältere Kollege (Thomas Thieme), verschwindet schon mal grußlos mitten aus einer Ermittlung; später ertappt Roth ihn dabei, wie er während der Dienstzeit mit einer jungen Prostituierten in einem Stundenhotel verschwindet.

Es ist vor allem die erhebliche Beeinträchtigung der Hauptfigur, die diesen jüngsten Film der Reihe so interessant macht, zumal die Bildgestaltung (Frank Küpper) durch extreme Perspektiven oder verschobene Blickwinkel immer wieder verdeutlicht, wie sehr die Hauptfigur aus der Spur ist. Die betonte Beleuchtung etwa bei den Vernehmungen oder das Spiel mit Licht und Schatten wiederum konzentrieren die Handlung auf die Figuren, zumal die Geschichte ohnehin starken Kammerspielcharakter hat (Regie: Carlo Rola).

Der Faszination tut das keinen Abbruch, selbst wenn die eigentliche Krimihandlung überschaubar ist: Drei junge Männer feiern Geburtstag und wollen sich mit noch jüngeren Prostituierten vergnügen. Als eins der Mädchen ohne äußere Einwirkung stirbt, machen sich die Freier aus dem Staub. Der Wortführer (Elyas M'Barek) verdonnert die anderen zu Stillschweigen. Bloß das Geburtstagskind bekommt Skrupel und will zu Rosa Roth, doch die hat keine Zeit; Tags drauf wird der Junge vor einen Bus geschubst.

Interessanter als der Fall ist der neue Partner: Autorin Nina Grosse stattet den Ermittler mit einer Rätselhaftigkeit aus, die Körber zu einer hochinteressanten Figur macht. Vor geraumer Zeit ist seine Tochter von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden; nur deshalb kümmert sich der Kommissar, der zuvor für die Sitte gearbeitet hat, so hingebungsvoll um die junge Prostituierte aus der Ukraine. Davon abgesehen ist Thomas Thieme ohnehin ein außergewöhnlicher Schauspieler; in der langen Geschichte der über 14 Jahre alten Reihe hat Iris Berben erstmals einen Partner, der ihr das Wasser reichen kann. tpg.

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Info

Plakat des Films: Rosa Roth: Das Mädchen aus Sumy

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2008

Genre: Thriller

Originaltitel: Rosa Roth: Das Mädchen aus Sumy

Regie: Carlo Rola

Drehbuch: Nina Grosse

Musik: Christian Brandauer, Georg Kleinebreil

Produktion: Oliver Berben

Kamera: Frank Küpper