Komödie über einen erfolglosen Rockmanager, der im Kriegschaos von Afghanistan ein junges Mädchen entdeckt, das singen will und kann, aber nicht darf.

Kinostart: 24.03.2016

Szenenbild aus Rock the Kasbah mit Bill MurrayBill Murray

Bill Murray
als Richie Lanz

Bruce Willis

Bruce Willis
als Bombay Brian

Kate Hudson

Kate Hudson
als Merci

Zooey Deschanel
als Ronnie

Scott Caan
als Jake

Danny McBride
als Nick

Taylor Kinney
als Private Barnes

Leem Lubany
als Salima Khan

Arian Moayed
als Riza

Beejan Land
als Daoud Sididi

Handlung

Mit Lügen und Versprechungen hat sich Rock-Manager Lanz durchs Leben laviert. Als Sängerin Ronnie den erfolglosen Branchenveteranen kurz vor Beginn der Tournee für die US-Truppen in Afghanistan im Stich lässt und mit seinem Geld und Ausweis verschwindet, entdeckt er in einem Dorf ein Mädchen mit Engelsstimme. Doch für die ultrakonservativen Muslime im Land ist der Wunsch des Mädchens zu singen und Lanz' Ambition, Salima bei einer nationalen Talentshow zum Star zu machen, ein schwerer Verstoß gegen Tadition und Sitte.

Kritik

Bill Murrays neue Komödie wagt den Spagat zwischen schräg, romantisch und politisch.

Für viele seiner besten Filme, darunter "Diner" und "Avalon", zeichnete Regisseur Barry Levinson auch als Autor verantwortlich. Hier aber griff er auf ein Drehbuch von Mitch Glazer zurück, der als Mastermind der Casino-Serie "Magic City" Gangsterdrama, Eleganz und Sinnlichkeit clever verknüpfte und als Koautor Bill Murray den Comedy-Hit "Die Geister, die ich rief..." auf den Leib schrieb. Glazers Vielseitigkeit soll auch "Rock The Kasbah" unterstreichen, eine atmosphärische Gratwanderung, die mit dem Kriegsschauplatz Afghanistan über steinig-holpriges Territorium führt, auf dem Murray mit einer One-Man-Show für das Lachen kämpft.

Der Hintergrund ist ernst und authentisch. Als die junge Setara Hussainzada 2007 tanzend, lächelnd und für Sekunden ohne Kopftuch bei der afghanischen Ausgabe von "American Idol" sang, löste sie damit einen Skandal aus, musste sie danach um ihr Leben fürchten, festgehalten in zwei Dokumentationen (2009, 2011). Diesen Affront gegen erzkonservative Muslime macht "Rock The Kasbah" zum Plotpoint, der das Leben eines notorischen Lügners verändert und der Moderne in der Konfrontation mit der Tradition Hoffnung gibt. Weil der abgehalfterte Rock-Manager Lanz (Murray), der sich als Meister des Deals mit ruhmreicher Vergangenheit verkauft, dringend Geld braucht, ist das Angebot, mit seinem Protegé Ronnie (Zooey Deschanel) zur Unterhaltung der US-Truppen auf Tournee nach Afghanistan zu gehen, eine Erlösung. Als sich Ronnie, geschockt vom Chaos in Kabul, mit Hilfe eines Söldners (Bruce Willis) und mit Lanz' Geld und Papieren aus dem Staub macht, muss der Dampfplauderer improvisieren, gerät er zwischen die Fronten, nachdem er in einem Dorf eine junge Paschtunin entdeckt, die wie ein Engel singen kann, aber unter dem Druck der Tradition nicht darf.

Bevor das Mädchen am Ende mit dem Klassiker "Peace Train" ein Plädoyer für den Frieden abgeben darf, wird geschossen, gestritten, geliebt und gelacht, explodieren Bomben und Erzkonservative, zeigt eine Hure (Kate Hudson) Herz und ein Weltstar den Gesamtkatalog seines komischen Knautschgesichts. Wirklich harmonisch wirkt "Rock The Kasbah" dabei nicht, obwohl viel gesungen wird, aber für Murray-Fans ist es wohl ein Ticket to Paradise. kob.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 24.03.2016

USA 2015

Länge: 1 h 47 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Rock the Kasbah

Regie: Barry Levinson

Drehbuch: Mitch Glazer

Musik: Marcelo Zarvos

Produktion: Steve Bing, Bill Block, Mitch Glazer, Jacob Pechenik, Ethan Smith

Kostüme: Deborah Lynn Scott

Kamera: Sean Bobbitt

Schnitt: Aaron Yanes

Ausstattung: Niels Sejer