Der neue Animationshit der "Ice Age"-Macher über eine Welt, die ausschließlich von Robotern bevölkert wird.

Kinostart: 17.03.2005

Die Handlung von Robots

Rodney, der junge Roboter, ist ein großer Tüftler unter der Sonne. Deshalb träumte er schon immer davon, einmal im Leben seinem Vorbild Bigweld die Blechpranke zu schütteln. Nun scheinen seine Träume wahr zu werden. Rodney soll aus der Vorstadt in die große Metropole ziehen und Bigweld beim Erfinden assistieren. Doch Bigweld hat sich sehr verändert und schmiedet schlimme Pläne. Gemeinsam mit seiner neuen Freundin, der aparten Roboterdame Cappy, gedenkt Rodney, diese zu durchkreuzen.

Durch den früheren Erfolg "Ice Age" auf den Geschmack gekommen, sucht Fox erneut die Konkurrenz von Disney und Dreamworks mit diesem vollanimierten Abenteuerspaß aus dem Hause Blue Sky.

Früher war Rodney ein Bausatz. Jetzt ist er ein Jung-Roboter, der in Robot City, der Metropole einer Maschinenwelt, für die Ideenfabrik Bigweld Industries arbeiten will. Doch dort hat jetzt Roboter Ratchet das Kommando, der die alten Modelle durch den Produktionsstop von Ersatzteilen aussortieren will. Um das zu verhindern, suchen Rodney und seine Freunde den Mann, dem diese Welt alles verdankt: Mr. Bigweld.

Das ambitionierte junge Technik-Genie Rodney reist nach Robot City, um dem größten aller Roboter, Bigweld, einen Besuch abzustatten und seine Erfindungen zu zeigen. Doch Rodney erlebt einen Schock, denn an Bigwelds Stelle regiert nun der egozentrische Diktator Ratchet, der unter der Fuchtel seiner Mutter alle baufälligen Roboter verschrotten will und stattdessen nur noch Hochglanzmodelle mit teuren Upgrades zu dulden gedenkt. Aufgebracht stachelt Rodney seine neuen Freunde aus Robot Citys Unterwelt zur Gegenwehr an.

Kritik zu Robots

Von der Eiszeit in die Zukunft - mit einem drastischen Schauplatzwechsel lassen Chris Wedge und Carlos Saldanha ihrem Superhit "Ice Age" eine futuristische Fantasie folgen, in der sich menschliches Leben in einer ausschließlich von Robotern besiedelten Welt spiegelt. Trotz des veränderten Milieus ist die oft apostrophierte Klimaerwärmung hier kein Thema, denn wie schon der Vorgänger ist auch "Robots" eine gefühlsbetonte, liebenswerte, nach traditionellen Werten ausgerichtete Komödie, die an visuellem Detailreichtum "Ice Age" übertrifft. Dies auch für die Zuschauerzahlen ("Ice Age": 7,1 Millionen) zu erwarten, ist eine Bürde für diesen Top-Entertainer, denn Ausnahmeerfolge replizieren sich auch in einer Geschichte über Maschinen nicht automatisch.

Auffällig an "Robots" ist von Beginn an der größere Entwurf, das spektakulärere Design, die optische Fantasie, die erstaunliche Detailliebe, die jedem bewegten Objekt einen Schatten oder eine Reflektion zuweist. Im Unterschied zu "Ice Age", das wenige Figuren vor vergleichsweise einfache Hintergründe platzierte, wimmelt es in "Robots" von Leben, auch wenn es von Schrauben zusammengehalten wird, verteilen sich die optischen Eindrücke bis weit in den Raum hinein.

Anspruchsvoller ist der Film in der Bildgestaltung, nicht in der Handlung, die sich geradlinig, schnörkellos und damit transparent für Kinder jeden Alters entwickelt. Die angesprochenen Themen sind vertraut und identifikationsfördernd, schließen ein die Realisierung von Träumen, die Wertschätzung des Alters, der Glauben an sich selbst, das Recht auf Leben (ob es nun chic verchromt oder baufällig verrostet ist) und eine Vater-Sohn-Dynamik, die gerade für das US-Kino besonders typisch und erfolgsversprechend ist.

In den ersten Minuten des Films bekommen Mr. und Mrs. Copperbottom Nachwuchs - in Form eines Bausatzes, der Jahr für Jahr ein Upgrade erhält, damit das Wachstumsproblem von Automaten vernünftig erklärt werden und Säugling Rodney zum Teen-Genie reifen kann. Mit seiner quirligen Supererfindung Wonderbot (frei nach Daniel Düsentriebs Helferlein) im Schlepptau begibt sich Rodney nach Robot City, um dort sein Glück zu machen. Die Metropole zeigt sich als ein auf verschiedenen Ebenen aufgebautes, die Unterschiede zwischen Armut und Wohlstand spiegelndes Designwunder. Das Transportsystem ist ein Kindertraum - ein Labyrinth aus Rohren, Schleudern, Bahnen und exzentrischen Apparaturen, mit dem Passagiere im Superspeed und mit Achterbahnfeeling ihre Zielorte in der Stadt erreichen. Rodneys Ziel ist Bigweld Industries, das Lebenswerk des berühmtesten Roboters und Erfinders Mr. Bigweld. Doch als der Provinzträumer eintrifft, wird der einst beliebte Konzern von Ratchet geleitet, einem verschlagenen und völlig verchromten Hi-Tech-Modell, das unter dem Einfluss seiner Mutter die alten Roboter ausmustern und durch teure Neuware ersetzen will. Um dies zu verhindern, macht sich Rodney mit dem schnittigen Robotgirl Cappy, bei dem auch Ratchets Schaltkreise durchbrennen, und einer Clique von Schrottmodellen auf, das Verschwinden von Mr. Bigweld zu klären und damit der bedrohten alten Roboterpopulation eine Zukunft fern des Hochofens zu sichern.

Eine der erkennbaren Inspirationen für dieses wort- und bildwitzige Animationsmärchen ist MGM-Klassiker "Das zauberhafte Land", der auch mehrfach zitiert wird. Originär ist die Automatenwelt, auch wenn bei den neuen Robot-Modellen Designparallelen zu "Antz" sichtbar sind. Eine Reihe von ausgedehnten Actionsequenzen verleiht "Robots" eine kinetische Energie - wie auch Rodneys Sidekick Fender, bei dem Robin Williams zehn Jahre nach "Aladdin" zur Hochform aufläuft. Seine Figur ist die größte Synchronisationsherausforderung für diesen temporeichen CGI-Hit, der mit großem Vergnügen die Populärkultur plündert (von Musicals bis hin zur hinreißenden Britney-Spears-Hommage) und gleichzeitig in Actionszenen wie auch im Dialog den nächsten Hit des Verleihs, den Abschluss der "Star-Wars"-Trilogie, promotet. Damit darf man auch für "Robots" resümieren: "The force is strong with this one". kob.

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Info

Plakat des Films: Robots

Kinostart: 17.03.2005

USA 2005

Länge: 1 h 31 min

Genre: Animation

Originaltitel: Robots

Website: http://www.robots-derfilm.de