Im dritten und letzten Teil der Kinderbuch-Trilogie von Andreas Steinhöfel lösen die Nachwuchsdetektive ihren schwierigsten Fall.

Kinostart: 28.04.2016

Anton Petzold
als Rico Doretti

Juri Winkler
als Oskar

Karoline Herfurth

Karoline Herfurth
als Tanja Doretti

Ronald Zehrfeld
als Simon Westbühl

Milan Peschel
als Fitzke

Ursela Monn
als Frau Dahling

David Kross
als Rainer Kiesling

Jacob Matschenz
als Tom

Detlev Buck
als Lars

Genija Rykova
als Irina

Friederike Kempter
als Julia

Fahri Yardim
als Justin

Tristan Göbel
als Sven

Trystan Pütter
als Svens Vater

Katharina Schüttler
als Svens Mutter

Henry Hübchen
als Herr von Scherten

Heike Makatsch
als Kellnerin

Handlung

Für den „tiefbegabten“ Rico (Anton Petzold) läuft es gerade optimal. Seine Mutter Tanja (Karoline Herfurth) ist mit dem Bühl (Ronald Zehrfeld) zusammen, den auch Rico sehr gerne mag. Und sein bester Freund, der hochbegabte Oskar (Juri Winkler), ist mit seinem Papa (Detlev Buck) nun sogar im selben Haus, in der Dieffe 93, eingezogen.

Dann allerdings stirbt vollkommen unerwartet der alte Fitzke (Milan Peschel). Gut, bei ihm hat einfach die Pumpe ausgesetzt, unheimlich ist es den Jungs trotzdem. Und ausgerechnet Rico soll Fitzkes Steinsammlung erben. Doch kurz darauf wird eingebrochen und aus der Sammlung der wertvolle „Kalbstein“ gestohlen. Ehrensache, dass die kleinen Hobbydetektive Rico und Oskar selbst die Ermittlungen aufnehmen!

Dafür allerdings müssen beide zum ersten Mal ihr über alles geliebtes Berlin verlassen und sich auf große Reise an die Ostsee begeben. Und dort sind sie völlig auf sich allein gestellt – ganz ohne Erwachsene.

Regisseurin Neele Leana Vollmar demonstriert einmal mehr, wie klug, unterhaltsam, lustig und auch hintergründig deutsches Familienkino sein kann! Ihre beiden grandiosen Hauptdarsteller Anton Petzold und Juri Winkler verschmelzen förmlich mit ihren spleenig-originellen Charakteren mitten aus dem prallen Berliner Leben.

Und natürlich veredeln viele prominente Stars die Besetzung. Doch im Zentrum der Handlung steht wieder die tiefe und ehrliche Freundschaft zweier ungleicher Jungs. Trotz all ihrer Unterschiede haben die eben erkannt, dass es allein nur halb so lustig ist!

Kritik

Mit einer clever-chaotischen, sympathisch-originellen Detektiv-Geschichte bringt Neele Leana Vollmar die Kinderfilm-Trilogie nach den Romanen von Andreas Steinhöfel zu einem würdigen Abschluss.

Im letzten Teil der Trilogie nach den Kinderbüchern von Andreas Steinhöfel gibt Neele Leana Vollmar, die bereits das erste Abenteuer inszeniert hatte, noch einmal richtig Gas und erzählt von der gewachsenen Freundschaft zwischen dem hochbegabten Oskar und dem etwas weniger begabten, dafür auf intuitiver Ebene umso stärkeren Rico. Die beiden leben inzwischen zusammen im idyllischen Mietshaus in der Dieffe 93 und werden gleich zu Beginn mit einem tragischen Todesfall konfrontiert. Der kauzige Fitzke (großartig übellaunig: Milan Peschel) stirbt an seinem schwachen Herzen und Rico erbt immerhin dessen kuriose Steinsammlung. Als jedoch kurz darauf ausgerechnet der wertvolle Kalbstein gestohlen wird, packt die beiden Jungs noch einmal das Detektiv-Gen, das sie dieses Mal bis an die Ostsee führt.

Die Diebesgeschichte ist für Vollmar ein willkommener Anlass, die Beziehung zwischen Oskar und Rico zu intensivieren, aber auch auf die Probe zu stellen, nur um die zwei letztlich gestärkt aus diesem Konflikt zu entlassen. Zudem nutzt die Regisseurin die Gelegenheit, zahlreiche Kurzauftritte erwachsener Figuren einzubauen. Dazu gehören altbekannte Charaktere wie die hilfsbereite Frau Dahling (Ursela Monn) oder Ricos flippige Mama Tanja (Karoline Herfurth), die gleich zu Beginn mit dem Bühl (Ronald Zehrfeld) in den "Knutsch-Urlaub" abdüst, aber auch neue Gesichter wie Oskars grummeliger Vater (Detlev Buck), ein nervöser Bösewicht (Fahri Yardim) und eine hellsehende Kellnerin (Heike Makatsch). Teil drei lebt zudem vom erfrischend unbekümmerten Spiel von Anton Petzold und Juri Winkler, von den kurzen animierten Einschüben, die der Handlung zusätzlichen Drive und eine eigene Note verleihen, und den unvermeidlichen Erklärungen von Fremdwörtern wie etwa dem Palindrom.

Emotional wird es, wenn Detlev Buck endlich sein Herz sprechen lässt, selten komisch, wenn Oskar am FKK-Strand bemerkt: "Ich kann mich nicht konzentrieren, wenn alle auf meinen Pimmel schauen", und regelrecht philosophisch, wenn Rico nachdenklich fragt: "Warum wird Wut kleiner, wenn die Zeit vergeht?". Man wird die beiden schrägen Berliner Jungs vermissen, die drei liebenswerte Filme geprägt haben, in denen ein cleverer Gag stets Vorrang hatte vor dem vordergründigen Spektakel, und eine wohlformulierte Dialogzeile nie zu Gunsten eindimensionaler Action geopfert wurde. lasso.

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Info

Kinostart: 28.04.2016

Deutschland 2016

Länge: 1 h 34 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Regie: Neele Leana Vollmar

Drehbuch: Martin Gypkens

Musik: Oliver Thiede

Produktion: Philipp Budweg, Robert Marciniak

Kostüme: Sabine Keller

Kamera: Felix Novo de Oliveira

Schnitt: Benjamin Kaubisch

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