Hinreißende und berührende Musik- und Familienkomödie um eine Rockmusikerin, die zu ihrer wegen der Karriere aufgegebenen Familie zurückkehrt.

Kinostart: 03.09.2015

Meryl Streep

Meryl Streep
als Ricki

Sebastian Stan
als Joshua

Kevin Kline

Kevin Kline
als Pete

Rick Springfield
als Greg

Mamie Gummer
als Julie

Ben Platt
als Daniel

Audra McDonald
als Maureen

Die Handlung von Ricki - Wie Familie so ist

Ricki hat ihren Mann und ihre drei Kinder verlassen, weil sie Karriere als Musikerin machen wollte. Nun sind 20 Jahre vergangen. Ihre Karriere ist nie richtig ins Rollen gekommen. Nachts tritt sie mit ihrer Band in einer kleinen Bar auf, tagsüber arbeitet sie als Kassiererin. Unvermutet ruft ihr Exmann Pete mit der Nachricht an, dass ihre gemeinsame, erwachsene Tochter psychisch am Ende ist. Also macht sich Ricki auf den Weg in die Provinz nach Indiana, um ihre Familie zu treffen, die sie kaum gesehen hat. Das Wiedersehen fällt entsprechend frostig aus.

Kritik zu Ricki - Wie Familie so ist

Mamma Mia, Meryl Streep singt (mal) wieder in dieser musikalischen Familien-Dramödie um eine erfolglose, alternde Rocksängerin.

Die dreifache Oscar-Gewinnerin befindet sich für das Projekt in illustrer Gesellschaft: Die Inszenierung übernahm Jonathan Demme (Oscar für "Das Schweigen der Lämmer"); während das Drehbuch von Diablo Cody (Oscar für "Juno") stammt. Letztere basierte die Protagonistin lose auf ihrer eigenen Mutter, die jahrelang dem Traum von Rock'n'Roll-Starruhm hinterherjagte. So wirken viele Szenedetails authentisch, Titelheldin Ricki Rendazzo hingegen mutet trotz Streeps gewohnt intensiver Darstellung ein wenig konstruiert an.

Vorgestellt wird Ricki auf der Bühne einer kalifornischen Kneipe, wo sie und ihre Band (bestehend aus erlauchten Musikern wie Gitarrist Rick Springfield, Neil-Young-Kollaborateur Rick Rosas und Parliament/Funkadelic-Keyboarder Bernie Worrell) einen Dauergig haben. Tagsüber arbeitet Ricki als Kassiererin, doch es reicht hinten und vorne nicht. Unvermutet ruft ihr Exmann Pete (Oscar-Gewinner Kevin Kline) mit der Nachricht an, dass ihre gemeinsame Tochter (Streeps Tochter Mamie Gummer) psychisch am Ende ist, da ihr Mann sie verlassen hat. Also macht sich Ricki auf den Weg nach Indiana, wo ihre Familie lebt,der sie in den 80er Jahren den Rücken zugekehrt hatte, um berühmt zu werden. Pete und ihre drei gemeinsamen Kinder haben sie seither kaum gesehen und das Wiedersehen fällt eher frostig aus. Zudem erscheint die in Leder gehüllte Rockerin in dem gehobenen gutbürgerlichen Milieu als schillernder Paradiesvogel, doch gemeinsames Einkaufen und Kiffen lockern die Fronten und lässt die Familie einander näherkommen. Das große emotional befreiende Finale findet bei der Hochzeit ihres Sohnes, zu der sie ursprünglich nicht eingeladen war, statt, wo Ricki und ihre Band den versammelten Spießern einheizen.

Demme, der anno 1984 die Talking-Heads-Musikdoku "Stop Making Sense" drehte, liegt besonders die Inszenierung der zahlreichen Musikeinlagen (mit Coversongs, die von Tom Petty über Edgar Winters Band hin zu Pink und Lady Gaga reichen) am Herzen. Der Erzählton seines Films wechselt von amüsanten Momenten zu emotional dramatischen. Den pointierten Dialogwitz und die Fish-out-of-Water-Situationskomik aus Codys Drehbuch setzt Streep zur Freude ihrer Fans mit gewohnter schauspielerischer Souveränität um. ara.

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Info

Kinostart: 03.09.2015

USA 2015

Länge: 1 h 42 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Ricki and the Flash

Regie: Jonathan Demme

Drehbuch: Diablo Cody

Produktion: Mason Novick, Marc E. Platt

Kamera: Declan Quinn

Schnitt: Wyatt Smith

Ausstattung: Stuart Wurtzel

Website: http://www.RickiWieFamilieSoIst.de