Drama über einen moralisch untadeligen Jiu-Jitsu-Lehrer in Los Angeles, der in kriminelle Geschäfte skrupelloser Fightpromoter verwickelt wird.

Kinostart: nicht bekannt

Tim Allen

Tim Allen
als Chet Frank

Rodrigo Santoro

Rodrigo Santoro
als Bruno Silva

Chiwetel Ejiofor

Chiwetel Ejiofor
als Mike Terry

Alice Braga
als Sondra Terry

Emily Mortimer
als Laura Black

Joe Mantegna
als Jerry Weiss

Max Martini
als Joe Collins

David Paymer
als Richie

Randy Couture
als Dylan Flynn

Ray Mancini
als George

Rebecca Pidgeon
als Zena Frank

Jose Pablo Cantillo
als Snowflake

John Machado
als Augusto Silva

Dan Inosanto
als Gilberto

Enson Inoue
als Taketa Morisaki

Handlung

Mike Terry (Chiwetel Ejiofor) lebt in Los Angeles, ist einer der weltweit besten Jiu-Jitsu-Meister und hat sich bisher erfolgreich aus dem Preiskampfzirkus herausgehalten. Statt dessen betreibt er ein Selbstverteidigungs-Center und lebt streng nach dem Samurai-Kodex. Doch dann gefährdet ein folgenschwerer Unfall mit einem Cop (Maximilian Martini) und einer Anwältin (Emily Mortimer) seine schuldenfreie Existenz. Notgedrungen steigt er in den Ring.

Finanzielle Nöte lassen einen Klassefighter ins schmutzige Mixed Martial Arts-Geschäft einsteigen. Statt der handelsüblichen tumben Prügelorgie zeigt David Mamet ("Spartan", Buch zu "The Untouchables"), dass er zu den Schwarzgurten der intelligenten Thriller-Autoren gehört.

In seiner Jiu-Jitsu-Schule in Los Angeles unterrichtet Mike sanfte Selbstverteidigung und Persönlichkeitsbildung. Ideell geht über materiell, bis er einen Filmstar aus einer Prügelei rettet und dieser ihm einen Beraterjob bei seinem aktuellen Film anbietet. Doch als Mikes Ideen von Promotern für Profifights gestohlen werden und er gezwungen wird, daran teilzunehmen, zeigt sich, dass er Ehre und Anstand nicht nur lehrt, sondern lebt.

In seiner Jiu-Jitsu-Schule in Los Angeles unterrichtet der ganz dem Ehrenkodex des Kämpfers verpflichtete Mike sanfte Selbstverteidigung und Persönlichkeitsbildung. Ideell geht über materiell, bis er einen Filmstar aus einer Prügelei rettet und dieser ihm einen Beraterjob bei seinem aktuellen Film anbietet. Doch als Mikes Ideen von Promotern für Profifights gestohlen werden und er gezwungen wird, daran teilzunehmen, zeigt sich, dass er Ehre und Anstand nicht nur lehrt, sondern lebt - auch wenn es wehtun kann.

Kritik

David Mamet beweist in seinem ungewöhnlichen Martial-Arts-Drama, dass der letzte Samurai nicht in Japan starb, sondern in Los Angeles lebt.

Filme über Spieler, Cops, Bankräuber, Filmstars sowie Professoren, die angeblich Studentinnen sexuell belästigen - David Mamet ist das Chamäleon Hollywoods. Sowohl als Regisseur wie auch als Autor, der mit komplex strukturierten Filmen ("Die unsichtbare Falle") glänzt, aber auch den Mainstream ("Ronin", unter dem Pseudonym Richard Weisz) bedient. Seine Faszination für im Schatten der Aufmerksamkeit einem strengen Ehrenkodex folgende Helden, sichtbar in seiner TV-Serie "The Unit", bringt er auch in "Redbelt" zum Ausdruck. Fünf Jahre lernte Mamet selbst Jiu-Jitsu, jetzt rückt er einen Kampfsportlehrer in den Fokus eines Films, der nicht am Kampf, sondern der zugrunde liegenden mentalen und moralischen Einstellung interessiert ist. Mike (Chiwetel Ejiofor) führt eine kleine Jiu-Jitsu-Schule in Los Angeles, in der er psychische und charakterliche Bildung über alle materiellen Belohnungen stellt. Seine Frau, deren Clan nur den Dollar als großen Motivator akzeptiert, bedrängt ihn zunehmend, doch die Schüler respektieren den Meister, der sich nie von Profi-Gagen verführen ließ und von der Ehre und der Kunst, den Kampf zu meiden, lehrt. Als Mike einen Filmstar aus einer Prügelei rettet, scheint sich dessen Dankbarkeit für ihn auszuzahlen. Mikes Frau findet vermögende Kundinnen für ihr Textilbusiness, er selbst einen Beraterjob bei einem Irakfilm, in dem Hollywoodkrieger möglichst authentisch ihren Mann stehen sollen. Mamets Spott über Heldenimitate und sein Misstrauen gegenüber der Spezies "Filmmensch" verbindet sich nun mit einem an Fahrt aufnehmenden Drama über Erpressung, Bestechlichkeit und abgesprochene Profikämpfe. Schlüsselfiguren sind ein Anwältin, die in Mikes Kampfschule einen Schuss abfeuert, ein Cop, der von einer Anzeige absieht, und Mike selbst, der durch die Nebenwirkungen dieses Vorfalls gezwungen wird, für Geld in den Ring zu treten. Ohne erkennbaren Fokus eröffnet Mamet seine zehnte Regiearbeit, bis sich die zentralen Themen herausschälen und genretypische Muster benutzt, aber clever variiert werden. Konform zu seiner Heldenideologie verlegt Mamet den Finalfight auf dem Weg zur Belohnung durch den mythischen Roten Gürtel an einen Randschauplatz, ohne auf Erwartungen an Choreographie und Fightdynamik Rücksicht zu nehmen. Actionfans könnte dieser Ansatz zu ökonomisch sein, doch kaum ein Kampfsportfilm kann eine ähnlich komplexe, exzellent besetzte Story ins Gefecht führen, über deren Mehrdeutigkeit sich tatsächlich diskutieren lässt. kob.

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Info

Plakat des Films: Redbelt
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2007

Länge: 1 h 39 min

Genre: Action

Originaltitel: Redbelt

Regie: David Mamet

Drehbuch: David Mamet

Musik: Stephen Endelman

Produktion: Chrisann Verges

Kostüme: Debra McGuire

Kamera: Robert Elswit

Schnitt: Barbara Tulliver

Ausstattung: David Wasco

Website: http://www.redbelt-derfilm.de