Das perfekte Geheimnis - auf KINO&CO

Auf wahren Begebenheiten beruhende Dreiecks-Liebesgeschichte über eine amerikanische Dichterin, die sich im Rio de Janeiro der Fünfzigerjahre in eine Architektin verliebt.

Kinostart: 10.04.2014

Miranda Otto

Miranda Otto
als Elizabeth Bishop

Glória Pires
als Lota de Macedo Soares

Tracy Middendorf
als Mary

Marcello Airoldi
als Carlos Lacerda

Lola Kirke
als Margaret Bennett

Tânia Costa
als Dindinha

Marianna Mac Niven
als Malu

Marcio Ehrlich
als Jos

Treat Williams
als Roberrt Lowell

Anna Bella
als Kathleen

Die Handlung von Die Poetin

Im Jahre 1951 durchlebt die Dichterin Elizabeth Bishop eine Schaffenskrise und hofft, auf einer Reise nach Brasilien neue Inspiration zu finden. Als sie ihre College-Freundin Mary besucht, verliebt sie sich in deren Lebensgefährtin, die Architektin Lota de Macedo Soares. Während die Verlassene sich mit der Adoption eines Kindes tröstet, leben die beiden ihre homosexuelle Beziehung exzessiv aus und streben dem Höhepunkt ihrer Karriere zu. Elizabeth gewinnt den Pulitzerpreis, Lota kreiert den berühmten Flamengo Park in Rio de Janeiro.

Kritik zu Die Poetin

Dramatisches Biopic über die US-Lyrikerin Elizabeth Bishop und ihre Liebe zu Lota de Macedo Soares, Architektin des berühmten Flamengo Parks in Rio de Janeiro.

Eine Love-Story mit drei Frauen im Mittelpunkt. Dazu ist Fingerspitzengefühl notwendig, über das Regisseur Bruno Barreto verfügt. Die Geschichte einer großen Liebe beginnt im New York Anfang der 1950er Jahre. Dort leidet die Dichterin Elizabeth Bishop unter Schreibblockade, neue Inspirationen erwartet sie durch einen Besuch bei ihrer Studien-Freundin Mary in Brasilien. Die lebt mit der Architektin Lota de Macedo Soares auf dem Land zusammen - unbehelligt von bürgerlichen Moralvorstellungen. Nachdem Elizabeth und Lota erst nicht viel voneinander halten, sich dann aber ineinander verlieben, beginnt eine komplizierte Ménage à trois, die die New Yorkerin 15 Jahre in Südamerika hält. Während Mary durch die Adoption eines Kindes zum Bleiben bewegt wird, steuern die beiden anderen auf einen Höhepunkt ihrer Karrieren zu. Die eine wird mit Literaturpreisen überschüttert, die andere schafft mit dem innovativen Park ihr eigenes Vermächtnis. Der drohende Militärputsch treibt die Poetin wieder in ihre Heimat zurück.

Auch wenn es sich um eine lesbische Liebe handelt, will Barreto keinen Nischenfilm machen, sondern einen mit einem universellen Thema. Es geht um Selbstverwirklichung, Verlust und um persönlichen Wandel, die scheinbare Verliererin entwickelt sich zur Starken und gewinnt den Pulitzer-Preis, die anfänglich Starke wird immer schwächer, weil sie nicht ertragen kann, dass sich ihr das Objekt der Begierde sukzessive entzieht. Ein Rollentausch, der das Konzept des Dramas bestimmt. "Die Poetin" wirft einen Blick von außen auf Brasilien, liebevoll, aber auch sehr präzise und trotz aller Sympathie auch pragmatisch. Es sind die stillen Momente, die unterdrückte emotionalen Explosionen ahnen lassen. Barreto gibt die Atmosphäre der 1950 und 1960 Jahre stimmig wieder, Farben, Licht und Landschaft bilden eine Einheit, er entführt in eine elegische Welt voller Eleganz und setzt dabei auf Zeitlosigkeit, zeichnet den Willen zur Kreativität, die im Kontext tiefer Gefühle entsteht. Das Love-Triangle mit Miranda Otto als zurückhaltende Intellektuelle, Glória Pires als heißblütige und selbstbewusste Frau und Tracy Middendorf als unglücklich Liebende ist spannend austariert, konzentriert sich aber weniger auf die Gender-Erfahrung als auf kulturelle Gemeinsamkeiten und Gräben. mk.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 10.04.2014

Brasilien 2013

Länge: 2 h 0 min

Genre: Drama

Originaltitel: Flores raras

Regie: Bruno Barreto

Drehbuch: Matthew Chapman, Julie Sayres

Musik: Marcelo Zarvos

Produktion: Paula Barreto, Lucy Barreto

Kamera: Mauro Pinheiro

Schnitt: Leticia Giffoni

Ausstattung: Jose Joaquim Salles

Website: http://www.diepoetin-film.de